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Rhetorik-Tipps

Eine fesselnde Rede schreiben – was beachten?

Es gibt verschiedene Theorien über den optimalen Aufbau einer Rede. Wir beschäftigen uns mit den wichtigsten und geben Ihnen die Werkzeuge an die Hand, mit denen Sie Ihre Zuhörer fesseln werden.

Treffen Sie den richtigen Ton und erreichen Sie ihr Publikum, ganz gleich ob auf einer Beerdigung, bei einem Geschäftstermin, zu einem Firmenjubiläum oder während einer Hochzeit. Vermeiden Sie es, Ihre Zuhörer mit einer langatmigen und unstrukturierten Rede zu langweilen oder nicht verstanden zu werden.

Lernen Sie mit unseren Tipps, eine gut strukturierte Rede zu schreiben. Wählen Sie den perfekten Rede Aufbau und treten Sie in der Überzeugung ans Rednerpult, Ihre Zuhörerschaft mit Ihrer Rhetorik zu begeistern.

Wie kann man eine fesselnde Rede schreiben und halten?

fesselnde Reden schreiben

Packen Sie die Zuhörer Ihrer Rede, da wo sie es spüren – mit Emotionen mehr erreichen © Elnur – Shutterstock

Eine Rede ist dann fesselnd und spannend, wenn sie auf das Publikum abgestimmt ist, das Thema authentisch präsentiert wird und durch die Rhetorik Emotionen erzeugt werden. Packen Sie Ihre Zuhörer dort, wo sie es spüren!

Die wichtigste Frage, die Sie als Redner sich stellen müssen, ist die Frage nach Ihrem Publikum.

1. Für wen erarbeiten Sie die Präsentation?

Wer sind Ihre Zuhörer? Sprechen Sie in einem intimen Kreis zu Bekannten (im Schützenverein, auf einer Hochzeit) und können sich auf gemeinsame Erlebnisse berufen, die eine angenehme Emotion hervorrufen? Oder reden Sie vor wichtigen Kunden, Geschäftspartnern oder vor einem Fachpublikum?

2. Was wollen Sie mit der Rede erreichen?

Wissen Sie, was Sie Ihren Zuhörern sagen wollen? Möchten Sie Identifikation stiften, motivieren, eine Einsicht vermitteln? Machen Sie sich Ihre Botschaft bewusst und lassen Sie Ihre Rede auf diesen Höhepunkt zusteuern.

Tipp: Schauen Sie sich einmal die Rede Kennedys 1963 in Berlin an. Er identifiziert sich mit seiner Zuhörerschaft, er assoziiert die Bürger Berlins mit „Freiheit“ und „Demokratie“, was in seinem berühmten Ausspruch: „Ich bin ein Berliner“ gipfelt.

3. Was genau ist das Thema Ihrer Rede?

Haben Sie zu diesem Thema einen persönlichen Bezug und können Sie diesen als Teil der Rede verwenden? Wie können Sie das Ziel der Rede und ihr Thema mit Ihrer Rhetorik verknüpfen? Welche Aspekte des Themas sind dem Publikum bereits bekannt, welche Informationen müssen noch vermittelt werden? In welcher Reihenfolge sollten diese Aspekte besprochen werden?

Wie kann man seine Zuhörer mit einer Rede begeistern?

Jeder Zuhörer kann und will gefesselt werden, doch das schaffen Sie nur, wenn Ihre Rhetorik authentisch ist. Authentisch sprechen können Sie nur, wenn Sie an Ihrer sicheren Ausstrahlung feilen. Das lohnt sich auch dann, wenn Sie nur einmal vor Publikum reden wollen. Eine sichere Ausstrahlung ist Ihnen in vielen Bereichen des Lebens nützlich.

Die wichtigste Zutat in Ihrer Rede sind jedoch Emotionen.

Was haben diese Sätze gemeinsam?

  • I HAVE A DREAM
  • ICH BIN EIN BERLINER
  • YES, WE CAN!

Sie richten sich direkt an das emotionale Zentrum der Zuhörer. Kaum jemand erinnert sich an die gesamten Reden, doch diese Sätze sind in die Geschichte eingegangen. Daran können Sie sich beim Rede Aufbau und beim Schreiben Ihrer Rede orientieren.

Was kann Ihr „magischer Satz“ sein, auf den Ihre Rede sich hinbewegt, in dem sie ihren Gipfel und ihren wahren und klaren Ausdruck erreicht?

