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Rhetorik-Tipps

Welche Strategien einem Blackout in der Rede wirkungsvoll vorbeugen

Nahezu jeder noch so geübte Redner hat es schon einmal erlebt. Bei einem Vortrag oder einer Rede vor Publikum oder im beruflichen Bereich im Rahmen einer Präsentation verliert man von einem Moment auf den anderen den roten Faden. Die Folgen sind ein unvorteilhaftes Erröten, Angst und das Gefühl, dass das Denken blockiert ist. Statt mit der gewohnten rhetorischen Professionalität zu sprechen, fehlen ohne Vorwarnung die Worte und Gedanken. Eine kleine Pause dehnt sich gefühlt zu einer Ewigkeit aus, die Hände werden schweißnass und die Situation droht peinlich zu werden. So oder so ähnlich verläuft ein Blackout in der Rede, wenn eine Situation entsteht, bei der man als Redner glaubt, diese nicht mehr kontrollieren zu können. In solch einem Fall kann bereits ein einfaches Wort oder ein Satz zu einer Qual werden.

Was große Redner zum Thema Blackout sagen!

Marcus Tullius Cicero

Auch große Redner wie Marcus Tullius Cicero kennen die Situation mit dem Blackout © Sergio Monti Photography – Shutterstock

Haben Sie bereits einen Blackout in der Rede erlebt, sind Sie in guter Gesellschaft. Auch die erfahrensten Referenten und Präsentatoren kennen ihn. So war der große Redner und Schriftsteller Mark Twain offensichtlich mit dem Blackout vertraut, denn er bemerkte: „Das Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Augenblick der Geburt bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.“ Und der berühmte Redner und Philosoph Marcus Tullius Cicero fragte vor fast 2.000 Jahren im antiken Rom: „Wo ist der Redner, der im Augenblick, da er spricht, nicht gefühlt hätte, wie sich sein Haar sträubte und sein Gebein erstarrte? “

Da jederzeit Blackout-Situationen bei Reden oder Präsentationen entstehen können, bei denen passende Worte fehlen, eine Formulierung verunglückt, oder der rote Faden reißt, benötigt jeder Redner einfache Strategien und Hilfestellungen, die die persönliche Angst vor einem Blackout mindern. Gerade vor dem Hintergrund von Lampenfieber, Stress oder einer ungewohnten beruflichen Situation, in den man vor einem unbekannten Publikum spricht, ist es entscheidend, Methoden zu kennen und Tipps schnell und gradlinig anwenden zu können. Vor allem die folgenden Fragen verdienen die Aufmerksamkeit aller Redner und Präsentatoren:

  • Wie kann man sich gedanklich auf einen Blackout vorbereiten, bevor er entsteht?
  • Warum ist eine gute fachliche Vorbereitung essenziell?
  • Welche erprobten Blackout-Strategien helfen nachweislich und geben Sicherheit?

Wie man sich gedanklich auf einen Blackout vorbereiten kann

Es kann schnell passieren, dass man als Redner den roten Faden verliert und Gedanken und Worte nicht mehr präsent sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig und können zum Beispiel beim Redner, seinen Ausführungen oder auch bei äußeren Rahmenbedingungen zu suchen sein. Um in einem solchen Fall souverän aufzutreten und die Situation vor den Zuhörern zu überspielen, hilft es, sich gedanklich explizit auf einen Blackout vorzubereiten. Einen Blackout wirksam abzuwehren ist in vielen Fällen vor allem eine Sache des Kopfes und der eigenen Willensstärke.

Abseits von der inhaltlichen Vorbereitung geht es hierbei vor allem um das persönliche „Mind-Setting.“ Anders ausgedrückt hilft die zielgerichtete Konzentration auf einen möglichen Blackout dabei, diesen abzuwehren oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für einen Blackout bei einem Vortrag oder einer Präsentation ist Lampenfieber.

Lampenfieber zeigt Achtung vor dem Publikum

Lampenfieber ist nicht schädlich, sondern für Redner wichtig und aus psychologischer Sicht absolut normal. Gleichzeitig zeigt Aufregung an, dass man die Situation und die Zuschauer ernstnimmt und Achtung vor seinem Publikum hat. Der berühmte deutsche Showmaster Dieter Thomas Heck sagte vor Jahren: „Lampenfieber ist nichts anderes als Achtung vor dem Publikum.“ Lampenfieber und Angst vor einem Vortrag treten gewöhnlich auf, da es für keinen Menschen normal ist, vor einem Publikum zu sprechen. Für viele Referenten ist allein die Vorstellung, in Hunderte von Augenpaaren zu blicken, gewöhnungsbedürftig. Automatisch schüttet der Körper aus diesem Grund Stresshormone aus, die dafür sorgen, dass wir schweißnasse Hände bekommen, erröten oder nicht die richtigen Worte finden. Durch die Beschleunigung des Herzschlags und die Steigerung des Blutdrucks beginnen Redner am gesamten Körper zu schwitzen und schütten Adrenalin aus. In vielen Fällen ist komplexes Denken nicht oder nur noch schwerlich möglich und die Gedanken verschwimmen.

