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Mit einer Antrittsrede den ersten Eindruck positiv prägen

Wenn Sie bald einen neuen Job anfangen oder ein neues Amt bekleiden, sollten Sie eine Antrittsrede vorbereiten. Schließlich möchten die Mitarbeiter Ihren neuen Chef oder Kollegen kennenlernen und wissen, was sie zukünftig zu erwarten haben.

Beispiele für Gelegenheiten für eine Antrittsrede:

Was sind die Aufgaben einer Antrittsrede?

Rede zum Antritt

Vermasseln Sie es beim Antritt ihrer neuen Position nicht – der erste Eindruck zählt © ASDF_MEDIA – Shutterstock

Eine Antrittsrede sollte ernst genommen werden. Schließlich prägt sie den ersten Eindruck von einer Person und wird den Zuhörern im Gedächtnis bleiben. Wer in seiner Antrittsrede unsympathisch oder inkompetent wirkt, wird sich anstrengen müssen, um diesen Eindruck später wieder wettzumachen.

Mit einer fesselnden und sympathischen Antrittsrede sammeln Sie hingegen Vorschusslorbeeren, von denen Sie in den ersten Wochen Ihrer neuen Tätigkeit profitieren können. Auch können Sie sich mit einer guten Antrittsrede bereits Unterstützung sichern, die Sie in der ersten Zeit der neuen Tätigkeit sicher gut gebrauchen können.

Eine Antrittsrede ist die perfekte Gelegenheit, um Botschaften zu vermitteln, die im Gedächtnis bleiben. Diese Plattform sollte genutzt werden, was am besten mit gründlicher Vorbereitung funktioniert. Die Antrittsrede auf die leichte Schulter zu nehmen und die Kolleginnen und Kollegen nur mit einigen knappen Sätzen zu begrüßen, wäre eine vertane Gelegenheit.

Selbst wenn Sie ein begnadeter Redner sind und vor vielen Menschen problemlos frei sprechen können: Machen Sie sich im Vorfeld unbedingt Gedanken über die Inhalte Ihrer Rede. Die Chance für einen gelungenen ersten Eindruck und die ersten wichtigen Botschaften ist in diesem Kontext einzigartig.

Eine Antrittsrede hat darüber hinaus noch weitere Aufgaben:

  • Sie lässt Rückschlüsse auf die Person zu.
  • Sie kann motivieren.
  • Dank ihr können erste wichtige Kontakte geknüpft werden.
  • Sie bildet das Fundament der neuen Position.
  • Sie kann Vertrauen schaffen.
  • Kann Misstrauen entkräften.
  • Sie bereitet die künftigen Mitarbeiter oder Vereinskollegen auf den Führungsstil vor.

Nicht jede Antrittsrede muss sämtliche dieser Aufgaben erfüllen. Sie sollten jedoch bei der Erstellung des Redekonzepts bedacht werden.

Das Ziel einer Antrittsrede festlegen

Das Redeziel einer Antrittsrede variiert stark. Als neuer Trainer in einem Fußballverein wird eine Rede selbstverständlich anders aufgebaut sein, als wenn Sie in einem Unternehmenskontext künftig eine Vorstandsposition bekleiden. Dennoch können die Ziele einer Rede in beiden Fällen identisch sein.

Wichtig ist sich im Vorfeld bewusst zu machen, was die eigene Rede bezwecken soll. Möchten Sie sympathisch und locker wirken oder soll direkt deutlich werden, dass Ihr Führungsstil streng ist und Sie von Ihren neuen Mitarbeitern viel erwarten? Wollen Sie nahbar und zugänglich wirken oder möchten Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen auf Abstand halten?

Hinweis: Wenn Kollegen darum bitten in der Antrittsrede ein gewisses Anliegen anzusprechen oder eine Lösung zu einem langgehegten Unternehmensproblem zu präsentieren, ist Vorsicht angesagt. Als neuer Mitarbeiter ist es schwer, direkt von Beginn an die Interessen der Firma und das Agieren der verschiedenen Teams zu durchschauen.

