So spielen Sie mit der 3 in Ihrer Rede
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Die Drei: Symbol der Vollkommenheit
Eins ist die männliche, zwei die weibliche Zahl , sagt die Zahlensymbolik. Daraus folgt, daß die Summe von eins und zwei weibliche plus männliche Elemente enthält. Zwei gegensätzliche Dinge vereinigen sich in einem Dritten. Zum Beispiel: Vater -Mutter - Kind: Männliche Elemente und weibliche Elemente verbinden sich im Kind zu einem harmonischen Ganzen (Bedeutung der Drei). Aus diesem Grund ist die Drei das Zeichen für Vollkommenheit und Vollendung, für allumfassende Einheit und Harmonie und - speziell in der christlichen Mythologie - die heilige Zahl - Vater, Sohn
und Heiliger Geist (Dreifaltigkeit).
Im ostasiatischen Kulturkreis hat das Dreieck Symbolcharakter: auf der Spitze stehend, ist es ein Zeichen für Aas "weibliche Prinzip", mit der Spitze nach oben ist es ein Zeichen für "das männliche Prinzip". Ein aus diesen beiden Dreiecken konstruierbares Sechseck (Hexagramm) symbolisiert die Überwindung des Dualismus durch die Vereinigung der beiden Grundprinzipien des Seins, wie z. B. männliches und weibliches Prinzip,Yin und Yang, Geist und Materie, Licht und Finsternis.
Die Drei als Ordnungsprinzip (Trinität/Triade)
Die Drei bringt Ordnung in eine oft chaotische Welt. Das Dreier-Prinzip begegnet uns auf zahlreichen Gebieten (oft übertragbar auf Reden!):
Göttliche "Trinitäten' (wie die Heilige Dreifaltigkeit) gibt es in den christlichen, babylonischen, altägyptischen und indischen Religionen.
Metaphysische Triaden: Vater - Mutter - Sohn (Gnosis); das Eine - der Geist - die Weltseele
(Neuplatonismus)
Anthropologisch-psychologische Triaden: Begierde - Mut - Verstand (Platon); Fleisch (bzw. Leib) - Seele - Geist (Hellenismus); Sein (lat. "esse") - Wissen (lat. "nosse') - Wollen (lat. "velle')
Augustinus
Ethisch-religiöse Triaden: Glaube - Hoffnung - Liebe
l. Kor. 13,13
Kosmologische Triaden: Himmel - Erde - Unterwelt (u. a. im alten Orient)
Chronologische Triaden: Drei Reiche bzw. drei Zeitalter (bei Joachim von Fiore, bei Lessing und bei
Compte)
Philosophische Triaden: These - Antithese - Synthese
Hegel
Rhetorische Triaden: - als Redeschluß "Ich kam, sah, siegte"
Cäsar
- als Redegliederung "Gestern - heute - morgen"
Die Drei spielt eine große Rolle
Als Glückszahl: dreifach ist unser Lebehoch ("Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, dreimal hoch!')
Als magische Zahl: dreimal auf Holz klopfen soll die guten Geister beschwören.
Als mythische Zahl in Sagen und Märchen:
drei Brüder, drei Töchter ("Dreimädelhaus"), drei Rätselfragen/Proben, drei Feen, und die drei Glücks-Uiensilien: "Tischlein-deck-dich", "Goldesel' und "Knüppel-aus-dem-Sack". Und das Rumpelstilzchen gibt der Königin drei Versuche, seinen Namen zu erraten. In vielen Märchen finden sich Symbole in dreifacher Ausführung: beispielsweise drei Ringe, drei Kronen, drei Wünsche, drei Gaben.
In der christlichen Religion: der dreieinige Gott; die Auferstehung Christi drei Tage nach seiner Kreuzigung; das "Dreifaltigkeitsfest" am Sonntag nach Pfingsten, das "Dreikönigsfest' am 6. Januar. Die Gebeine der "Heiligen Drei Könige" (Caspar, Melchior und Balthasar) sollen im Dreikönigsschrein im Kölner Dom liegen.
Die drei Brüder; Der Teufel mit den drei goldenen Haaren; Die drei Federn; Die drei Spinnerinnen; Die drei Sprachen; Die drei Glückskinder, Die drei Handwerksburschen.
Im Karneval: das Kölner "Dreigestirn' (Prinz, Bauer, Jungfrau).
In Geschichte und Politik: der Dreibund, Dreikaiserbündnis, Dreikaiserjahr, Dreifrontenkrieg, Dreikaiserschlacht, Dreiklassenwahlrecht, Dreiländertreffen, Dreimächtepakt, Dreijahresplan, Troika (Dreigespann), Triurnvirat (Dreimännerherrschaft), Trikolore (dreifarbige Flagge Frankreichs).
In der Geographie: das Dreiländereck, die Drei Zinnen.
In den Hochschulen: Die alte lateinische Regel "Zres faciunt collegium"("Drei bilden ein Kollegium") bedeutet, daß wenigstens drei Personen vorhanden sein müssen, um einen Verein zu gründen.
In diesem Kontext: Außer dem Dozenten müssen wenigstens zwei Studenten im Auditorium anwesend sein, damit eine Vorlesung stattfindet.
In der Landwirtschaft: die Dreifelderwirtschaft.
In Oper und Konzertsaal: die dreigestrichene Note, das Trio, der Dreiklang.
In der Literatur: "Du mußt es dreimal sagen", heißt es in Goethes Faust. "Die drei Musketiere" schrieb Alexandre Dumas 1844.Von Bertolt Brecht stammt der "Dreigroschenroman" (1934) und der Text für "Die Dreigroschenoper" (1929).
