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Rhetorik-Tipps

Die Klimax: Das rhetorische Mittel der Steigerung in der Rede

Rhetorische Stilmittel, ob Metapher, Alliterationen, Anapher, Epipher oder Antithese sind im täglichen Sprachgebrauch allgegenwärtig und fließen meistens sogar unbewusst in Gespräche ein. Auch eine Rede lässt sich durch den gezielten Einsatz von rhetorischen Mitteln interessanter und dynamischer gestalten. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit des Publikums zu erlangen – mittels der Klimax-, den Zuhörern die eigenen Argumente nahezubringen und sie zudem zu unterhalten.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie die Klimax (dt. Steigerung) richtig in Ihre Rede integrieren können und welche Wirkungen Sie mit diesem Stilmittel beim Publikum erzielen. Lesen Sie außerdem, wie unterschiedlich sich die Klimax einsetzen lässt und welche anderen rhetorischen Mittel perfekt mit der Steigerung harmonieren.

Die Klimax – das rhetorische Mittel der Steigerung

Stilmittel geben Ihrer Rede eine gute Basis, um Ihre sprachliche Kompetenz zu beweisen. Es ist wichtig, die eigene Position zu stärken und die Zuhörer zu überzeugen, sodass diese das Gesagte im Gedächtnis behalten. Rhetorische Mittel können auf unterschiedliche Weise Dynamik und Betonungen schaffen – so auch die Klimax – oder gar Bildwelten eröffnen durch Metaphern.

Die Klimax gehört unter den Stilmitteln zu den Figuren der identischen oder wörtlichen Wiederholung. Sie wird zudem zu den Gedankenfiguren gezählt, da sie zum anhaltenden Nachdenken animiert. Das Wort Klimax leitet sich aus dem Altgriechischen (κλίμαξ, klimax) ab und lässt sich mit Treppe, Leiter oder Stufe übersetzen. Die Übersetzung deutet bereits darauf hin, welche Aspekte dieses rhetorische Stilmittel ausmachen.

Bei der Klimax handelt es sich um eine Reihung von Wörtern oder Sätzen, die eine steigende Aussageintensität aufweisen. Es findet sich dabei eine stufenartige Steigerung vom schwächsten Ausdruck bis hin zum stärksten. Sprich: vom Allgemeinen zum Besonderen oder vom weniger Wichtigen zum Wichtigsten.

Die Klimax in der Rede: Prominente Beispiele

Stufenaufbau der Klimax

Steigerung der Klimax: Heute back’ ich, morgen brau’ ich, übermorgen hol’ ich der Königin ihr Kind © Macrovector – Shutterstock

Die Steigerung erfolgt meistens dreigliedrig, das Stilmittel besteht somit mindestens aus drei Elementen. Entscheidend bei der Gedankenfigur ist der stufenartige Aufbau. Eine Möglichkeit besteht darin, die Klimax zu nutzen, um eine Intensivierung der Handlung zu verdeutlichen.

Beispiele:

  1. Heute back’ ich, morgen brau’ ich, übermorgen hol’ ich der Königin ihr Kind.
  2. Veni, vidi, vici (Ich kam, sah und siegte!)
  3. Er weint, er ist bezwungen, er ist unser!
  4. Wir gingen, liefen, überschlugen uns fast.

Die Beispiele zeigen, dass meistens Verben die Handlungen intensivieren, indem sie in ihrem Rhythmus gesteigert werden. Auch möglich: Der Ausdruck an sich wird durch ein semantisch wirkungsintensiveres Wort erhöht, sodass sich auch die Thematik zuspitzt.

Darüber hinaus kann die Klimax eine räumliche Vergrößerung symbolisieren. In diesem Fall wird das Kleinste zum Größten gesteigert. Dabei kann es sich sowohl um geografische Relationen, als auch die Steigerung von Gegenständen handeln.

Beispiele:

  1. Die Stadt, das Land und dann die ganze Welt.
  2. Meine Hütte, mein Haus, mein Schloss.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, mit dem Gebrauch einer Klimax die Dauer oder zeitliche Steigerungen zu verdeutlichen und damit temporale Betonungen zu setzen.