Es empfiehlt sich daher zu Themen, von denen Sie noch nicht viel wissen, nichts zu sagen. Falls jemand Ihre Antrittsrede für seine Zwecken nutzen möchte, sollten Sie das höflich übergehen und während der Rede nicht darauf eingehen. In solch einem öffentlichen Kontext sollten nur Aussagen getätigt werden, hinter denen Sie zu 100 Prozent stehen. Alles andere wäre unprofessionell und könnte im Nachgang zu Problemen führen.

Antrittsrede: Auch der Rahmen zählt

Der Rahmen, den Sie für Ihre Antrittsrede wählen, prägt die Wahrnehmung Ihrer Person ebenfalls. Wer eine Antrittsrede im Unternehmen für 17 Uhr an einem Freitag ansetzt, darf sich über Unmut und Ungeduld nicht wundern. Gehetzt zwischen zwei Terminen zu seiner Antrittsrede erscheinen und sich nach einigen Blicken auf die Uhr nach fünf Sätzen wieder in den nächsten Termin zu verabschieden, dürfte die Mitarbeiter ebenfalls wenig erfreuen.

Berücksichtigen Sie diese Hinweise zum Rahmen Ihrer Antrittsrede und überzeugen Sie nicht nur mit Inhalten, sondern auch mit den äußeren Bedingungen:

  • In einen passenden Raum einladen: Die Zuhörer oder das Publikum sollten nicht zu gequetscht stehen, der Raum sollte aber auch nicht halb leer sein.
  • Nicht zu lange warten: Wenn möglich sollten Redner die Antrittsrede innerhalb von einer Woche nach Arbeitsbeginn halten.
  • Genügend Zeit nehmen: Die Rede sollte nicht an einem stressigen Tag voller Termine stattfinden. Sie könnte wie eine lästige Pflicht wirken, die noch schnell erledigt werden muss.
  • Pünktlich sein: Wenn Kolleginnen und Kollegen oder Mitglieder auf Sie warten müssten, wäre das sehr unhöflich.
  • Die Anwesenden berücksichtigen: Informieren Sie sich im Vorfeld über Ihre Zuhörer. Wenn Mitarbeiter aus höheren Hierarchie-Ebenen anwesend sind, sollten diese in der Begrüßungsrede direkt angesprochen werden.
  • Zu Einzelgesprächen einladen: Schaffen Sie die Möglichkeit für weitere Gespräche nach der Rede. Fragen von Mitarbeitern zu beantworten und Kontakte zu knüpfen, kann sich als wertvoll erweisen. Dabei können Sie nicht nur die Mitarbeiter besser kennenlernen – auch Sie selbst können sich leichter gut integrieren. Einzelgespräche nach der Rede können für das Netzwerken genutzt werden. Interesse an den neuen Mitarbeitern wirkt sympathisch und kann für die künftige Zusammenarbeit nützlich sein.
  • Nach den üblichen Abläufen erkundigen: Falls niemand Sie auffordert, eine Antrittsrede zu halten, sollten Sie sich nach den üblichen Gepflogenheiten im Betrieb erkundigen. Vielleicht ist es nicht üblich, im großen Stil eine Rede zu halten und neue Mitarbeiter stellen sich nur ihren jeweiligen Teams oder kurz per E-Mail vor.
  • Getränke anbieten: Getränke und gegebenenfalls sogar ein paar Knabbereien bereitzustellen, kann je nach Umfeld passend sein. Gemeinsam anzustoßen schafft eine gute Basis und bietet die ebenso die Möglichkeit für weitere Gespräche und ein näheres Kennenlernen.
  • Kontext und Position berücksichtigen: Eine Antrittsrede als neuer Teamleiter vor vier Personen muss nicht in einem großen Raum mit Umtrunk stattfinden. In diesem Fall kann die Ansprache auch einfach im Rahmen eines ersten Meetings im eigenen Büro erfolgen. Ein neuer Fußballtrainer kann sich seiner Mannschaft vor dem Training auf dem Spielfeldrand vorstellen. Die Umstände und der Rahmen entscheiden, wie die Ansprache zum Antritt am besten vorgebracht wird.