Im Theater/ Schauspielhaus: Der "Dreiakter" nach Aristoteles: Darstellung des Konflikts im ersten Akt, Entfaltung des Konflikts im zweiten Akt und seine Auflösung im dritten Akt.
"Drei Einheiten" gehören zu Aristoteles' Grundforderungen für das Drama: "Einheit des Orts" (kein Szenenwechsel), "Einheit der Zeit" (Handlung umfasst maximal 24 Stunden), "Einheit der Handlung" (keine Nebenhandlungen und Nebenpersonen, die nicht mit der Haupthandlung kausal verknüpft sind). Im Film: "Die Drei von der Tankstelle", "Drei Männer im Schnee", "Drei Männer und ein Baby".
Im Volksmund: "Die haben ein gesundes Dreimonatskind bekommen" (Bei der Geburt eines Stammhalters, wenn die Eltern geheiratet hatten, als das Kind schon "unterwegs" war). In jedem Monat: jede der vier Jahreszeiten (Quartale) umfasst drei Monate.
Die Drei ist oft dabei
- Bei der ersten Fahrt - auf dem Dreirad.
- Beim Walzer - im Dreivierteltakt.
- Beim Chorgesang - dreistimmig.
- Bei "akademischen' Stunden - Dreiviertelstunden.
- Bei diversen Flaschen - Dreiviertelliter-Flaschen.
- Bei "Beziehungskisten" - Dreiecksgeschichten/ Dreiecksverhältnissen.
- Bei schönen Illusionen - im 3-D-Kino.
- Bei mathematischen Knobeleien - dem Dreisatz.
- Bei Dreisatzgliederungen (So ist es - So sollte es sein - So kommen wir dahin).
- Beim rhetorischen Dreischluß ("vivat, crescat, floreat') - der Triade.
- Bei bedeutenden Abstimmungen und Wahlen - mit Zweidrittelmehrheit.
- Bei sportlichen Disziplinen - in Dreierkombinationen (z. B. Triathlon, Preikampf, Dreisprung, Sprüngen vom Dreimeterbrett).
- Beim Segeln - mit dem Dreimaster.
- Bei Urwaldexpeditionen - als Dreitagefieber.
- Beim Teufel - mit dem Dreizack.
Die Drei in der Umgangssprache
- Elsie kann nicht bis drei zählen.
- Ein kleiner Dreikäsehoch.
- Er arbeitet für drei.
- Er hat Hunger für drei.
- Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz!
- Ich zähle bis drei .... eins- . .
- Dreimal darfst du raten.
- In drei Teufels Namen.
Die Drei im Zitat
Die Menschen lassen sich in drei Gruppen einteilen: Die erste Gruppe bestimmt das Geschehen; die zweite Gruppe beobachtet das Geschehen; und der große Rest möchte gern wissen, was geschehen ist.
Unbekannt
Drei Dinge braucht ein Arzt, um erfolgreich zu sein: einen spitzen Hut für die Autorität, einen dicken Bauch für die Würde - und Hämorrhoiden für den besorgten Gesichtsausdruck.
Unbekannt
Wenn du für eine Stunde glücklich sein willst, betrink dich. Wenn du für drei Tage glücklich sein willst, heirate. Wenn du für acht Tage glücklich sein willst, schlachte ein Schwein und gib ein Festessen. Wenn du für immer glücklich sein willst, werde Gärtner.
aus China
Drei Dinge sind im Leben eines Menschen wichtig.
Erstens: Menschlichkeit.
Zweitens: Menschlichkeit.
Und drittens: Menschlichkeit.
Henry James (1843 -1916), amerik. Schriftsteller
Was der Kunde wirklich will, sind drei Dinge:
erstens Service,
zweitens Service und
drittens Service.
Jörtune Magazine (4. 6. 1990)
Ein Mann muss drei Dinge im Leben tun: Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen.
Talmud
Nutzlose Objekte und nutzlose Subjekte lassen sich in drei Kategorien einteilen: Die einen arbeiten nicht, die anderen brechen zusammen, und der Rest verschwindet einfach.
Russell Baker (*1925), amerik. Journalist
Drei Dingen sollten wir besser aus dem Weg gehen: einem bissigen Hund, der ansteigenden Flut und einem Mann, der sich für schlau hält.
aus Wales
Drei Dinge zählen in einer Rede: Wer etwas sagt, wie er es sagt, und was er sagt - und zwar genau in dieser Reihenfolge.
John Morley (1838-1923), engl. Historiker und Politiker
Die drei schwierigsten Dinge für einen Mann sind: eine Steilwand zu erklimmen, die ihm zugeneigt ist, ein Mädchen zu küssen, das ihm abgeneigt ist, und eine Tischrede zu halten.
Winston Spencer Churchill (1874-1965), brit. Staatsmann; 1940-45 u. 1951-55
Prernier, 1953 Nobelpr. f. Lit.
Wie mein Freund Pferdmenges unterscheide ich drei Steigerungen der Wahrheit: die einfache, die reine und die lautere Wahrheit. Ich will Ihnen jetzt die reine Wahrheit sagen.
Konrad Adenauer (1876-1967), dt. Politiker, 1949 63 erster dt. Bundeskanzler
Armut, Keuschheit und Gehorsam, drei Gelübde, deren jedes, einzeln betrachtet, der Natur das unausstehlichste scheint, so unerträglich sind sie alle.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter
Im Försterhaus sind Drillinge angekonmen. Der Sechsjährige betrachtet sie kritisch,
zeigt auf den mittleren und entscheidet: "Den ziehen wir auf."
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