Rede-Manuskript erstellen
5 schnelle Schritte zum perfekten Rede-Manuskript
Der Turbo, wenn Sie Ihre Rede selbst schreiben
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"Obwohl ich wahrscheinlich 2 Stunden lang improvisieren könnte, benutze ich immer ein Manuskript."
Lee lacocca (*1924), US-amerikanischer Topmanager, bis 1992 Chairman Chrysler Corp.
Wie gehen Sie vor, wenn Sie zu einem speziellen Rede-Anlass keine Vorlage finden– und auch keine persönliche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen (z.B. weil Ihre Rede vertrauliche oder sehr persönliche Daten enthält)?
Ganz einfach: Sie nehmen die folgenden 5 schnellen Schritte zur perfekten Rede als Grundlage. Sie werden sehen: Mit diesem Schnellweg ist Ihr kompletter Vortrag in weniger als 2 Stunden redereif.
Information: Sie möchten über ein Ereignis oder einen Sachverhalt informieren.
| Inhalt: 5 schnelle Schritte zum perfekten Rede-ManuskriptSchritt 1: Bestimmen Sie das Rede-Ziel |
1. Bestimmen Sie das Rede-Ziel
Egal, zu welchem Anlass Sie reden: Mit Ihrer Rede wollen Sie eines der folgenden
4 Ziele erreichen:
- Unterhaltung: Sie wollen mit Ihrer Rede ein Fest oder eine Veranstaltung in Schwung bringen.
- Motivation: Sie wollen Ihre Zuhörer zu Taten anspornen oder zumindest eine positive Grundstimmung erzeugen.
- Würdigung: Sie würdigen ein Ereignis, oder Sie ehren eine Person.
- Information: Sie möchten über ein Ereignis oder einen Sachverhalt informieren.
Übersicht: Welche Rede verfolgt welches Ziel?
Redeziel: Unterhaltung
Begrüßungsrede; Büttenrede; Dankrede; Festrede; Taufrede; Tischrede; Weihnachtsrede
Redeziel: Motivation
Antrittsrede, Beförderungsrede; Gedenktagsrede; Konfirmationsrede; Motivationsrede; Neujahrsrede; Spendenrede
Redeziel: Würdigung
Abschiedsrede; Ehrungsrede; Eröffnungsrede; Geburtstagsrede; Hochzeitsrede; Jubiläumsrede; Trauerrede
Redeziel: Information
Faktenvortrag; Haushaltsrede; Jahreshauptversammlung; Pressekonferenz; Referat; Wissenschaftsvortrag; Zwischenbilanz
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Prüfen Sie selbst:
Welches Ziel wollen Sie mit Ihrer Rede erreichen? Anhand der obigen Tabelle können Sie Ihre Rede ganz einfach einem Ziel zuordnen. Möchten Sie z.B. die Eröffnungsredezu einem Schützenfest halten? Dann handelt es sich um eine unterhaltende (Festrede) und gleichzeitig würdigende Rede (Eröffnungsrede).
Für Sie bedeutet das: Achten Sie bei Ihrer Stoffsammlung und Stoffgliederung darauf, dass Ihre Zitate dem Rede-Ziel „Unterhaltung“ entsprechen.
Wenn Sie Ihr Redeziel erreichen wollen, beziehen Sie immer Ihre Zuhörer in Ihre Überlegungen mit ein. Wie soll Ihre Rede auf Ihre Zuhörer wirken, was sollen sie denken oder tun?
Beispiel:
Nach Ihrer Eröffnungsrede zum Schützenfest sollen die Zuhörer ausgelassen und fröhlich feiern. Und sie sollen möglicherweise in Erinnerung behalten, was der Schützenverein für die Gemeinschaft geleistet hat. Dies erreichen Sie als Bürgermeister z.B. mit folgender Schlusspassage:
| Wir Menschen sind Wesen mit der Fähigkeit zum gemeinschaftlichen Leben. – Und diese Fähigkeit bringt auch besondere Verantwortung mit sich: Wir müssen auf den anderen achten. Klingt fast selbstverständlich, ist es natürlich nicht. |
Bedenken Sie: Ein und dasselbe Rede-Ziel können Sie bei unterschiedlichen Zielgruppen unter Umständen nur dann erreichen, wenn Sie auch komplett unterschiedliche Reden halten.
Beispiel:
Wenn Sie als Bürgermeister eine Festrede zur Eröffnung einer Kunstausstellung halten, ordnen Sie Ihr Material völlig anders an als bei der Eröffnung eines Schützenfestes.
Das Ziel Ihrer Rede (unterhalten und würdigen) bleibt gleich – doch Ihre rednerischen Mittel sind andere.
Die Schlusspassage zur Eröffnung einer Kunstausstellung könnte z.B. lauten:
| Meine Damen und Herren, ich hatte einleitend meine Meinung zu den ausgestellten Bildern in 3 Wörtern gesagt:„Sie gefallen mir.“ Gestatten Sie, dass ich nun mit 4 Wörtern schließe: „Die Ausstellung ist eröffnet!“ |
Grundsätzlich gilt: Jede gute Rede gibt Antworten auf die noch nicht gestellten Fragen der Zuhörer! Egal, ob es um eine informierende, eine motivierende, eine würdigende oder um eine unterhaltende Rede geht: Ihr Publikum geht mit einer bestimmten Erwartungshaltung in den Vortrag – und je besser Sie die Zuhörererwartungen erfüllen, umso leichter erreichen Sie Ihr Rede-Ziel.
Nutzen Sie daher den folgenden Fragenkatalog, um die Erwartungshaltung Ihres Publikums genauer zu bestimmen:
- Welche Fragen könnten die Zuhörer zum Thema stellen?
- Welche Fragen könnten Ihre Zuhörer zu aktuellen Ereignissen haben?
- Was würden die Zuhörer gerne über Sie wissen?
- Welche Meinung vertreten die Zuhörer bezüglich des Rede-Themas?
- Welche Themen sollten besser nicht angesprochen werden?
- Was könnte die Zuhörer verletzen oder brüskieren?
- Welche Fachausdrücke verstehen die Zuhörer, welche nicht?
- Wie viel Zeit wollen die Zuhörer sich nehmen?
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