Beispiele:

  1. Tage, Wochen, Monate vergingen.
  2. Ich möchte nicht nur ein paar Monate mit dir verbringen, auch nicht ein paar Jahre, ich will mein ganzes Leben mit dir verbringen.

Anhand der unterschiedlichen Beispiele wird deutlich, dass die Klimax zumeist eine dreigliedrige Steigerung von Worten oder Sätzen ist, die das Gesagte betont und zuspitzt. Im folgenden Absatz wird gezeigt, dass das rhetorische Stilmittel bereits in der Antike Verwendung fand und zumeist erst in Verbindung mit anderen Stilmitteln ihre volle Wirkung entfaltete.

Die Klimax in der antiken Rhetorik

Das Ziel der antiken Redekunst bestand darin, die Zuhörer gleichermaßen zu belehren, zu unterhalten und zu bewegen. Dies sollte vor allem dadurch bewerkstelligt werden, dass der Rhetoriker seine Rede mit sprachlichen Mitteln versah, um den Redestoff in eine anspruchsvolle Form zu bringen. Hierfür schätzten die Redner schon in der Antike die Wirkung der Drillingsformel, die sich in unterschiedlichen Ausprägungen zeigt.

Das Trikolon ­– das harmonische Stilmittel

Der Begriff Trikolon bezeichnet ein Satzgefüge, welches aus drei rhythmischen Sprecheinheiten besteht, die inhaltlich zusammengehören, aber durch Sprechpausen getrennt werden. Kola, die Mehrzahl von Kolon (dt. Glied), entstehen durch Atempausen, die den Sprechakt rhythmisieren.

Demnach kann man das Trikolon als einen dreigliedrigen Satz verstehen, bei dem die drei gleich langen oder gleich aufgebauten Teile eine semantische Einheit bilden. Das zeigt auch das folgende Beispiel:

Ich sitze, ich lese, ich denke!

Das Stilmittel des Trikolons wird häufig mit anderen Wortfiguren, insbesondere der Wiederholung, kombiniert, die die Aneinanderreihung betonen. So tritt das Trikolon im Beispiel in Verbindung mit einer Anapher (hier das wiederholte „ich“ in jedem Satzglied) und einem Höhepunkt, der Klimax, auf, um die inhaltliche Aussage zu potenzieren.

Das rhetorische Stilmittel der Klimax wird im Beispiel anhand der potenzierten Verinnerlichung der Aktivitäten von sitzen, lesen und denken erkennbar. Nicht jedes Trikolon muss steigernd angeordnet sein. Wenn dieser Sonderfall aber eintritt, nennt man ihn Trikolon in membris crescentibus.

Ein Trikolon kann durch die prägnante Kürze die Wirkung eindringlich betonen. Zudem gibt es dem Satz durch den aufzählenden Charakter eine besondere Dynamik, wodurch die Aussage vollständig und abgerundet erscheint.

Die Gradatio – eine komplexe, aber effektive Stilfigur

Die Klimax wird in der Rhetorik zudem als Gradatio bezeichnet, der lateinische Begriff für Steigerung. Die Gradatio umfasst immer die Verbindung von Klimax und Anadiplose.

In der Antike wird unter dem Begriff Klimax eine besondere Form der Steigerung verstanden, bei der das rhetorische Mittel mit der Anadiplose, griechisch (ἀναδίπλωσις anadíplōsis) „Wiederholung“ oder „Verdoppelung“, verbunden wird.

Die Anadiplose, auch Reduplicatio genannt, ist eine Figur, bei der das Wort am Schluss eines Satzteils oder eines Verses zu Beginn des folgenden Satzteils oder Verses wiederholt wird. Dies dient dazu, Gedanken fortzuführen und zu betonen.

Bei der Verbindung von Klimax und Anadiplose wird der Ausdruck somit sowohl wiederholt als auch gesteigert. Das veranschaulicht auch das folgende Beispiel aus Paulus Brief an die Römer.

Beispiel:

Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale,

dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringt;

Geduld aber bringt Erfahrung;

Erfahrung aber bringt Hoffnung;

Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden.

