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Reden für jeden Anlass: So finden Sie die richtigen Worte für Hochzeiten, Geburtstage und Jubiläen

Familienfeiern oder Firmenveranstaltungen fordern häufig eine Rede. Diese hält entweder die Hauptperson selbst oder beispielsweise der Veranstalter eines Events. Oft ist diese Ansprache fester und erwarteter Bestandteil eines konkreten Anlasses und verleiht der Veranstaltung eine Struktur und einen Rahmen. Dabei erfüllt die Rede mehrere Zwecke und richtet sich individuell an die Zuhörer. Je nach Redeanlass kann der Inhalt eines Vortrags stark variieren, auch Ton und Stimmung passen sich den Hintergründen an. Welche Anlässe für Reden es gibt, wie Sie für Ihr persönliches Event die richtige Rede schreiben und worauf Sie beim Verfassen Ihrer Ansprache achten sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Reden in der Vergangenheit: Die Geschichte der Rhetorik

Um den Zweck einer Rede besser verstehen und für Ihren Vortrag nutzen zu können, ist es sinnvoll, sich zunächst mit der Geschichte des Redenhaltens auseinanderzusetzen. Schon in der Antike haben einflussreiche Personen Reden gehalten, um eine größere Gruppe von Menschen zu erreichen und Ihre Ideen zu verbreiten.

Antike Redner

Viele Redearten haben die Menschen aus der Antike übernommen © Kiev.Victor – Shutterstock

Schon damals unterschied man zwischen unterschiedlichen Zwecken, die eine Rede erfüllen sollte. Diese Beweggründe haben sich zwar in heutiger Zeit weitestgehend geändert, jedoch sind einige Kerngedanken geblieben.

  • Gerichtsrede
  • Beratungsrede
  • Lobrede
  • Geistliche Rede

Diese Formen stellen Beispiele für antike Redearten dar. Das Prinzip einer Lobrede ist jedoch noch heute gut bekannt. Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung oder bei einem Treffen unter Kollegen kommt es vor, dass Organisatoren bestimmte Personen besonders würdigen. In diesem Fall vermittelt die Ansprache – die dem Prinzip der Lobrede folgt – positive Inhalte. Sie wird aus diesem Grund als angenehm empfunden. Auch geistliche Reden sind noch heute im Rahmen eines Gottesdienstes aktuell.

Reden für bestimmte Anlässe: Wann halte ich eine Ansprache?

Ebenso wie die unterschiedlichen Redeformen und Redeanlässe hat sich auch die Struktur einer Rede seit der Antike in bestimmten Zügen gehalten. Für jede Ansprache müssen Redner zunächst klären, wen sie erreichen wollen und was sie vermitteln wollen. Zudem beinhaltet ein Vortrag idealerweise eine Schlussfolgerung, die das Publikum als Botschaft mitnimmt.

In heutiger Zeit gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die bekannt dafür sind, dass Personen einen Vortrag halten. Dazu gehören vor allem familiäre Feiern, wie beispielsweise die Babyparty Rede für die werdende Mutter und offizielle Anlässe, wie beispielsweise ein Jubiläum oder eine Rede zum Muttertag. Mit unterschiedlichen Redeanlässen gehen auch unterschiedliche Redeformen einher:

Diese Formen von Reden gehören zu den bekannteren Arten und unterscheiden sich teilweise stark voneinander. Um herauszufinden, welche Merkmale Sie beim Schreiben Ihrer Ansprache beachten sollten, hilft es, diese Unterschiede genauer zu betrachten.

Für den besonderen Anlass: Reden auf einer Hochzeit

Grundsätzlich steht fest: Eine Hochzeitsfeier ist ein Beispiel für ein fröhliches und ausgelassenes Event. Die Gäste sind heiter und durch Musik und Programm in einer positiven Grundstimmung. An diese Atmosphäre sollte sich auch der Redner anpassen. Die Herausforderung einer Hochzeitsrede besteht für den Vortragenden darin, die Balance zu halten: Auf der einen Seite sollte die lebhafte Stimmung unterstrichen werden, auf der anderen Seite sollte die Ansprache für das Brautpaar einen emotionalen Wert liefern.

Der persönliche Bezug zu den Hauptpersonen des Tages ist bei einer Hochzeitsrede essenziell. Wichtig ist somit, dass Sie möglichst viele Informationen über die Personen sammeln, für die Sie die Rede verfassen. Oft kennen Freunde und Verwandte witzige Geschichten aus der Kindheit des Paars oder erinnern sich an gemeinsame Erlebnisse. Diese Anekdoten machen eine Rede sehr individuell und einzigartig.