Eine wirksame Strategie gegen krankhaftes Lampenfieber und eine äußerst wichtige Art der Vorbereitung auf einen möglichen Blackout in einer Rede ist das Wissen um diese körperlichen Mechanismen. Neben der Möglichkeit, sich durch Entspannungsübungen oder angenehme Musik zu entkrampfen, hilft es geübten Rednern, sich Situationen oder Momente ins Gedächtnis zu rufen, in denen Sie bei einer Rede oder einer Präsentation brilliert haben. Bereits das Erinnern an solche Situationen im Kopf vermindert den Stress und steigert das Selbstbewusstsein. Es unterstützt Redner zukunftsorientiert zu denken, nicht den „Worst Case“ anzunehmen. Gehen Vortragende in dieser Weise vor, schauen sie positiv und realistisch nach vorne und machen sich die eigenen rhetorischen Stärken bewusst.

Wenn Redner zusätzlich für sich persönlich nachvollziehen, welche Anlässe oder Impulse die Angst oder das Lampenfieber verstärken, können sie wirksame Strategien entwickeln, um Panik oder ein Angstgefühl zu Beginn im Kopf im Keim zu ersticken. Lampenfieber oder Aufregung ist im Gegensatz zu Ängsten eine natürliche Reaktion und kann nicht bewusst eliminiert werden. Lampenfieber kann für Redner erfahrungsgemäß positive Effekte haben, die fokussierend oder belebend wirken.

Gründe für Ängste oder Panik vor einem Auftritt sowie geeignete Maßnahmen

GrundAusprägungMaßnahme
Angst vor peinlichen SituationenAngst, das eigene Gesicht zu verlieren, nicht gut genug zu sein, Schwächen zu zeigen.Sehr gute mentale und fachliche Vorbereitung. Zudem Übung und Training zur eigenen Wirkung vor Zuhörern.
Angst vor AblehnungAngst durch einen Blackout Anerkennung beim Publikum zu verlieren, kritisiert zu werden oder eine schlechte Bewertung zu bekommen.Sehr gute Vorbereitung. Überlegung, was dem Publikum oder Vorgesetzten wirklich wichtig ist. Anker im Manuskript die Sicherheit geben.
Angst vor KonsequenzenAusmalen, welche persönlichen oder beruflichen Konsequenzen ein Blackout hätte. Überreaktion in Bezug auf Umfang von Konsequenzen.Realistische Betrachtung und Bewusstmachen der eigenen Stärken. Zudem sehr gute mentale und fachliche Vorbereitung.
  • GrundAngst vor peinlichen Situationen

    AusprägungAngst, das eigene Gesicht zu verlieren, nicht gut genug zu sein, Schwächen zu zeigen.

    MaßnahmeSehr gute mentale und fachliche Vorbereitung. Zudem Übung und Training zur eigenen Wirkung vor Zuhörern.

  • GrundAngst vor Ablehnung

    AusprägungAngst durch einen Blackout Anerkennung beim Publikum zu verlieren, kritisiert zu werden oder eine schlechte Bewertung zu bekommen.

    MaßnahmeSehr gute Vorbereitung. Überlegung, was dem Publikum oder Vorgesetzten wirklich wichtig ist. Anker im Manuskript die Sicherheit geben.

  • GrundAngst vor Konsequenzen

    AusprägungAusmalen, welche persönlichen oder beruflichen Konsequenzen ein Blackout hätte. Überreaktion in Bezug auf Umfang von Konsequenzen.

    MaßnahmeRealistische Betrachtung und Bewusstmachen der eigenen Stärken. Zudem sehr gute mentale und fachliche Vorbereitung.

 

Warum Lampenfieber positiv ist

Lampenfieber vor einem Vortrag oder einer Präsentation drückt eine positive Grundstimmung des Redners aus. Das nervöse Kribbeln im Bauch und die Anreicherung von Adrenalin im Körper lässt Vortragende hellwach werden. Müdigkeit oder eine phlegmatische Stimmung verfliegen durch die Ausschüttung von Stresshormonen. Dies hilft Vortragenden, sich besser auf die kommende Aufgabe zu fokussieren und wie mit einem Tunnelblick alles andere um sich herum im Kopf auszublenden. Überbordendes Lampenfieber kann zeitweise zu viel Adrenalin ausschütten. In diesem Fall haben fokussierte Redner die Möglichkeit, dieses durch Bewegung abzubauen. Ein kurzer Spaziergang oder bedachte Schritte hinter der Bühne sind wie ein Ventil, das den Abbau überschüssiger Energie beschleunigt. Dies hilft Rednern, sich mit positiver Vehemenz auf den Vortrag und seine Inhalte zu konzentrieren.

Info: Bewegung ist wichtig, um den körperlichen Kampf-Flucht-Reflex auszunutzen. Dieser Reflex möchte uns davor bewahren, einer Situation ausgeliefert zu sein in der wir uns unwohl fühlen und Ängste entwickeln. Er kann jedoch durch körperliche Betätigung unterdrückt werden. Ebenso wie bei einem Boxer, der vor einem Kampf in der Kabine ständig in Bewegung ist und Schläge und Bewegungsmuster übt, kann es in gleicher Weise für Redner eine wirksame Methode sein, sich zu bewegen. Alles was hilft, um Anspannung und Angst zu minimieren, ist erlaubt.