Das Beispiel zeigt eine inhaltliche Steigerung der Substantive von Trübsal über Geduld und Erfahrung bis hin zu Hoffnung. Die Wiederholungen im anschließenden Satzteil betonen sie zusätzlich.

Eine Zusammenfassung der rhetorischen Mittel aus der Familie der Klimax:

Rhetorisches MittelCharakteristikum
KlimaxReihung von Wörtern/Satzteilen mit steigender Aussageintensität
DikolonSatzgefüge aus zwei rhythmischen Sprecheinheiten
TrikolonSatzgefüge aus drei rhythmischen Sprecheinheiten
TetrakolonSatzgefüge aus vier rhythmischen Sprecheinheiten
GradatioVerbindung von Klimax und Anadiplose
Trikolon in membris crescentibusTrikolon mit gesteigerter Aussageintensität
  • Rhetorisches MittelKlimax

    CharakteristikumReihung von Wörtern/Satzteilen mit steigender Aussageintensität

  • Rhetorisches MittelDikolon

    CharakteristikumSatzgefüge aus zwei rhythmischen Sprecheinheiten

  • Rhetorisches MittelTrikolon

    CharakteristikumSatzgefüge aus drei rhythmischen Sprecheinheiten

  • Rhetorisches MittelTetrakolon

    CharakteristikumSatzgefüge aus vier rhythmischen Sprecheinheiten

  • Rhetorisches MittelGradatio

    CharakteristikumVerbindung von Klimax und Anadiplose

  • Rhetorisches MittelTrikolon in membris crescentibus

    CharakteristikumTrikolon mit gesteigerter Aussageintensität

Eine gelungene Rede mit einem Höhepunkt

Bei einer gelungenen Rede ist es wichtig, die richtigen Argumente zu wählen und das Publikum zu überzeugen. Gleichzeitig muss der Redner aber auch auf einen lebendigen Ton achten, der begeistert und unterhält. Wenn rhetorische Mittel richtig eingesetzt werden, können sie die Rede dynamisieren und zudem Betonungen setzen, mit denen Sie sich die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer sichern.

Die Klimax ist ein rhetorisches Mittel, welches sich einfach in die Rede integrieren lässt. So können Sie ihre Position geschickt und originell stärken.

Der effektive Einsatz: Die Klimax in der Rede

Mit der Klimax können Sie in Ihrer Rede thematische oder strukturelle Höhepunkte setzen, die ihren Hauptkonflikt in der Rede widerspiegeln. Sie sind bei diesem rhetorischen Stilmittel sehr flexibel, da es sich für viele verschiedene Sachverhalte nutzen lässt: Steigerung vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Kleinsten zum Größten und vom Niedrigsten bis zum Höchsten.

Oftmals sind drei Wörter das perfekte Maß für eine Klimax, da man sie einfacher erkennt und sie ihre Wirkung unmittelbar entfalten können:

  • Eine Klimax klingt mit drei Sprecheinheiten harmonisch und abgeschlossen, sodass Betonungen einfacher fallen.
  • Das Publikum kann sich die Figur aufgrund ihrer Prägnanz einfacher einprägen. Auf diese Weise erscheinen die Inhalte unmittelbarer und werden nachhaltig im Gedächtnis verankert.
  • Ein Höhepunkt mit einer dreigliedrigen stufenartigen Steigerung bedient sich außerdem den grammatikalischen Regeln der Steigerung. Er wird somit in der Wirkung potenziert, ähnlich dem Drilling „gut, besser, am besten“.

Achten Sie darauf, dass nicht nur die inhaltliche Steigerung passt, sondern auch der Klang und der Rhythmus stimmen. Hören sich die einzelnen Wörter, aber auch ihr Zusammenspiel in der Figur der Klimax harmonisch an?

Häufig ist es ratsam, die Wörter nach ihrer Silbenzahl anzuordnen, da dies stimmiger klingt. Die antiken Rhetoriker bezeichneten dies als das Gesetz der steigenden Glieder.

Beispiel:

  1. Toll, super, genial! Und im Vergleich: 2. Super, genial, toll!

Das Beispiel zeigt, dass der erste Satz, in dem die Reihung nach der aufsteigenden Anzahl der Silben erfolgt, deutlich harmonischer wirkt, als die gereihten Wörter im zweiten Satz.