Sprechen Sie die Emotionen der Menschen mit Ihrer Rhetorik an und geben Sie Ihnen, was sie sich wünschen. Menschen auf einer Trauerfeier sind traurig, Sie wünschen sich Trost. Städter, die in einer schlimmen Krise sind, wollen hören, dass der mächtigste Mann der Welt ebenfalls „ein Berliner ist“. Geschäftspartner wollen glauben (am liebsten anhand von Belegen), dass alles gut wird und die Zahlen sich positiv entwickeln. Ein Hochzeitspaar ist voller Hoffnung und will auf die Liebe schwören. Die meisten Menschen lachen gern und sind einem Scherz gegenüber immer aufgeschlossen. Ziehen Sie das Publikum auf Ihre Seite. Verbünden Sie sich. Setzen Sie Ihre Rhetorik ein.

Eine freie Rede schreiben – achten Sie auf folgende Tipps

Manche Menschen betreten die Bühne und sind einfach überzeugend. Sie begeistern mit ihrem Fachwissen und ihrer Rhetorik und wissen genau, wie sie das Publikum zu einem bestimmten Punkt lenken können. Was frei und ungezwungen aussieht, ist in den meisten Fällen durchgeplant, orchestriert und im Verlauf verschiedener Erfahrungen immer wieder angepasst worden. Doch was unterscheidet einen solchen Redner von dem Langweiler am Rednerpult, bei dem schon nach den ersten Sätzen klar ist, dass dies außerordentlich langweilige zwanzig Minuten werden?

  1. Ein guter Redner ist selbstbewusst und rhetorisch gewandt. Er hat etwas zu sagen und tut es in Ruhe und voller Selbstsicherheit. „In Ruhe“ bedeutet nicht, dass er phlegmatisch ist. Er kann leidenschaftlich und engagiert, aufrüttelnd und emotional sein. Dennoch ruht er in sich.
  2. Er hat ein ausgesprochen gutes Gefühl für sein Publikum und reagiert auf die Signale, die es aussendet. Vielleicht will er sie wecken, sie ermutigen oder ihnen Trost spenden. Jedenfalls weiß er, was er erreichen will.
  3. Er verpackt seine Informationen in eine Geschichte, die möglichst authentisch wirkt. Er gibt etwas von sich preis. Das tut er auch, wenn er eine Geschichte erzählt, die er nicht selbst erlebt hat. Denn seine Wahl fiel auf diese Geschichte, mit der er etwas ausdrücken will. Steve Jobs war darin ein Meister: Er teilte Lebensregeln mit seinen Zuhörern, die aus seinen eigenen Erlebnissen resultierten. Diese Authentizität war eines der Geheimnisse seiner beeindruckenden Reden.

Wenn Sie eine freie Rede schreiben, steigen Sie möglichst nah an einem emotionalen Punkt in die Rede ein. Entscheiden Sie sich, ob Sie den Nutzen der Präsentation in den Vordergrund stellen, ein dringliches Problem ansprechen oder mit einer persönlichen, emotionalen Geschichte beginnen.

Wie gelingt der Rede Aufbau?

Es gibt wichtige Richtlinien für den Aufbau einer Rede, die Sie nicht einfach über Bord werfen sollten. Diese allein machen jedoch noch keine gute Rede aus. Es kommt darauf an, dass Sie die Zuhörer erreichen.

Beachten Sie dennoch den dramaturgischen Aufbau einer Rede: Einleitung – Hauptteil – Schluss

Die Einleitung zur Rede schreiben

Sie wollen nicht mit der Tür ins Haus fallen. Sie verfolgen ein bestimmtes Ziel mit Ihrer Rede, das Sie (meistens) nicht an den Anfang setzen können. Hätte Kennedy seinen Vortrag mit seinem berühmten Satz: „Ich bin ein Berliner“ gestartet, wäre dessen Wirkung verpufft. Denn zunächst einmal lobt er die Berliner für deren Durchhaltewillen, vergleicht den Ausspruch des stolzen Römers mit dem des stolzen Berliners und grenzt die freien Menschen von den „Kommunisten“ ab. Erst dann schließt er mit dem berühmten Satz, auf den seine gesamte Rede hinzielt.

Sie können natürlich auch ganz anders vorgehen und Ihr Anliegen an den Anfang stellen. Oder sie starten mit einem Knall, einer Geschichte, einem Beispiel.