Wie Sie sich mental bestmöglich vorbereiten können

Die Angst vor einem Blackout oder davor, vor Publikum zu scheitern, kann Redner lähmen und Aussetzer provozieren. Aus diesem Grund ist ein positives Mind-Setting, also eine positive persönliche Affirmation, essenziell. Sagen Sie sich persönlich: „Ich schaffe das“ und unterstreichen Sie dies durch motivierende Gesten. Suggerieren Sie für sich im Kopf und im Gedächtnis, was Sie stark macht. Versuchen Sie, sich vor dem Vortrag auf motivierende Gedanken zu konzentrieren oder entspannen Sie sich mit passender Musik. Achten Sie vor allem darauf, vor Ihrer Rede oder der Präsentation nicht anderweitig in Stress zu geraten. Wer gehetzt vor seinem Publikum erscheint oder aufgrund falscher Planung keine Zeit hat, sich vor seinem Vortrag zu entspannen, dessen Chancen auf einen Blackout oder Aussetzer erhöhen sich dramatisch.

Mentale Vorbereitung beinhaltet ebenfalls, sich damit auseinanderzusetzen, welcher Anlass zu einem Blackout in der Rede führen könnte. Nehmen Sie sich aus diesem Grund Zeit, den Ablauf Ihres Vortrags in Ruhe durchzuspielen. Überlegen Sie, welche Fragen Ihr Publikum stellen könnte und wie Sie persönlich auf negative äußere Umstände oder einen Blackout reagieren. Wer sich im Voraus präpariert und seine individuellen Blackout-Strategien kennt, ist ruhiger, fokussierter und minimiert das Lampenfieber. Vielen Rednern hilft es darüber hinaus, zu wissen wo sich Bekannte oder Kollegen im Publikum platziert haben. Dies kann zusätzliche Sicherheit geben und hilft Ihnen vor allem in den Sekunden, in denen sich ein Blackout ankündigt. Ein Lächeln oder der motivierende, entspannte Gesichtsausdruck eines Freundes geben in diesem Fall Mut und helfen nachhaltig, sich bei einer Unsicherheit thematisch zu konzentrieren und das eigene Gedächtnis anzustrengen.

Wie Sie die Bühne oder den Raum präparieren können

Neben der eigenen Fokussierung sollten Redner vor einem Vortrag ebenfalls die äußeren Rahmenbedingungen des Raumes oder der Bühne kontrollieren. Begleiterscheinungen von Lampenfieber äußern sich in den meisten Fällen darin, dass man einen trocken Mund bekommt oder ein Hustenreiz entsteht. Um solche Aussetzer nicht zu provozieren, sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und kurze Trinkpausen einplanen. Diese Vorgehensweise kann gleichzeitig eine Strategie sein, sich bei einem Aussetzer auf die Thematik zu fokussieren. Wer mit Heiserkeit zu tun hat, kann sich ebenso einen Tee mit Ingwer und Honig oder andere passende Getränke bereitstellen. Gleichzeitig sollten Redner zu jeder Zeit ein Taschentuch griffbereit haben, um bei einer Niesattacke oder einer schweißnassen Stirn adäquat reagieren zu können.

Manche Vortragsredner berichten vor einem Auftritt von Herzklopfen und damit verbundenen Schweißausbrüchen. Diese normale Körperreaktion kann vor allem durch eine gleichmäßige Atmung verändert werden. Atemtraining und der Fokus auf die thematischen Inhalte der Rede hilft, Herzklopfen oder andere somatische Beschwerden in den Griff zu bekommen. Löst die Anzahl der Zuhörerschaft bei Ihnen zitternde Hände, einen Schweißausbruch oder Herzklopfen aus, ist es strategisch vorteilhaft, sich bekannte Fixpunkte unter den Zuhörern suchen. Ein vertrautes Gesicht gibt Sicherheit, vor allem bei einem großen unübersichtlichen Auditorium.

Warum eine gute fachliche Vorbereitung essenziell ist

Haben Sie sich mental und in Bezug auf die äußeren Rahmenbedingungen eingehend auf Ihre Rede vorbereitet, haben Sie bereits eine wirksame persönliche Methodik aufgebaut, um bei Aussetzern oder einem Blackout die Situation zu beherrschen und ihre Gedanken schnell zu sammeln. Neben der eindeutigen Strategie, das persönliche Lampenfieber zu kontrollieren, ist es entscheidend, dass Sie ebenso fachlich bestmöglich auf Ihren Vortrag oder eine Präsentation vorbereitet sind.

Wie in vielen anderen Lebens- und Arbeitsbereichen gilt gleichfalls für Reden und Vorträge, dass eine eingehende Vorbereitung die beste Immunität vor einem Blackout oder vor rhetorischen Unsicherheiten darstellt. Vortragende oder Präsentatoren, die das Vortragsthema verinnerlicht haben, die Schlüsselwörter kennen und den roten Faden im Gedächtnis haben, fühlen sich sicherer und können entspannter vor Publikum sprechen. Ihre Vortragsweise gewinnt nach guter Vorbereitung auch dadurch, dass sie freier vortragen können und ihre Gedanken aus dem Gedächtnis und nicht starr von einem Manuskript ablesen müssen. Durch eine intensive Vorbereitung speichern Sie in ihrem Gehirn die wichtigsten Informationen und verknüpfen diese sinnvoll. In diesem Fall beherrschen Sie ihr Thema und werden nicht von Angst oder Lampenfieber beherrscht, da Sie das Gefühl haben, unvorbereitet zu sein.