Klasse statt Masse: Die Steigerung in der Rhetorik

Es ist ratsam, das rhetorische Mittel der Klimax nur mit Bedacht anzuwenden und nicht im Übermaß. Dies würde dem rhetorischen Mittel seine Wirkung nehmen und die Zuhörer verwirren, wodurch die Rede unstrukturiert wirkt.

Außerdem sollten Sie eine Klimax nur dann verwenden, wenn diese verständlich ist und das Publikum leicht hinter die Bedeutung des Stilmittels kommt. Sonst kann es passieren, dass sich die Zuhörer daran aufhalten und Ihren Ausführungen nicht mehr folgen können. Das Potenzial der Klimax geht verloren, da das sprachliche Mittel Verwirrung und Missverständnis erzeugt.

Wenn Sie die Klimax nicht als einzelne rhetorische Figur nutzen möchten, können Sie auch Ihre gesamte Rede nach einem klimatischen Verlauf aufbauen, indem Sie Ihre Argumente bis zum Ende hin steigern. Sie können zudem nach einem dreigliedrigen Aufbau vorgehen, indem Sie ihre Rede in drei Abschnitte teilen und diese dann mit einer stufenartigen Steigerung versehen.

Warum eine Klimax Ihrer Rede die nötige Spannung gibt

Sie können die Klimax nutzen, um den Inhalt Ihrer Rede und ihre Argumente zunehmend zu steigern. Dies ist besonders sinnvoll, wenn Sie die Klimax in einer Überzeugungsrede einbauen möchten, um ihre Zuhörer für Ihren Standpunkt zu gewinnen. Fangen Sie also mit ihrem schwächsten Argument an, arbeiten Sie sich langsam mit immer gesteigerten Argumenten vor, bis Sie mit Ihrem stärksten Argument den finalen Höhepunkt setzen.

Dynamik und Struktur

Neben der inhaltlichen Steigerung bringt das rhetorische Mittel zudem eine dynamische Struktur und Dramatik, da Sie den Inhalt Ihrer Rede mit einer Klimax zuspitzen können. Somit erzeugen Sie Spannung beim Publikum, welches dann gebannt auf den Höhepunkt der Rede oder eine Erkenntnis wartet.

Es ist auch möglich, mithilfe einer Klimax einen Wendepunkt in Ihrer Rede zu gestalten, da Sie Spannung und einen inhaltlichen Höhepunkt aufbauen, der im Fortgang eine Umkehrung erhält. Das Thema kann somit aus der gegensätzlichen Perspektive beleuchtet werden, wodurch Sie die Basis für eine runde Argumentation schaffen.

Aufmerksamkeit erregen

Auch gewinnen Sie mit einer innovativen und einfallsreichen Klimax schnell die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer wieder. Der Einsatz ist gerade dann sinnvoll, wenn Sie befürchten, dass Ihre Rede an manchen Punkten an Dynamik verliert und Sie Ihr Publikum wieder in den Bann ziehen möchten.

Zudem können Sie mit der Anordnung eines Trikolons eine Vollständigkeit und Fülle assoziieren, obwohl dies nicht der Fall ist, beispielsweise wenn Ihnen Argumente oder Beweise fehlen. Mit dem Gebrauch einer Klimax werten Sie Satzteile zusätzlich auf und können auch vermeintlich unbedeutenden Aspekten eine Betonung verleihen.

Der Einsatz von rhetorischen Mitteln – die antiken Rhetoriker nannten es sogar Sprachschmuck – verleiht Ihrer Rede also das besondere Etwas und wertet die Sprache erheblich auf. Mit dem gezielten und richtigen Gebrauch einer Klimax zeigen Sie Ihre sprachliche Gewandtheit und lassen Ihre Rede einzigartig erscheinen.