Stellen Sie sich vor. Umreißen Sie das Thema Ihrer Rede. Oder starten Sie auf eine der folgenden Arten:

  • Beginnen Sie Ihre Rede wie Kennedy mit einem Kompliment an das Publikum. Diese Umarmungstaktik wird auch “captatio benevolentiae” genannt und bereits seit Jahrhunderten erfolgreich angewandt.
  • Die meisten Reden werden mit einer ernsten Einleitung gestartet. Ein Problem wird umrissen, eine Unfallstatistik zitiert. Wenn Sie nicht gerade eine Trauerrede halten, werden Sie mit dieser Einleitung niemanden begeistern.
  • Machen Sie es wie Steve Jobs und starten Sie beim Rede Aufbau mit einer persönlichen Geschichte. Eine authentische Ausstrahlung unterstützt die Wirkung. Natürlich können Sie auch das eindringliche Erlebnis einer anderen Person schildern. Das Ganze nennt sich Storytelling.
  • Eine humorvolle Einleitung ist nur für geübte Rhetoriker praktikabel, doch wenn sie gelingt, ist das Publikum gleich auf Ihrer Seite. Bleiben die gewünschten Lacher jedoch aus, kann das verunsichernd wirken.
  • Starten Sie Ihre Rede mit einem Zitat und bringen Sie die Zuhörer dadurch gezielt in eine Stimmung.
  • Starten Sie mit einer rhetorischen Frage, bei der sich Ihre Zuhörer zurücklehnen können, weil Sie ohnehin keine Antwort erwarten, sondern anschließend Ihre Ausführungen starten. Mit einer rhetorischen Frage legen Sie die Marschrichtung fest. Ihr Publikum weiß, was es zu erwarten hat und Sie stellen gleich Ihr rhetorisches Geschick unter Beweis.
  • Beziehen Sie sich auf ein aktuelles Ereignis. Diese Einleitung müssen Sie nicht geplant haben, sondern sie kann Ihnen ganz spontan auf dem Weg eingefallen sein. Vielleicht entdecken Sie einen passenden Aufhänger in der Morgenzeitung. Es eignen sich auch brandaktuelle Fakten, Statistiken oder Ähnliches. Wählen Sie Dinge, die Ihren Zuhörern unter den Nägeln brennen!

Der Hauptteil Ihrer Rede

Zeitreise bei einer Rede

Nehmen Sie Ihre Zuhörer auf eine Zeitreise in die Vergangenheit oder sogar Zukunft mit © jonanderswiken – Shutterstock

Der Hauptteil Ihrer Rede beinhaltet alles, was Sie Ihren Zuhörern sagen wollen, und zwar in einer sinnvollen Reihenfolge. Denken Sie daran, Ihr Publikum zu den gewünschten Stellen zu führen, indem Sie Beispiele bringen, argumentieren und emotionalisieren. Dabei können folgende Aspekte nützlich sein:

  • Werfen Sie einen Blick in die Vergangenheit oder wagen Sie einen Ausblick in die Zukunft.
  • Stellen Sie ein Problem dar, um dessen Lösung es in Ihrer Rede geht. Bedenken Sie mögliche Einwände des Publikums und räumen Sie diese im Vortrag aus.
  • Behauptung niemals ohne Belege aufführen.
  • Stellen Sie Forderungen, die sich auf die Zukunft, Ihre Zuhörer oder andere Verantwortliche beziehen.

Emotionen sind das Wichtigste in Ihrer Rede!

Nicht vergessen: Behalten Sie immer das Ziel Ihrer Rede im Auge und steuern Sie auf Ihren prägnanten Satz zu. Diesen können Sie am Ende des Hauptteils bringen und zum Schluss noch einmal aufgreifen. Er ist das Motto, der Kernsatz, das Ideal, die ultimative Emotion und Identifikation.

So bauen Sie eine schlüssige Gliederung auf:
Achten Sie auf eine sinnvolle Reihenfolge Ihrer Argumente. Dafür können Sie so vorgehen:

  1. Halten Sie sich an die chronologische Reihenfolge.
  2. Stellen Sie erst die Gegenposition vor, dann ihre eigene.
  3. Schließen Sie von den Details auf das Ganze.
  4. Beginnen Sie mit den einfachen Dingen, enden Sie mit den komplexeren.
  5. Stellen Sie erst ein Beispiel (oder mehrere) vor und dann die Theorie.
  6. Erst kommt das Bekannte, dann das Unbekannte.
  7. Steigern Sie sich von einem einfachen und schwachen bis hin zum stärksten Argument.