Erfahrene Redner nutzen für einen Vortrag ein Manuskript. Bei Power-Point-Präsentationen helfen im ersten Schritt die schriftlichen Informationen der einzelnen Folien, den roten Faden nicht zu verlieren. Da jeder Mensch in Bezug auf den Skripttyp andere Präferenzen hat, gibt es keine allgemeingültigen Vorgaben, welche Aufzeichnungen oder Skriptarten sich am Besten für einen Vortrag eignen.

Welche Skriptarten sind wofür geeignet?

SkriptartGeeignet für:
VollskriptEnthält den kompletten, ausformulierten Vortrag. Kann verwendet werden, wenn man einen Anker benötigt, es aber ansonsten gewohnt ist, frei zu sprechen.
Topographische Skripte (Mind-Maps)Erstellen eines Bildes für einen Vortrag. Jeder Hauptgedanke wird in Form eines Astes dargestellt, die Details werden als Zweige dargestellt. Rhetorik und thematische Sicherheit helfen dabei, eine inhaltsreiche und interessante Rede zu halten und sehr frei vorzutragen.
StichwortskriptStatt eines ausgeschrieben Skripts werden ausschließlich Stichworte in der richtigen Redereihenfolge notiert. Diese bilden das Gerüst der Rede.
KarteikartenskriptPro Karteikarte wird ein Thema behandelt und in Stichworten notiert. Dies dient als Anker für Vortragende und wird zum Beispiel in vielen Fällen von Moderatoren in Fernsehsendungen genutzt.
  • SkriptartVollskript

    Geeignet für:Enthält den kompletten, ausformulierten Vortrag. Kann verwendet werden, wenn man einen Anker benötigt, es aber ansonsten gewohnt ist, frei zu sprechen.

  • SkriptartTopographische Skripte (Mind-Maps)

    Geeignet für:Erstellen eines Bildes für einen Vortrag. Jeder Hauptgedanke wird in Form eines Astes dargestellt, die Details werden als Zweige dargestellt. Rhetorik und thematische Sicherheit helfen dabei, eine inhaltsreiche und interessante Rede zu halten und sehr frei vorzutragen.

  • SkriptartStichwortskript

    Geeignet für:Statt eines ausgeschrieben Skripts werden ausschließlich Stichworte in der richtigen Redereihenfolge notiert. Diese bilden das Gerüst der Rede.

  • SkriptartKarteikartenskript

    Geeignet für:Pro Karteikarte wird ein Thema behandelt und in Stichworten notiert. Dies dient als Anker für Vortragende und wird zum Beispiel in vielen Fällen von Moderatoren in Fernsehsendungen genutzt.

 

Anforderungen an Ihr Manuskript

Manuskript für die Rede vorbereiten

Behalten Sie in Ihrem Manuskript den roten Faden bei, dann hat ein Blackout keine Chance © rCarner – Shutterstock

Egal, welcher Skripttyp Sie sind: Um einem Blackout in der Rede wirksam vorzubeugen ist es zielführend, jedes Manuskript intensiv und mit Bedacht vorzubereiten. Folgende Anforderungen sollte Ihr Skript erfüllen, um im Fall eines Blackouts als Rettungsanker funktionieren zu können:

  • Skizzieren Sie den roten Faden Ihrer Rede und Ihre wichtigsten Argumente. Dies ist insbesondere bedeutend bei Vollskripten oder topografischen Skripten.
  • Wählen Sie eine gut lesbare Schriftart, die Sie bei unpassenden Lichtverhältnissen einfach entziffern können.
  • Verwenden Sie ausschließlich Ihnen bekannte Abkürzungen und Symbole und nummerieren Sie Karteikarten oder Ihr Manuskript aus Übersichtlichkeitsgründen fortlaufend.
  • Beschreiben Sie nur die Vorderseiten Ihrer Blätter, Zettel oder Karteikarten. Ansonsten sieht das Publikum Ihre Aufzeichnungen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, die richtige Reihenfolge zu verlieren und einen Blackout herauszufordern.
  • Um die Gesamtzeit einzuhalten, notieren Sie sich die geplante Rededauer pro Punkt.

Ein bekanntes Sprichwort sagt: Übung macht den Meister! Wenn Sie auf Basis der oben genannten Tipps Ihren Redeauftritt fortlaufend üben und Ihr Manuskript optimieren, schaffen Sie sich für den Fall eines Blackouts einen wirklichen Rettungsanker, der Ihnen hilft, den roten Faden schnell wiederzufinden.