Nutzen Sie für Ihre Rede lustige und schöne Erlebnisse sowie positive Eigenschaften des Brautpaars und sparen Sie Negatives aus. Das Hochzeitsfest wird durch eine Rede gekrönt und dient nicht dazu, alle Wahrheiten aufzudecken.

Dabei unterhält die Hochzeitsansprache das Publikum. Sie bringt das Paar selbst und alle Angehörigen zum Lachen, gleichzeitig wohnt der Ausführung eine sentimentale Note inne. Idealerweise fällt die Rede sowohl humorvoll wie auch gefühlsbetont aus.

Traurige Anlässe: Grabreden und ernste Ansprachen

Im direkten Gegensatz zur Hochzeitsrede steht die Trauerrede. Da das Kernthema einer solchen Rede der Verlust eines Menschen ist, ist der Rahmen des Anlasses besonders zu beachten.

Die Stimmung unter Gästen und Angehörigen ist niedergeschlagen und gedrückt. Es ist deshalb essenziell, als Redner Rücksicht auf die Gefühle der Zuhörer zu nehmen. Humor und Wortwitz sind an dieser Stelle unangebracht und verletzen unter Umständen.

Es kann schwierig sein, den richtigen Ton zu treffen und niemandem zu nahe zu treten. Als Orientierung gilt: Schlichte Worte passen zu ernsten Anlässen, da sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Worte gelten nur der Person, die die Angehörigen betrauern, und bringt deren positiven Eigenschaften zum Ausdruck.

Die Gemeinschaft der Trauernden erlebt mit der Rede einen Moment, in dem sie Abschied vom Verstorbenen nehmen und gemeinsame Erlebnisse Revue passieren lassen können. Ziel dieser Ansprache ist es also auch, dass jeder diesen Augenblick individuell erlebt und die Worte nicht als zu aufdringlich empfindet.

Anlässe für Reden: Wie unterscheiden sich die verschiedenen Redeformen?

An der beispielhaften Darstellung der Redeformen erkennen Sie, dass die Art des Redeanlasses bei der Wortwahl zu berücksichtigen ist. Mit unterschiedlichen Anlässen gehen auch unterschiedliche Zuhörer einher. Auch sie sind für die Gestaltung Ihrer Ausführungen wichtig. Je nachdem, welches Publikum Sie erwarten, sollten Sie Inhalt und Sprache an die Zuhörer anpassen. Unter anderem zählen diese Faktoren als bedeutsam:

  • Stimmung: Während einer Feier entsteht häufig eine ganz spezielle Atmosphäre. Diese kann von Fall zu Fall ganz unterschiedlich aussehen, wobei der Redner sie immer beachten sollte. Spontane Einwürfe und Ideen für die Ansprache sollten immer an die Situation angepasst sein.
  • Emotionen des Publikums: Je nach Hintergrund der Veranstaltung sind die Gefühle der Zuhörer verschieden. Bei einem fröhlichen Fest können Sie mit positiven Emotionen rechnen. Jedoch ist es wichtig, sich beispielsweise bei einer Grabrede auf die Trauer der Anwesenden vorzubereiten sowie sie zu bedenken und zu respektieren.
  • Individueller Inhalt: Bei einer Begrüßungsrede ist es häufig nicht nötig, die Eigenschaften der Hauptpersonen einer Veranstaltung darzustellen. Als Redner auf einer privaten Feier gilt es jedoch, inhaltlich Bezug zu den Personen zu nehmen. Die positive Darstellung der Beteiligten ist ebenso Teil der Ansprache wie der angemessene Ton.

Im besten Fall gleichen Sie Ihre Rede an Ihre Adressaten an und formulieren Ihr Anliegen bzw. Ihre Botschaft maßgeschneidert für Ihr Publikum. Oft ist es schwierig, immer wieder neue Worte zu finden, gerade wenn Sie häufiger Ansprachen in ähnlichem Kontext halten. Hierbei kann es hilfreich sein, einzelne Passagen mit einer individuellen Note zu versehen, auch wenn Sie andere Teile aus früheren Reden entnehmen. Behalten Sie somit immer im Kopf, was Ihre Zuhörer ausmacht und welche Merkmale Sie aufgreifen.

Auf den Redeanlass abstimmen: Wie konzipiere ich meine Ansprache?

Sie haben herausgefunden, wie die Veranstaltung konkret aussieht, für die Sie die Rede vorbereiten? Das ist besonders wichtig. Denn, wenn Sie eine Rede zum

halten müssen, erfahren Sie mit einer umfassenden Recherche mehr über die unterschiedlichen Facetten des Anlasses und können herausfinden, welche Themen für dieses Event wichtig sind. So gehen Sie sicher, dass Sie alle relevanten Inhalte abdecken.

