Wie Sie einen Hauptredner schwungvoll vorstellen
- Kategorie/n: Rede-Vorbereitung und Rede-Aufbau
Der erste Eindruck entscheidet über Erfolg oder Misserfolg einer Rede. Aber die meisten Redner haben nicht einmal die Chance, den ersten Eindruck der Zuhörer zu prägen. Warum? Weil eine andere Person sie vorstellt. Eine geistreiche, mitreißende Einführungsrede macht es dem Hauptredner leicht, das Wohlwollen der Zuhörer zu erobern.
Eine fantasielose, trockene Einführungsrede zwingt den Hauptredner, den Schaden der Einführungsrede wieder gutzumachen.
Die Ziele Ihrer Einführungsrede
Eine gute Einführungsrede hat folgende 5 Ziele:
- Die Einführungsrede stellt die Persönlichkeit des Hauptredners vor.
- Die Einführungsrede weckt die Neugier der Zuhörer auf das Thema des Hauptredners.
- Die Einführungsrede stellt die Glaubwürdigkeit und die Sachkunde des Hauptredners heraus.
- Die Einführungsrede führt den Hauptredner in den Kreis der Zuhörer ein und nimmt ihm damit auch das Lampenfieber.
- Die Einführungsrede drückt Dankbarkeit aus. Sie dankt dem Hauptredner dafür, dass er den Zuhörern Zeit und Wissen zur Verfügung stellt
Die 6 größten Fehler in Einführungsreden
Die folgenden Fehler sollten Sie als Einführungsredner unbedingt vermeiden:
- Redseligkeit: In der Kürze liegt die Würze. Sie sind nicht die Hauptperson des Abends. Stehlen Sie dem Hauptredner weder Zeit noch Argumente. Eine, maximal zwei Minuten reichen zur Einführung aus.
- Weitschweifigkeit: Sie müssen nicht beweisen, wie geistreich Sie sind. Ihre Aufgabe ist es, den Hauptredner anzukündigen.
- Nachlässigkeit: Lesen Sie eine öffentliche Biografie des Hauptredners („Who's Who“ / „Wer ist Wer“; „Munzinger-Archiv“; Veröffentlichungen in Illustrierten und Tageszeitungen). Sprechen Sie vorab mit dem Hauptredner. Wie möchte er vorgestellt werden?
- Lustlosigkeit: Einige Daten und Stichworte, hastig auf einen Zettel geschmiert und lustlos vorgetragen, sind das beste Mittel, um die Zuhörer in Langeweile und Unaufmerksamkeit zu treiben. Tragen Sie mindestens eine farbige, interessante, ungewöhnliche Anekdote über Ihren Hauptredner vor. Eine Anekdote, die ihn für die Zuhörer interessant macht.
- Effekthascherei: Zeit ist kostbar. Deshalb ist Humor nur dann witzig, wenn er passt: zum Thema, zum Hauptredner und zum Zeitrahmen.
- Konzeptlosigkeit: Gute Einführungsreden haben immer dengleichen Aufbau. Der sieht folgendermaßen aus:
- Als Erstes erläutern Sie das Thema des Hauptredners.
- Dann erklären Sie, warum dieses Thema für die Zuhörer wichtig ist.
- Zuletzt stellen Sie den Hauptredner vor und führen aus, was ihn für sein Thema qualifiziert.
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