Was Sie bei PowerPoint-Präsentationen in der Vorbereitung beachten sollten

PowerPoint-Präsentationen als Medieneinsatz sollten ebenfalls intensiv vorbereitet werden und bezeichnen im Grunde genommen Vorträge oder Reden mit visueller Unterstützung. Um sicherzustellen, dass bei einer Präsentation Ihre Worte und die Abbildungen der Folien synchronisiert sind, bedarf es guter Präparation. Manche Redner neigen bei einer Präsentation dazu, die Folien mit Zahlen, Daten und Fakten zu füllen und bringen sich ohne Not in die Gefahr eines Blackouts in der Rede. Gleichzeitig kann es zu Fehlern führen, zu viele komplizierte Informationen im Gedächtnis zu verwahren.

Präsentatoren sollten aus diesem Grund darauf achten, wenige Kernaussagen pro Chart zu verwenden. Gut ausgewählte Grafiken oder Bilder helfen allen Beteiligen, den Sinn des Gesagten darüber hinaus lebendig und verständlich zu machen. Visualisierungen stellen sowohl für den Präsentator wie für das Publikum einen Anker dar. Während der Redner Sicherheit gewinnt und keine Angst vor einem Blackout haben muss, versteht das Publikum das Gesagte durch ansprechende Bilder noch besser.

Die drei folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre PowerPoint-Präsentationen garantiert ohne peinlichen Blackout zu überstehen:

  • Führen Sie auf jeder Folie die Gliederung mit: Legen Sie in Ihrer Präsentation zunächst eine Folie an, auf der Sie die Gesamtgliederung auflisten. Nutzen Sie dann auf allen folgenden Folien einen Bereich (beispielsweise eine linke Spalte), in dem Sie, in verkleinerter Schrift, die Gliederung mitführen. Heben Sie den jeweils aktuellen Gliederungspunkt durch gezielte Farbgebung hervor. Auf diese Weise können weder Ihre Zuschauer noch Sie als Präsentator den roten Faden vollständig verlieren.
  • Arbeiten Sie mit Folien-Nummern: Jedes Chart bekommt von PowerPoint eine laufende Nummer zugewiesen. Führen Sie diese Nummerierung auf den Folien mit, beispielsweise links oder rechts unten in kleiner Schrift. Gehen Sie in dieser Weise vor, ist Ihnen die richtige Reihenfolge der Charts zu jeder Zeit präsent.
  • Drucken Sie die erstellten Folien im Kleinformat aus: Im nicht sichtbaren Teil der Präsentation können Sie persönliche Notizen hinterlegen. Es besteht die Möglichkeit, diese in verschiedenen Formaten auszudrucken. Auf diese Weise erstellen Sie mit Power-Point ein eigenes Kurz-Manuskript, welches Sie zum Beispiel auf Karteikarten drucken können. Ihr Auftritt wirkt mit einer solchen Gedankenstütze vor allem dann souveräner, wenn Sie auf eine Präsentation auf großer Bühne vorstellen. Statt fortgesetzt nach hinten auf die Leinwand oder auf einen kleinen Monitor zu schauen, hilft Ihnen das gedruckte Kurz-Manuskript. Dies minimiert das Lampenfieber und die Angst vor einem Blackout.

Bereiten Sie sich gut vor wirken Sie dem Blackout entgegen

Eine intensive fachliche Vorbereitung ist neben der mentalen Präparation der zweite Schlüssel zu einer gelungenen Rede oder einem professionellen Vortrag. Das Thema und dessen Kernpunkte zu verinnerlichen ist für jeden Redner essenziell. Eine solche Vorgehensweise hilft Vortragsrednern oder Präsentatoren, authentisch und rhetorisch kompetent Argumente vorzutragen und eine hohe thematische Sicherheit auszustrahlen. Mit einer professionellen Vorbereitung schließen Sie die häufigsten Anlässe für einen Blackout in der Rede von vorneherein aus. Wenn es trotz aller Vorbereitung zu einer Situation kommt, in der sich durch einen Aussetzer oder Lampenfieber ein Blackout ankündigt, helfen Ihnen die zusätzlich folgenden Blackout-Strategien, den roten Faden schnell wiederzufinden.

Welche Blackout-Strategien nachweislich helfen

Sicherlich kennen Sie die Sicherheitshinweise vor Flugbeginn, die sich auf die Atemmasken im Fall eines Druckabfalls beziehen: „Im unwahrscheinlichen Fall eines Druckabfalls finden Sie über sich Atemmasken!“ Ein Blackout in der Rede ist mit einem solchen Druckabfall während eines Fluges zu vergleichen. Nach guter Vorbereitung ist ein Blackout unwahrscheinlich. Trotz dieser Tatsache gibt es Rednern Sicherheit, wenn Sie wissen, dass sie erprobte Strategien anwenden können, die im unwahrscheinlichen Fall eines Blackouts wie eine Atemmaske wirken.