Wichtiger Hinweis: Wer als Führungskraft innerhalb eines Unternehmens die Position wechselt und den Mitarbeitern daher bereits bekannt ist, muss nicht viel zu seiner eigenen Person oder seinem Werdegang erzählen. Hier sollte der Fokus auf den Veränderungen liegen, die die Mitarbeiter zu erwarten haben. Die Rede kann auch dazu genutzt werden, auf Fragen der Mitarbeiter einzugehen. Diese wollen häufig wissen, was der neue Chef für Ihre Arbeit bedeutet und haben möglicherweise Befürchtungen oder Vorbehalte. Eine Antrittsrede kann diese beseitigen.

Der Aufbau einer Antrittsrede

Eine Antrittsrede sollte einige wichtige Punkte enthalten. Schließlich geht es bei dieser Form der Rede darum, dass sich eine Person den Zuhörern vorstellt und eine Einordnung zu ihren Funktionen und Aufgaben gibt. Die Zuhörer stehen mit folgenden Fragen vor dem Redner, die während der Rede beantwortet werden sollten:

  • Wer ist die neue Person?
  • Was hat sie vorher gemacht?
  • Weshalb wird sie die neue Position übernehmen?
  • Welche Aufgaben wird sie künftig übernehmen?
  • Was macht die Person aus?
  • Wird sich etwas ändern?
  • Was kommt auf die Mitarbeiter zu?

Einen fesselnden Redeeinstieg finden

mit Worten fesseln

Fesseln Sie Ihre Angestellten schon am Anfang Ihrer Antrittsrede – schaffen Sie Vertrauen und Hoffnung © ASDF_MEDIA – Shutterstock

Wer sind Sie? Zu Beginn einer Antrittsrede sollten Sie sich selber vorstellen. Einige Informationen zur eigenen Person gehören ebenso dazu wie beispielsweise eine Anekdote aus dem eigenen Leben.

  • Gibt es ein Ereignis aus der Vergangenheit, das Sie charakterisiert oder deutlich macht, was Sie antreibt?
  • Haben Sie ein Lebensmotto?
  • Welches Zitat beschreibt Sie am besten?

Mit einem lockeren Spruch, einer persönlichen Anekdote oder einer kleinen Geschichte in die Rede zu starten, schafft Aufmerksamkeit. Zudem ist es authentischer und verrät mehr über Ihre Persönlichkeit als eine rein formelle Begrüßung. Auch der Grund, weshalb Sie nun diese Position bekleiden, sollte erwähnt werden (z. B. Vorgänger im Ruhestand, Vorgänger hat Arbeitgeber gewechselt etc.).

Überlegen Sie sich gut, wie persönlich Sie werden wollen. Nicht in jedem Betrieb sind persönliche Details passend. Hier ist es sinnvoll, sich im Vorfeld über die Gepflogenheiten in der Firma zu informieren. Persönlichkeit zu zeigen schafft zwar immer Nahbarkeit, es kann aber auch angreifbar machen. Hier gilt es abzuwägen.

Die 5 wichtigsten Informationen für den Hauptteil der Rede

1. Werdegang und neue Aufgaben: Knappe Informationen zum bisherigen beruflichen Werdegang gehören ebenso in eine Antrittsrede wie eine Erklärung dazu, welche Position Sie in dem neuen Umfeld bekleiden. Die Zuhörer sollen aus diesen Worten heraus verstehen, für welche Aufgaben und Bereiche „der Neue“ künftig zuständig ist. Auch seine Erfahrungen und Kompetenzen sollten auf diese Weise deutlich werden.

Wenn es um die letzte Arbeitsstelle oder den letzten Arbeitgeber geht, sollten diese nicht negativ dargestellt werden. Im Zuge einer Antrittsrede „nachzutreten“ wirft ein schlechtes Licht auf den Redner und sorgt für einen zweifelhaften ersten Eindruck. Eine kritische Betrachtung des neuen Jobs oder Arbeitgebers ist ebenfalls unangebracht. In der Antrittsrede Firmenpraktiken an den Pranger oder den Teamgeist in Frage zu stellen, kommt nicht gut an. Die Kolleginnen und Kollegen könnten sich fragen, weshalb Sie die Stelle überhaupt angenommen haben.