Fazit: Die Wirkung der Klimax

Nicht nur im schriftlichen Gebrauch, sondern auch im Rahmen einer Rede, bietet die Klimax demnach zahlreiche Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten. Das liegt nicht zuletzt an ihrer Vielseitigkeit. So wohnen der Steigerung verschiedene Eigenschaften bzw. Wirkungen inne:

  • Spannende und eindringliche Gestaltung des Gesagten
  • Dreigliedrige Struktur ist eingängig und ermöglicht präzises Formulieren
  • Die Steigerung verstärkt die Aussageintensität

Wird die Klimax richtig eingesetzt, hat sie das Potenzial, den Inhalt der Rede zu unterstreichen und den Ausführungen eine harmonische Note zu verleihen. Doch auch das Gegenteil der Klimax, die Antiklimax, erweist sich als geschätzter Sprachschmuck.

Die Stilmittel Klimax und Antiklimax im Vergleich

Das Stilmittel der Klimax hat in der Rhetorik ein Gegenstück – die Antiklimax. Das Präfix „Anti-“ bedeutet „Gegen“ und unterstreicht somit bereits im Hinblick auf die Terminologie den gegensätzlichen Charakter der rhetorischen Figur. Die steigernde Bewegung der Klimax wird umgekehrt.

Das bedeutet: Auch die Antiklimax weist meistens drei Glieder auf – nur werden diese stufenartig reduziert. Die Reduktion umfasst ein Abnehmen der Bedeutsamkeit oder der Größe in einer herabfallenden Bewegung.

Beispiele:

  1. Hund, Katze, Maus.
  2. Es waren Könige, Edelleute und das gemeine Volk geladen.
  3. Die Welt, das Land und die Stadt.

Anhand der Beispiele lässt sich erkennen, dass man bei der Antiklimax sowohl die Bedeutsamkeit reduzieren als auch die Räumlichkeit verkleinern kann.

Auch das rhetorische Stilmittel der Antiklimax wirkt sich verstärkend auf die Wirkung des Satzes aus, setzt Betonungen und animiert die Zuhörer zur Aufmerksamkeit. Zudem lässt sich das Publikum durch die fortschreitende Herabstufung in eine Richtung lenken. Unter Umständen ist es auch die Intention des Redners, eine (Rück-)Entwicklung anzudeuten. Nutzen und Einsatz der Antiklimax sind demnach vergleichbar mit den Charakteristika der Klimax.

Kleiner Exkurs: Die Klimax in der Werbung

Klimax in der Werbung

Die Klimax in der Werbung – Beispiel Sprite „Spritzig. Sprite“ © DenisMArt – Shutterstock

Die Klimax ist nicht nur ein starkes sprachliches Mittel in einer Rede, sondern wird auch häufig in der Werbung genutzt, um die Aufmerksamkeit der potenziellen Kunden zu erlangen. Die einfachen und meist präzisen Formulierungen prägen sich schnell beim Rezipienten ein und animieren ihn bestenfalls zum Kauf des Produktes.

Beispiele:

  1. Better. Burger King.
  2. Spritzig. Sprite.
  3. Praktisch. Gut. (Ritter Sport)
  4. Besser. Paulaner.
  5. Pur. Echt. (Beck`s)

An den Beispielen zeigt sich, dass an der Stelle des Superlativs oft der Markenname steht. Zudem wird die Klimax in vielen Fällen nur von drei Wörtern bestimmt. Häufig werden auch die Anfangsbuchstaben wiederholt, um die Einprägsamkeit zusätzlich zu erhöhen. Wie eingangs dargelegt, findet sich eine solche Kombination von Klimax und Anapher nicht nur in der Werbung, sondern auch in der Rede.

Generell weisen Werbung und Rhetorik wesentliche Parallelen auf, was die Intention hinter dem Gesagten betrifft. Es geht darum, eine (Werbe-)Botschaft möglichst eindringlich zu formulieren, um sie der Zielgruppe leicht zugänglich zu machen.

Durch den geschickten, gezielten und zugleich sparsamen Einsatz einer Klimax gelingt es dem Redner ebenfalls, die Kernaussage seiner Rede einprägsam und nachhaltig zu vermitteln – ganz egal, ob es nun um eine politische Rede, eine Rede zur puren Unterhaltung oder schlichte Grußworte geht.

Redaktion redenwelt.de

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