Blackout-Strategie: Wiederholen Sie Ihre Kernbotschaften

Als Kernbotschaft kann die Hauptinformation Ihres Vortrages definiert werden. Louise Kaben beschreibt in Ihrem Blog „Bernetblog“ das Wort Kernbotschaft wie folgt: „Die Kernbotschaft ist das Fundament für eine eindeutige Kommunikation und darum essenziell.“ Die Bestimmung der Kernbotschaften erfolgt zu Beginn der Vorbereitung Ihrer Rede. In der Regel sind die Kernbotschaften eng mit dem Thema des Vortrags verknüpft und bestehen im Höchstfall aus 3 bis 5 Einzelaussagen. Kernbotschaften verknüpfen Hauptpunkte sinnvoll und nachhaltig. Kernbotschaften stellen aus diesem Grund das Fundament der Rede dar und sind aus diesem Grund der rote Faden des Vortrags. In vielen Fällen werden darüber hinaus einfache Slogans oder eingängige Überschriften als Kernbotschaften verwendet.

Beispiel: Kernbotschaften kennt man vor allem aus der Politik und aus dem Produktverkauf. Barack Obamas „Yes we can“ oder der bekannte Werbeslogan von McDonalds: „Ich liebe es“ sind bekannte Beispiele, wie Kernbotschaften eingängig verwendet werden können, um auf Produkte, Ideen oder Themen hinzuweisen.

Haben Sie die Kernbotschaften Ihres Vortrags verinnerlicht und können Sie diese frei rezitieren, haben Sie eine wirksame Blackout-Strategie generiert. Im Falle eines Blackouts in der Rede, zum Beispiel wenn Sie ein Chart in Ihrer Präsentation suchen, können Sie ohne lange Vorbereitungszeit auf Ihre Kernbotschaften zurückgreifen. Wiederholen Sie diese, ohne nachzudenken und erreichen Sie mit dieser Methode Nachdruck durch Wiederholung. Für Ihr Publikum sieht dieses Manöver wie einstudiert aus. Gehen Sie in dieser Weise vor, überspielen Sie einen Aussetzer und halten Ihre Rede thematisch auf Kurs. Nach einer kurzen Phase des Überlegens können Sie ihre eigentlichen Gedanken weiterführen.

Blackout-Strategie: Wiederholen Sie das zuletzt Gesagte

Statt die Kernbotschaften zu wiederholen reicht es bei einem Blackout oftmals aus, eine Wirkungspause im Vortrag einzuschieben und das zuletzt Gesagte ruhig und gelassen zu rekapitulieren. Entweder wortwörtlich – dann vermuten Ihre Zuhörer dahinter rhetorische Taktik. Oder Sie drücken ihre vorab geäußerten Gedanken nochmals mit anderen Worten aus. Ihr Publikum glaubt in diesem Fall, Sie wollten Ihre Aussage durch die Neuformulierungen vertiefen.

Mit beiden Wegen gewinnen Sie die wertvolle Zeit, die Sie benötigen, um den roten Faden wiederzufinden. Während Sie ruhig weitersprechen und Ihre Informationen wiederholen, können Sie sich gedanklich, durch einen kurzen Blick auf Ihr Manuskript oder Ihren Stichwortzettel, auf die nächsten Schritte Ihrer Rede oder Präsentation einstellen.

Wichtig: Versuchen Sie, den Blickkontakt zu Ihren Zuhörern nur kurz zu unterbrechen. Ein zu intensiver Blick und scheinbares Suchen in Ihren Aufzeichnungen suggeriert Unsicherheit. Ein entsprechend gut präpariertes Manuskript ist die Voraussetzung, jederzeit sicher und glaubwürdig zu wirken.

Blackout-Strategie: Zusammenfassungen geschickt einflechten

Werden Sie von einem Aussetzer oder einen Blackout überrascht, unterstützt Sie auch eine einfache Zusammenfassung dabei, den roten Faden wiederzufinden. Da das Publikum den genauen Redeablauf nicht kennt, wird ein Resümee der bisher besprochenen Punkte nicht auffallen. Haben Sie in Ihrem Manuskript die Kernbotschaften markiert, können Sie diese einfach noch einmal durchgehen und sagen: „Bisher haben wir besprochen, dass…“ Während der Zusammenfassung können Sie sich sammeln und ihren Vortrag durch Anwendung diese Methodik positiv weiterführen.

Tipp: Am leichtesten fällt Ihnen eine Zusammenfassung, wenn Sie im Rahmen Ihrer Vorbereitung eine spezielle Stichwortkarte im Karteikartenformat verfassen. Formulieren Sie darauf zu jedem Bereich die wichtigsten Punkte in aller Kürze. Bewahren Sie diese Stichwortkarte während Ihrer Rede oder Präsentation gewohnheitsmäßig an der gleichen Stelle auf, zum Beispiel bei jedem ihrer Vorträge in der rechten Sakko- oder Kostümtasche.

Blackout-Strategie: Pausentechniken effizient nutzen

Bekannt aus verschiedenen Sprechtechniken sind Pausentechniken, die ein wichtiges rhetorisches Stilmittel für jeden Vortragenden sind. Sie helfen dem Publikum, das bisher Gesagte instinktiv zu verarbeiten und für einen Moment innezuhalten. Im Falle eines Blackouts können Sie ebenfalls Rede- oder Denkpausen nutzen. Dies funktioniert vor allem dann ausnehmend gut, wenn Sie bereits in den anderen Teilen Ihrer Rede fortlaufend Pausen einflechten. In diesem Fall sind die Zuhörer an Ihre Pausentechnik gewöhnt und eine weitere Pause fällt nicht negativ auf. Ein Schluck Wasser kann eine Unterbrechung im Übrigen geschickt überspielen.