2. Veränderungen, Versprechungen und Glaubwürdigkeit: Für die Zuhörer ist es besonders spannend zu erfahren, welche Veränderungen der neue Chef oder Vorstand anstrebt. Schließlich könnten eventuelle Änderungen auch sie betreffen. Aber Achtung: In der Antrittsrede anzukündigen, dass sich ab jetzt alles ändert, kann auch negativ aufgefasst werden. Mit großen Ankündigungen sollten Redner daher vorsichtig sein.

Wichtige Änderungen zu verschweigen kann allerdings Misstrauen säen und die Glaubwürdigkeit schmälern. Schon in der Antrittsrede unangenehme Themen wie zum Beispiel Entlassungen anzuschneiden, kann daher unter Umständen passend sein, wenn sie einen Tag später definitiv auf der Agenda stehen. Vielmehr geht es in der Antrittsrede dann darum, dieses Thema so schonend wie möglich anzusprechen.

Wichtig ist, dass leere Versprechungen vermieden werden und Spekulationen oder vage Überlegungen in einer Antrittsrede außen vor bleiben. Bedeutsame Schritte anzukündigen, auf die in den nächsten Wochen nichts folgt, wird ebenfalls zu Unmut im Unternehmen oder im Verein führen.

Erwartungen dürfen durchaus formuliert werden, doch auch hier gilt: Mit Augenmaß. Wer auf Ankündigungen und zu viele Details hinsichtlich seiner neuen Aufgaben verzichtet, kann sich an späterer Stelle nichts ankreiden lassen.

3. Vorbehalte ausräumen und Vertrauen schaffen: Sobald Mitarbeiter von einem neuen Chef erfahren, beginnt häufig das Rätselraten. Wer ist „der Neue“ und welche Veränderungen bringt er wohl in die Abteilung oder die Firma? Falls sein Name schon bekannt ist, werden sehr wahrscheinlich Informationen über Google oder andere Kanäle über die Person eingeholt.

Machen Sie sich daher bei Ihrer Antrittsrede darauf gefasst, dass die Mitarbeiter entweder schon viel über Sie gerätselt haben oder sogar bereits einige Aspekte wissen. Die Antrittsrede kann genutzt werden, um nun Vertrauen für die neue Situation und die neue Person zu schaffen. Eventuelle Vorbehalte können durch ein sympathisches und offenes Auftreten ausgeräumt werden. Auch können Sie deutlich machen, was Sie unter eigenverantwortlichem Arbeiten verstehen und wie Sie eine fruchtbare Zusammenarbeit definieren.

4. Den Vorgänger einbeziehen: Den Vorgänger auf der Position zu erwähnen, wirkt in der Regel positiv und gehört zum guten Ton. Ein Hinweis, dass es nicht leicht wird „künftig in seine Fußstapfen zu treten“ oder dass Sie sich „geehrt fühlen, die verantwortungsvolle Aufgabe nun weiterzuführen“, zeugt von Wertschätzung und Respekt.

Die Vergangenheit und alles was der Vorgänger auf seiner Position erreicht hat zu loben, kann Bestandteil der Antrittsrede sein. Schließlich möchten Sie vermeiden, dass Sie Ihre neuen Mitarbeiter als missachtend wahrnehmen. Machen Sie deutlich, dass an die bisherigen Erfolge des Teams angeknüpft werden soll und dass Sie sich freuen, künftig mit so guten Leuten zu arbeiten.

5. Worauf freuen Sie sich? Formulieren Sie die Herausforderungen der neuen Position und machen Sie Ihre Motivation dafür deutlich. Engagiert und freudig zu wirken, ist sympathischer als der neuen Aufgabe lustlos und ideenlos entgegenzublicken. Wenn die Zuhörer aus der Antrittsrede mit dem Gedanken herausgehen, dass der neue Chef gar keine Lust auf seine neue Aufgabe hat, kann sich das in der zukünftigen Zusammenarbeit zeigen. Denken Sie daran, dass die Antrittsrede Ihren Mitarbeitern im Gedächtnis bleiben und den ersten Eindruck prägen wird.

Zuzugeben, dass Sie in der ersten Zeit noch einige Fragen haben werden und dafür auf die Unterstützung der Mitarbeiter hoffen, wirkt nahbar und ist kein Zeichen von Schwäche. Schließlich ist es normal, dass die ersten Wochen in einem neuen Job noch etwas holprig sein können.

