So spielen Sie mit der 7 in Ihrer Rede
Die Sieben: die magische Zahl
Die Sieben hat oft eine magische, geheimnisvolle Bedeutung. In der Bibel und im Orient gilt die Sieben als "heilige Zahl". Am siebten Schöpfungstag hat Gott sich ausgeruht; am siebten Tag der Woche machen wir es dem Schöpfer nach - am "heiligen" Sonntag ist Ruhe.
Während im orientalischen Kulturkreis die Sieben als "heilige" Zahl galt, war bei den Germanen die Neun "heilig" - als Produkt aus "drei mal drei". Die Auseinandersetzung gewann die Sieben im 17 Jahrhundert. So wurden z. B. aus den ehedem "Neun Schwaben" die heute bekannten "Sieben Schwaben".
Die besondere Bedeutung der Sieben
In Mythologie und Religion: Die alten Ägypter verehrten sieben Götter. Bei den alten Griechen galt ein im siebenten Schwangerschaftsmonat geborenes Kind als lebensfähig, ein im achten geborenes dagegen nicht. Ein Kreis griechischer Philosophen im 4. Jh. v. Chr. nannte sich "Sieben Weise". Die Fastenzeit dauert sieben Wochen.
Alte Volksweisheit oder Bauernregel: "Wenn der Siebenschläfertag (27 Juni) ein Regentag ist, regnet es sieben Wochen lang."
Die Sieben Weltwunder: das Kultbild des Zeus in Olympia, die Hängenden Gärten der Semiramis, der Leuchtturm von Alexandria, das Mausoleum von Halikarnassos, die ägyptischen Pyramiden, der Koloß von Rhodos, der Artemistempel in Ephesos.
Im Märchen: "Schneewittchen" lebte bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen. "Der Wolf und die sieben Geißlein", "Die Sieben Raben", "Die sieben Schwäne". Das tapfere Schneiderlein erlegte "Sieben auf einen Streich", und der kleine Däumling war mit seinen "Siebenmeilenstiefeln" nicht zu schlagen.
In Film und Schlager: Unvergessen sind "Die sieben Samurai" des Japaners Akira Kurosawa, James Bond ist nicht 006 sondern 007 und "Die glorreichen Sieben" reiten auch heute noch im Western von gestern. Im Schlager heißt es "Über sieben Brücken mußt du geh'n" oder "Sieben mal in der Woche
möcht' ich ausgeh'n".
In der Astronomie: jede der vier Mondphasen beträgt sieben Tage; die Umlaufbahn des Mondes zählt im Februar viermal sieben Tage.
Die Sieben als "vollkommene" Zahl
Augustinus begründete die Vollkommenheit der Sieben damit, daß sie die Summe aus der ersten geraden und zugleich teilbaren Zahl (vier) und der ersten ungeraden und zugleich unteilbaren Zahl (drei) bildet.
Bei den Babyloniern galt die Sieben als "vollkommene Maßzahl" und stellte ein Grundmaß für ihre astronomischen und architektonischen Berechnungen dar.
Nach islamischer Vorstellung ist der "Siebente Himmel" der oberste und vollkommene Himmel, den Mohammed auf seiner legendären Himmelfahrt erreicht haben soll.
Wer sich nach unserer Vorstellung im "Siebenten Himmel" wähnt, heißt nicht zwingend Mohammed und ist auch nicht zwingend heilig, sondern vermutlich verliebt.
Sechs Richtige mit Zusatzzahl (= sieben Richtige) ergeben den Hauptgewinn im Lotto.
Wörter und Redewendungen mit Sieben
Siebengebirge, Siebenbürgen, Sieben Hügel von Rom, Siebenstromland, Siebengestirn (das Sternbild der Plejaden), Sieben ähriger Krieg, Sieben Freie Künste (Grammatik, Rhetorik (!), Dialektik, Arithmetik, Musik, Geometrie und Astronomie).
"Das geht mit Siebenmeilenstiefeln voran" geht schnell voran, macht große Fortschritte. "Ziehen wir die Siebenmeilenstiefel an" dann nähern wir uns unserem Ziel mit Riesenschritten.
"Damit sind wir (den anderen) um Meilen voraus" (den anderen weit überlegen sein, kaum noch einzuholen).
"Ich packe jetzt meine Siebensachen - und komme zum Ende meiner Rede"
Geradezu sprichwörtlich ist der "Siebenschläfer" = Langschläfer, benannt nach dem zu den Schlafmäusen gehörenden Nagetier.
"Ein Buch mit sieben Siegeln" = etwas, das einem verschlossen, unverständlich ist.
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Februar
07
Heute vor
200 Jahren
Charles Dickens, eigentlich Charles John Huffam Dickens, englischer Schriftsteller, erblickt in Landport (England) das Licht der Welt. Zu seinen Hauptwerken gehören „Oliver Twist“ (1838), „David Copperfield“ (1849/1851) und „Eine Weihnachtsgeschichte“ (1843). [weiterlesen] »
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