Ihre Stoffsammlung:

Was Sie brauchen, um eine überzeugende Rede schreiben zu können, ist eine umfangreiche Stoffsammlung. Aus diesem Stoff weben Sie Ihren Redeteppich. Woher bekommen Sie den nötigen Stoff?

  1. Im besten Fall sprechen Sie über ein Thema, mit dem Sie sich auskennen. Dann können Sie auf eigene Erfahrungen zurückgreifen und authentisch berichten.
  2. Um Emotionen zu erzeugen, ist Storytelling eine ideale Methode. Wir Menschen erzählen uns schon seit dem Anbeginn der Zeit dieselben Geschichten. Sie handeln von Helden und ihren Reisen, von Konflikten, Bedrohungen, Unterstützern und guten Enden. Diese archetypischen Erzählungen, die sich rund um den Globus gleichen, können auf einen kleinsten Nenner herunter gebrochen werden und dienen Ihnen als Unterstützung für die Kernaussage Ihrer Rede.
  3. Fragen Sie Mitarbeiter und Angehörige nach Ihrem Beitrag zu Ihrem Thema. Das hilft Ihnen beim Rede schreiben.
  4. Notieren Sie Anekdoten und wichtige Sachverhalte und bringen Sie diese in eine sinnvolle Reihenfolge. Sortieren Sie den Stoff so, dass er auf den Höhepunkt zustrebt.

Der Schluss beim Rede Aufbau

An diesem Punkt sollte Ihr Publikum Tränen in den Augen haben, voll und ganz auf Ihrer Seite sein, die Fäuste in die Luft recken oder bereits von den Sitzen aufgesprungen sein. Kurz gesagt: Sie haben sie gepackt und durchgerüttelt, mit Argumenten und Belegen überzeugt und ihre Emotionen geweckt. Nun können Sie, falls es die Komplexität des Themas erfordert, eine kleine Zusammenfassung liefern, Ihren wichtigen Satz erstmalig oder erneut sagen und das Publikum ermuntern, etwas zu tun. Verabschieden Sie sich, bedanken Sie sich und warten Sie den Applaus geduldig ab, bevor Sie von der Bühne gehen.

Wie findet man den richtigen Ton für eine gute Rede?

Selbst ein langweiliges Thema kann spannend verpackt werden, wenn es mit der Lebenswelt der Zuhörer verknüpft wird. Ein wichtiger Trick für einen lebendigen Vortrag ist, dass Sie beim Rede schreiben von der gesprochenen Version der Rede ausgehen, nicht umgekehrt.

Tipp: Sie sprechen also zuerst und schreiben das Gesprochene dann auf! Auf diese Weise hat Ihr Vortrag eine natürliche Sprache, der man leicht folgen kann. Probieren Sie es einmal aus. Schreiben Sie ein paar Fakten auf und lesen Sie dann laut vom Blatt ab. Nehmen Sie das Gesprochene auf, zum Beispiel mit dem Handy. Sie werden merken, wie hölzern und steif Sie klingen. Gehen Sie nun den umgekehrten Weg und stellen Sie sich vor, Sie würden die gleichen Fakten einem guten Freund oder Kollegen erzählen. Nehmen Sie diesen Versuch ebenfalls auf und vergleichen Sie die Wirkung. Sie werden einen himmelweiten Unterschied feststellen!

Wichtig ist, dass Sie die Rede anschließend möglichst auswendig lernen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Wort für Wort aus dem Gedächtnis referieren, sondern dass Sie den Inhalt und die Argumente der Rede aus dem Effeff beherrschen. Ob einzelne Wörter sich schlussendlich unterscheiden, ist nicht relevant.

Die 5 Satz Regel hat sich seit der Antike bewährt

Überzeugend sprechen zu können war in der Antike noch viel wichtiger als heute. Wissen wurde häufig mündlich überliefert und Staatsmänner mussten durch ihr Auftreten und ihr Wort von sich überzeugen. Gedanken und Fakten sollten so dargelegt werden, dass die Zuhörer sich auch ohne schriftliche Notizen an das Wesentliche erinnern konnten.

Doch eine Rede konnte um der Rhetorik willen auch dann perfekt sein, wenn ihr Inhalt falsch war. Ein gekonnter Aufbau und die überzeugende Präsentation konnten in einem gewissen Sinne wichtiger sein als die Inhalte. So hielten es zumindest Platon und Aristoteles in ihren Theorien über Reden und Rhetorik.