Einen gelungenen Abschluss für die Antrittsrede finden

Redner sollten betonen, dass sie sich auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern freuen. Zudem können Sie die Möglichkeit zu anschließenden Einzelgesprächen anbieten – sofern es passt. Wenn Redner sich generell ansprechbar und zugänglich präsentieren, wirkt das ebenfalls positiv.

Sie sollten sich jedoch nicht zwingend als Ansprechpartner für sämtliche Probleme aller Mitarbeiter präsentieren. Appellieren Sie lieber an die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und positionieren Sie sich als Problemlöser für Situationen, in denen Ihre Mitarbeiter alleine nicht mehr weiterkommen.

Antrittsrede: Kurz und einfach halten

Um auch wirklich alle Zuhörer zu erreichen, sollte die Antrittsrede einfach formuliert sein. Eine komplizierte Sprache, Fremdwörter und Fachbegriffe sind an dieser Stelle weniger gefragt. Wenn die eigene Berufserfahrung oder die letzte Position umrissen werden, sollte dies kurz und knapp erfolgen. Eine lange Abhandlung des eigenen Lebenslaufs kann langweilen oder unpassend wirken.

Auch sind die eigenen Leistungen aus den letzten Jahren nicht zu überhöhen. Im Zuge der Antrittsrede gleich zu betonen, was für ein talentierter, erfolgreicher und engagierter Mitarbeiter man ist, wirkt oft unsympathisch. Falsche Bescheidenheit ist jedoch auch fehl am Platz. Falls Sie künftig eine wichtige Rolle im Betrieb innehaben und viele Entscheidungen treffen werden, kann das auch in der Rede deutlich werden.

5 bis 15 Minuten sind eine gute Dauer für eine Antrittsrede. Wenn der Inhalt, der Rahmen und der künftige Bereich es hergeben, kann die Rede auch länger sein. Gerade in weniger formellen Kontexten, als neuer Leiter eines kleinen Teams oder als neuer Trainer im Verein, sollte die Einstandsrede aber eher kurz ausfallen. Die Länge und Art der Antrittsrede kann auch etwas über den künftigen Führungsstil aussagen. Kurz und pointiert wirkt immer besser als langatmig und schleppend.

Mit Natürlichkeit und Persönlichkeit punkten

Wer in seiner Antrittsrede natürlich und authentisch ist, gewinnt die meisten Sympathien. Zum Beispiel eine leichte Nervosität bei der Ansprache auszustrahlen, ist nicht zwingend ein Zeichen von Schwäche. Es kann sogar sympathisch wirken. Die eigene Unsicherheit in Bezug auf die neuen Herausforderungen auszudrücken, ist absolut legitim. Niemand kann auf einer neuen Position in einem komplett neuen Umfeld vom ersten Tag an perfekt sein.

Persönlichkeit zu zeigen, etwa durch persönliche Anekdoten oder die Darstellung des eigenen Werdegangs, wird positiv aufgefasst und kann den Grundstein für eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung legen.

Wer verbindende Elemente zwischen sich und den neuen Kollegen findet, kann diese einbauen. Je mehr sich die Zuhörer mit dem Redner identifizieren können, desto mehr werden sie ihm vertrauen und ihn mögen. Humor kann diese Verbindung noch unterstreichen.

Beispiele:

  • Verfallen Sie während Ihrer Rede kurzzeitig in den örtlichen Dialekt.
  • Gehen Sie auf eine typische Eigenheit der Region ein (wohlwollend!) und betonen Sie Ihre Sympathie dafür.
  • Erwähnen Sie etwas, das die Firma auszeichnet und das Sie sehr schätzen.

Antrittsrede für einen neuen Kollegen halten

Unter Umständen werden andere Mitarbeiter oder Mitglieder gebeten, einen neuen Mitarbeiter, eine neue Fürhungskraft oder einen neuen Vereinsvorstand einzuführen. Sie sollten dafür in Erfahrung bringen, wer der neue Kollege ist, wo er vorher gearbeitet hat und welche Aufgaben er nun übernehmen wird. Falls nicht viel über den neuen Kollegen bekannt ist, sollten Sie nur auf seine künftigen Aufgaben im Betrieb eingehen und dann das Wort an ihn weitergeben.