Im Anschluss an die Vorbereitungsphase folgt die auf den Redeanlass abgestimmte Themensuche. Nachdem Sie die Merkmale des Publikums, die der wichtigsten Personen und die des Events erkannt haben, sammeln Sie passende Ideen.

Besonders nützlich für die Ideensammlung ist ein Brainstorming. Dabei schreiben Sie alle Informationen auf, die Sie zu Ihrem Thema finden und sortieren diese in Form einer Mindmap. Dieses Vorgehen ermöglicht, dass Sie alle interessanten Inhalte auf einen Blick erkennen, ordnen und verknappen können.

Als Inspirationsquelle für Ihre Stoffsammlung können Sie sowohl Bekannte und Freunde heranziehen sowie in Büchern und Zeitschriften blättern. Außerdem hilft ein Blick auf themenrelevante Webseiten: Im Internet lassen sich schnell verschiedene Ideen und Meinungen finden, die Sie in Ihre Rede einbauen bzw. für Ihre Ansprache weiterentwickeln können. Steht das auf den Anlass der Rede angepasste Konzept, geht es mit der sprachlichen Gestaltung weiter.

Stilmittel und sprachliche Besonderheiten im Fokus

Rhetorik

Überzeugungskraft zielt mit sprachlichen Besonderheiten auf die Aufmerksamkeit der Zuhörer © Robert Przybysz – Shutterstock

Wie auch andere Textformen überzeugt eine Rede umso mehr, je ausdrucksvoller sie sprachlich gestaltet ist. Je nach Anlass können Ansprachen ausgeschmückt sein oder eher schlicht gehalten werden. Dabei sollten Redner beachten, wie groß die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer ist.

Die Art der Veranstaltung bzw. der Redeanlass beeinflusst zudem, ob das Publikum offen für eine komplexere Rede ist oder eher eine kurze und einfache Ansprache erwartet. Grundsätzlich lassen sich einige Stilmittel relativ unkompliziert in Ihre Rede integrieren:

  • Rhetorische Fragen ermöglichen es Ihnen, das Publikum in Ihre Rede miteinzubeziehen. Die Interaktion zwischen Sprecher und Zuhörern macht die Ansprache abwechslungsreich und animiert das Publikum dazu, mitzudenken.
  • Nicht immer können Zuhörer alle Themen sofort verstehen, die Sie in Ihrer Rede erwähnen. In vielen Fällen ist es hilfreich, bestimmte Ideen in Vergleichen Auf diese Weise erhält das Publikum ein konkretes Bild davon, was Sie meinen.
  • Anaphern, Alliterationen und Ellipsen sind zusätzliche sprachliche Instrumente, um Ihren Text zu verfeinern. Häufig nutzen Sie diese Stilmittel ganz automatisch. Sie können sie jedoch auch gezielt einfügen, um die Sätze aufzufrischen und abwechslungsreicher zu gestalten.

Wichtig ist – unabhängig von den Anlässen der Reden – dass Sie Ihre Ansprache nicht überladen. Das Publikum kann Ihren Worten nicht mehr folgen, wenn Sie Stilmittel an Stilmittel aneinanderreihen. Behalten Sie deshalb immer das Gesamtkonzept im Blick. Wenn Inhalt und Sprache ausgewogen sind und sich ergänzen, sind Ihre Zuhörer länger aufmerksam und verfolgen Ihre Rede konzentriert.

Ihr Auftreten passend zum Redeanlass

Inhalt überzeugt, aber auch Ihr Auftreten beeinflusst das Publikum. Berücksichtigen Sie beispielsweise Ihre äußere Erscheinung. Welche Kleidung tragen Teilnehmer der Veranstaltung? Gibt es einen Dresscode? Wenn Sie vor Ihre Zuhörer treten, bewertet das Publikum Sie zunächst nach Ihrem Äußeren. Ihre Kleidung kann somit den ersten Eindruck ausmachen.

Zudem entscheiden Ihre rhetorischen Fertigkeiten Ihren Einfluss auf die Zuhörer. Es kann helfen, eine Rede probeweise vor einem Bekannten vorzutragen. So verringert sich die Angst, vor anderen zu sprechen, und Sie erhalten ein Gefühl dafür, wie Ihr Text auf ein Publikum wirkt. Durch eine sichere Vortragsweise überzeugen Sie bei allen Anlässen.

Redaktion redenwelt.de

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