Statt bei einem Blackout hektisch im Manuskript zu suchen hilft Ihnen eine kurze Denkpause, den roten Faden wiederzufinden. Schweigen ist in diesem Fall besser, als krampfhaft zu versuchen, zu verbalisieren, ohne dass die Worte oder der Satz einen Sinn ergibt. Bedenken Sie, dass Ihre Zuhörer nicht erahnen können, was Sie als Nächstes sagen wollten. Aus diesem Grund verlieren Ihre Aussagen nicht an Wirkung, denn Ihr Publikum wird eine Pause als gewollt ansehen. Machen Sie nach der Pause stringent dort weiter, wo es sich thematisch ergibt und resetten Sie sich durch effektive Pausentechniken. Bedenken Sie: Als Redner empfinden Sie eine kurze Pause als negativ und fürchten einen Blackout. Ihren Zuhörern fällt eine längere Pause hingegen nicht unangenehm auf, da sie die als rhetorisches Stilmittel verstehen.

Eine 5-Minuten-Pause als Ausweg bei einem Blackout

Fühlen Sie sich aufgrund eines Blackouts erschöpft, haben körperliche Probleme oder finden ihren roten Faden nicht wieder? In diesem Fall ist das Ausrufen einer längeren, ungeplanten Pause eine wirkungsvolle Blackout-Bewältigungsstrategie. Diese ist nicht beliebig oft einsetzbar und sollte aus diesem Grund dosiert verwendet werden. Eine kurze Frischluft- oder Kaffeepause unterstützt Sie als Redner in diesem Fall, die Gedanken neu zu ordnen und nach der Pause die professionelle Präsentation Ihrer Aussagen fortzusetzen. Erfahrungsgemäß wird ein Pausenvorschlag in der Regel nicht abgelehnt. Und selbst wenn die Reaktion der Zuhörer unerwartetet ausfällt: Die darüber entstehende Diskussion gibt Ihnen genügend Zeit, Ihren roten Faden wiederzufinden!

Blackout-Strategie: Beziehen Sie ihr Publikum mit ein

Geübte Redner nutzen bei einem Blackout in der Rede darüber hinaus die erprobte Methode, das Publikum einzubeziehen. Zum Beispiel könnten Sie bewusst die Frage stellen: „Bei welchem Punkt sind wir stehen geblieben?“ Diese Strategie ist aus dem Grund erfolgreich und beliebt, weil Sie zwei wichtige Komponenten vereint:

  • Die Aufmerksamkeit der Zuhörer wird durch eine Frage erhöht.
  • Als Redner gewinnen Sie wertvolle Zeit, um Ihre Gedanken zu ordnen.

Angst davor zu haben, durch eine solche Frage die eigene Reputation zu verlieren oder unvorbereitet zu wirken ist nicht angebracht. Vielmehr ist ein solches sympathisches Eingeständnis der sicherste Weg, die Situation sofort zu entschärfen, sich persönlich zu entspannen und beim Publikum ein Quäntchen Heiterkeit hervorzurufen. Sind Sie als Redner noch ungeübt oder haben Angst vor einem Blackout aufgrund Ihres Lampenfiebers, können Sie einen Vertrauten bitten, Ihnen in einem solchen Fall als Tippgeber zur Seite zu stehen.

In vielen Fällen gibt es unter den Anwesenden bei einer Präsentationen Kollegen oder Zuhörer, die den Ablauf ihrer Präsentation akribisch verfolgen und Ihnen per Zuruf eine Antwort geben kann. Wenn dies nicht der Fall ist, ziehen Sie sich mit Humor aus der Affäre: „Keiner weiß, wo wir sind? Wie gut, dass wenigstens ich es noch weiß.“ Ohne weitere Pause machen Sie beim nächstbesten Punkt weiter. Gehen Sie in dieser Weise vor, wird Ihr Blackout keinem Zuhörer im Publikum auffallen, sondern die Aufmerksamkeit des Auditoriums nachhaltig verstärken.

Gezielte Ansprache von Einzelpersonen

Eine weitere Möglichkeit der Aktivierung des Auditoriums ist das gezielte Ansprechen von Zuhörern während eines Aussetzers. Die Kommunikation kann vorab strategisch abgesprochen werden, sodass der Angesprochene nicht zu überrascht ist. Bei Präsentationen ist es generell sinnvoll, die Zuhörer einzubeziehen. Möglichkeiten zum Involvieren des Publikums gibt es viele: Sie können Fragen stellen, um Zurufe bitten, kurzfristig Arbeitsgruppen bilden oder eine Diskussion eröffnen. Mit all diesen Methoden gewinnen Sie Zeit, um nachzudenken und den verlorenen Faden wieder aufzunehmen. Und Ihre Zuhörer erhalten das gute Gefühl, dass Sie ernst genommen werden und ihre Meinung gefragt ist.

Prinzipiell gilt: Wenn Sie nur wenige Personen ansprechen, können Sie das Gespräch schnell in die von Ihnen gewünschte Richtung lenken, sobald Sie Ihren roten Faden wiedergefunden haben.