Was den gekonnten Aufbau einer Rede betrifft, können wir auch heute noch getrost dem größten Redner der Antike vertrauen: Cicero. Er macht sich große Gedanken darüber, wie man komplexe Fakten so darstellen kann, dass jeder Zuhörer sie verstehen kann und wie man von seiner Lösung überzeugt, ohne sie den anderen aufzudrängen. Dem Meister der Rhetorik wird unter anderem die 5 Satz Technik zugeschrieben.

Wie funktionieren Reden nach diesem Prinzip?

Es geht darum, dass man sich auf die drei besten und wichtigsten Argumente konzentriert, wenn man seine Zuhörer überzeugen will. Alles andere ist übertrieben, denn mehr Fragen und Beispiele kann das Publikum sich gar nicht merken oder verarbeiten. Die Technik sieht also so aus:

Kernbotschaft —> 1. Argument —> 2. Argument —> 3. Argument —> Schlussfolgerung

Dieses Muster sollten Sie anwenden, wenn Sie Ihr Publikum überzeugen wollen. Doch schon bei der Vorbereitung Ihrer Rede braucht es fünf Schritte zum Erfolg, wie Cicero ausführt:

  1. Finden Sie die Argumente (inventio).
  2. Gliedern Sie Ihre Rede (dispositio).
  3. Nehmen Sie die sprachliche Gestaltung vor (elocutio).
  4. Lernen Sie die Rede auswendig (memoria).
  5. Stellen Sie sich der Öffentlichkeit und reden Sie! (pronuntiatio).

Auch die Rede selbst lässt sich in fünf Abschnitte aufteilen, was eine detailliertere Aufteilung als in Einleitung/Hauptteil/Schluss darstellt. Die Fünfteilung erleichtert Ihnen eventuell die Gliederung. Das sind die Komponenten:

  1. Einleitung (exordium)
  2. Erzählung (narratio)
  3. Thema (propositio)
  4. Beweisführung (argumentatio)
  5. Schlussfolgerung (conclusio)

Die Reden der Zukunft – so werden sie sein

Die Rhetorik der Antike wird auch bei den Reden der Zukunft noch eine Rolle spielen, in anderen Bereichen geht jedoch ein deutlicher Wandel vor sich. Wer öfter vor anderen spricht oder vor einem Fachpublikum auftritt, das Präsentationen gewohnt ist, sollte seine Rede modern gestalten und an die aktuellen Erfordernisse anpassen. Das sind etwa:

  • eine deutlich kürzere Redezeit

Die Aufmerksamkeitsspanne nimmt ab. Kürzere Vorträge sind gefragt, bei denen die wichtigen Punkte in wenigen Minuten präsentiert werden. Man denke hier auch den berühmten Elevator-Pitch. Dabei geht es darum, seine Geschäftsidee in extrem kurzer Zeit (die ein Fahrstuhl in den obersten Stock benötigt) überzeugend darzulegen.

Wenn man etwas wirklich verstanden hat, kann man es in wenigen Sätzen zusammenfassen!

  • Den Platz auf der Bühne nutzen

    Verstecken Sie sich nicht hinter Ihrem Rednerpult – bleiben Sie in Bewegung © metamorkworks – Shutterstock

    auf das Rednerpult wird immer öfter verzichtet

An den Vortragenden werden höhere Ansprüche in Bezug auf die Körpersprache gestellt. Er kann sich nicht mehr hinter einem Punkt „verstecken“, sondern soll sich den Blicken des Publikums stellen und mit ihm interagieren. Für unerfahrene Redner ist das eine besonders große Herausforderung, der man sich mit unseren Tipps leichter stellen kann.

  • Authentizität ist gefragt

Je persönlicher und natürlicher eine Rede gehalten wird, umso eher erreicht sie das Publikum. Dafür ist das Instrument des Storytellings besonders gut geeignet. Die Regel lautet heute: Weniger Fakten, mehr persönliche Erlebnisse.

  • Grafiken, Bilder und Videos werden immer wichtiger

Unsere Welt ist stark visuell geprägt. Bilder und Videos sind zur Wissensvermittlung unverzichtbar, denn die Zuhörer haben sich an diese Instrumente gewöhnt. Gestalten Sie Ihre Präsentation, wann immer möglich, nach diesen Grundsätzen.

Redaktion redenwelt.de

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