Falls der neue Mitarbeiter unsicher ist, kann man die Nervosität mit ein paar simplen Mitteln abbauen:

  • Auf eine lockere Sprache in der Vorstellung achten.
  • Den Mitarbeiter mehrfach mit Namen ansprechen und so die Distanz verringern.
  • Einen lustigen Spruch oder Witz einbauen, sodass die Stimmung durch Lachen aufgelockert wird.

Auf keinen Fall sollte man den neuen Mitarbeiter verunsichern.

Folgende Sätze haben in der Antrittsrede für einen neuen Kollegen nichts verloren:

„Herr Meier tritt in die sehr großen Fußstapfen von Frau Schmidt und wir sind gespannt, ob er es genauso gut macht, wie sie.“

„An die Leistung von Frau Schmidt heranzureichen wird schwierig, aber wir wünschen Ihnen trotzdem viel Erfolg, Herr Meier.“

Der Tenor sollte positiv, motivierend und wohlwollend sein.

Wenn der neue Mitarbeiter bereits im Betrieb ist, kann er Rücksprache mit demjenigen halten, der ihn vorstellen soll. Beide können klären, welche Punkte am besten in die Rede einzubauen sind und wie der neue Kollege vorgestellt werden möchte.

Antrittsrede: Frei oder mit Manuskript?

Antrittsrede Manuskript

Bereiten Sie sich ein Manuspript vor, tragen Sie die Antrittsrede jedoch frei vor © Lamai Prasitsuwan – Shutterstock

Eine Antrittsrede sollte frei vorgetragen werden. Dafür ist es wichtig, die Rede gründlich vorzubereiten und sie einzuüben. Freunde und Familie können nach einer Redeprobe eine Rückmeldung geben und Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Wer unsicher ist, kann sich Stichwörter notieren, um während des Vortrags nichts zu vergessen. Je freier und lockerer eine Rede vorgetragen wird, desto flotter und motivierter wirkt der neue Chef, Trainer oder Vorstand. Eine abgelesen Rede spricht für wenig Dynamik und könnte Zweifel an der Kompetenz aufkommen lassen. Mit einer frei vorgetragenen und interessanten Rede verschaffen Sie sich gleich zu Beginn Respekt.

Was gilt für die Gestik?

Die Körpersprache sollte dem Inhalt der Rede angepasst sein. Wer sich offen und zugänglich präsentieren möchte, sollte das in seiner Gestik widergeben. Weit geöffnete Arme, ein freundlicher Gesichtsausdruck und ein häufiges Lächeln oder Lachen spiegeln die Botschaft wider.

Eigene Inhalte finden

Verzichten Sie auf vorgefertigte Reden – nutzen Sie diese höchstens zur Inspiration. Passen Sie sie immer an ihre persönliche Situation, Ihre Person und die neue Position an. Noch besser ist, wenn Sie Ihre Rede von vornherein selber aufbauen. So wirkt sie am Glaubwürdigsten und Persönlichsten.

Zusammenfassung: Antrittsreden, die überzeugen

Eine überzeugende Antrittsrede benötigt eine gründliche Vorbereitung. Schließlich legt sie den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit und prägt den ersten Eindruck einer Person. Sie kann sich in einer Antrittsrede vorstellen, ihre Motivation und ihre Erwartungen deutlich machen und die Zuhörer direkt auf ihre Seite ziehen. Auch der Rahmen, in dem die Rede gehalten wird, sollte berücksichtigt werden.

Je authentischer die Rede ist, desto besser fassen die Zuhörer sie auf. Persönliche Anekdoten, Meilensteine aus dem eigenen Lebenslauf und die Formulierung der Ziele für die Zusammenarbeit sind wichtige Bestandteile einer Antrittsrede. Sie sollte kurz und treffend sein und im besten Fall nicht abgelesen werden.

Wer gebeten wird, eine Antrittsrede für einen Kollegen zu halten, sollte sich mit ihm absprechen. So können Missverständnisse vermieden werden.

Redaktion redenwelt.de

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