Blackout-Strategie: Setzen Sie Humor situativ ein

Humor situativ einzusetzen ist eine hohe, aber erlernbare Kunst. Für Redner besteht die eigentliche Schwierigkeit bei einem Blackout in der Rede darin, dass dieser dem Publikum nicht auffallen soll. Ein Aussetzer erhöht die Angst davor zu versagen, fährt den Blutdruck nach oben und äußert sich in manchen Fällen durch Stammeln oder peinliche Pausen ohne Inhalt. In solch einem Fall helfen Humor und Witz dabei, derartige Situationen professionell zu überspielen.

Da nicht jeder Redner das Talent geerbt hat, humorvolle Situationen zu schaffen und das Publikum durch Witz zu begeistern, ist es zielführend, humorvolle Sprüche für eine solche Situation explizit vorzubereiten. Wichtig ist hierbei, dass jede humorvolle Äußerung authentisch vorgetragen wird, da diese ansonsten ihren Zweck verfehlt.

Tipp: Halten Sie zu jeder Zeit ein zu Ihrem Redethema passendes Beispiel, eine Anekdote oder ein treffendes Zitat in Reserve. Suchen Sie sich dazu im Rahmen Ihrer Vorbereitung passende Textstellen oder Beispiele. Notieren Sie diese auf einer separaten Karteikarte, die Sie im Bedarfsfall sofort verfügbar haben.

Blackout-Strategie: Visualisierungen oder Anschauungsmaterial nutzen

Blackout Strategien

Nutzen Sie bei einem Blackout die Strategie der Visualisierung © fizkes – Shutterstock

Vor allem bei Präsentationen oder im Rahmen von Vorträgen oder Reden können Visualisierungen eine zielführende Methode sein, um einen Blackout zu überspielen. Geübten Rednern hilft es in diesem Fall, ein oder zwei Metaphern aus dem täglichen Leben zu notieren und als Back-up-Material im Vortrag einzusetzen. Gute Beispiele oder Veranschaulichungen können vor allem dann unterstützend wirken, wenn Sie im Rahmen eines fachlichen Blackouts ihre Argumentationskette nicht weiterführen können.

Können Sie in diesem Fall zu einem Bild oder einer Veranschaulichung greifen, die thematisch passend ist, fällt ihrem Publikum der Aussetzer nicht auf. In Präsentationen können Sie zum Beispiel ebenso das Flipchart verwenden, um einen wichtigen Punkt zu wiederholen oder eine Information grafisch darzustellen. Mit geeignetem Anschauungsmaterial oder einer passenden Visualisierung überwinden Sie nicht nur Ihren Blackout, sondern erhöhen gleichzeitig die Behaltensquote Ihrer Zuhörer. Beide Parameter können Sie zusätzlich erhöhen, indem Sie haptische Elemente einbauen. Ein Werkstück, das Muster eines Produktes oder ein Prospekt macht beim Publikum Eindruck und verschafft Ihnen wertvolle Sekunden, um sich mit voller Konzentration auf Ihr Thema zu fokussieren.

Haben Sie keine Angst vor einem Blackout – Zusammenfassung und Fazit

Ein möglicher Blackout in der Rede ist kein Grund, eine besondere Angst vor Vorträgen oder Präsentationen zu entwickeln. Geübte, bekannte Redner sind genauso wenig vor einem Aussetzer oder einem Blackout gefeit, wie unerfahrene Vortragende, die erst damit beginnen, ihre Argumente rhetorisch vor einem Publikum vorzutragen.

Die beste Strategie, um einem Blackout vorzubeugen, ist die explizite Vorbereitung auf Situationen oder Anlässe, die zu einer Panne oder einem Aussetzer führen können. Sowohl die mentale wie die fachliche Vorbereitung entscheidet darüber, wie anfällig Redner für Blackouts sind. Einen Blackout wirksam abzuwehren ist in vielen Fällen eine Frage des Kopfes und der eigenen Willensstärke. Intensive Vorbereitung und klare taktische Manöver gegen übertriebenes Lampenfieber oder Ängste unterstützt Vortragende dahingehend, kleine Patzer oder größere Blackout-Situationen souverän zu überspielen. Vor allem ist es für jeden Redner zielführend, die wichtigsten Blackout-Strategien zu kennen und zu verinnerlichen:

  • Wiederholen Sie Ihre Kernbotschaften
  • Repetieren Sie das zuletzt Gesagte
  • Integrieren Sie Zusammenfassungen geschickt
  • Nutzen Sie Pausentechniken effizient
  • Beziehen Sie ihr Publikum mit ein
  • Setzen Sie Humor situativ ein
  • Nutzen Sie Visualisierungen oder Anschauungsmaterial

Eine intensive mentale und fachliche Vorbereitung und die klare Fokussierung auf die Kernaussagen und wichtigsten Gedanken ist zielführend, um als Vortragender positiv und authentisch zu wirken. Durch dieses Vorgehen werden Blackouts in der Rede effektiv bekämpft und Lampenfieber und Ängste kontrolliert. Ihr Publikum wird den roten Faden erkennen, kleinere Aussetzer übersehen und Ihre Gedanken und Informationen wertschätzen.

Redaktion redenwelt.de

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