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Eine Nikolausrede halten – etwas Besinnlichkeit und eine Prise Humor

Der 6. Dezember — Nikolaustag — ist ein wichtiger „Feiertag“ im Dezember, den besonders Kinder lieben. Traditionell werden am Abend des 5. Dezember Schuhe fein säuberlich geputzt und dann vor die Tür gestellt. Am nächsten Morgen finden die Kinder Geschenke darin, meistens ein paar Süßigkeiten und etwas Spielzeug. Wichtig ist vielen Eltern, dass die Kinder mehr über Großzügigkeit lernen können.

Daran sollen die Geschenke sie erinnern, die eng mit der Person des Heiligen Nikolaus verknüpft sind. Er war für seine Freimütigkeit bekannt. So hat der Heilige Nikolaus immer wieder auch Menschen gerettet, indem er seinen Besitz teilte.

Eine Nikolausrede für Kita-Kinder oder Schüler vorbereiten

Wenn man für Kindergartenkinder oder Schüler eine Nikolausrede vorbereitet, sollte man diesen Aspekt auf jeden Fall einfließen lassen. Häufig findet die Adventsfeier in Schule oder Kindergarten an diesem Tag statt. Manchmal wird ein Weihnachtsmann gebucht, der für die Kinder kleine Geschenke in einem Sack mitbringt.

Früher hatte er stets auch eine Rute dabei, um die unartigen Kinder zu bestrafen – auf dieses Detail wird heute jedoch lieber verzichten. Ob es nun Knecht Ruprecht allein war, der die Kinder besuchte, oder ob Ruprecht als strafender Helfer den Nikolaus begleitet hat, unterscheidet sich von Region zu Region. Die Nikolausrede kann man entsprechend anpassen.

Für Schüler und für kleinere Kinder ist es schön, wenn die Nikolausrede in Reimen vorgetragen wird. Der metrische Rhythmus hilft beim Zuhören und eine kleine Pointe am Ende lockert die Stimmung nach dem Zuhören auf.

Aus unseren Musterreden: Nikolausrede bzw. Gedicht für Kinder

Kinder, es ist spät im Jahr,
und Weihnachten steht vor der Tür,
und wegen dieser besondren Zeit,
bin ich heute hier.

Ihr alle kennt den Weihnachtsmann,
der euch die Geschenke bringt,
doch kennt ihr auch den Nikolaus,
von dem man heute singt?

Der Nikolaus war ein besonderer Mann,
das Schenken lag ihm am Herz,
er teilte wirklich sein ganzes Geld,
und linderte manchen Schmerz.

Drei Töchter bewahrte er vor der Pein,
mit Goldkugeln im Schuh,
sie konnten weiter zur Schule gehn,
der Vater hatte Ruh.

Damit ich euch davon erzählen kann,
komm´ ich von weit, weit her,
über Mahlo und von Strümpfelbach,
und ich freue mich wirklich sehr.

Dass hier so viele brave Kinder sind,
und ihre Stiefel glänzen so fein,
sie haben mir schöne Bilder gemalt,
und lernten so manchen Reim.

Dem Gott gefiel der Nikolaus auch,
er erinnert uns immer daran,
dass das Geben besser als Nehmen ist,
das lernen wir von diesem Mann.

Darum schauen wir am Nikolaustag
genau in unseren Schuh,
meistens finden wir Schokolade darin,
aber nie einen Kakadu.

Ein kurzes Gedicht über den Nikolaus für die Weihnachtsfeier

Wenn ihr alle artig wart,
streiche ich mir durch den Bart,
packe die Geschenke aus,
flieg´ dann mit dem Schlitten
schnell nach Haus´.

Die Kinder zum Nikolaus ein Gedicht aufsagen lassen

Natürlich können auch die Kinder ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen, bevor sie ihre gefüllten Strümpfe entgegennehmen. Jeder kennt aus seiner Kindheit das Lied: Lasst und froh und munter sein. Das kann man mit den Kleinen einüben. Ein kleines Gedicht kann jedes Kind aufsagen. Wenn es schnell gehen soll oder die Kinder zu aufgeregt sind, um allein etwas vorzutragen, können sie auch gemeinsam sprechen. Zum Beispiel dieses Gedicht:

Ruprecht, Ruprecht, guter Gast

Ruprecht, Ruprecht, guter Gast,
hast du mir (uns) was mitgebracht?

Hast du was, dann setz dich nieder,
hast du nichts, dann geh nur wieder.

(Autor unbekannt)

Musterreden: Ein Brief vom Nikolaus

Vielleicht hat der gute Nikolaus aber auch einen lieben Brief geschrieben und ihn zusammen mit den Geschenken vor die Tür gestellt? Immerhin hat er sehr viel zu tun und muss noch viele andere Kindergärten und Grundschulen besuchen.

Inhalt Brief vom Nikolaus

Liebe Kinder!

Eure Lehrerin/Erzieherin hat mit gesagt, dass ihr das ganze Jahr über recht artig wart. Das freut mich sehr! Dann macht es mir noch viel mehr Spaß, Geschenke für euch auszusuchen. Ich habe euch einen Sack voller Leckereien und kleiner Präsente gepackt, die euch viel Freude machen sollen. Dass euer Raum schön geschmückt ist, habe ich schon von draußen gesehen. Es ist fabelhaft, wenn ihr in der dunklen Zeit ein Licht anzündet. Wisst ihr aber auch, was das hellste Licht ist? Es ist das Licht, das zwischen Menschen leuchtet. Wenn ihr nett zu euren Freunden seid und euer Spielzeug teilt. Wenn ihr Geduld habt, auch wenn euer Freund etwas länger braucht. Wenn ihr mit euren Eltern Plätzchen backt und Weihnachtslieder singt.

An dieses Licht machte ich euch heute erinnern. Denkt daran, wenn die Schokolade in eurem Mund schmilzt. Das größte Geschenk für einen anderen kann das sein, was ihr für ihn tut.

Darum komme ich jedes Jahr wieder, um euch daran zu erinnern. Und natürlich, um mich an eurer Weihnachtsfeier zu freuen! Denn die Weihnachtszeit beginnt im Herzen.

Mit lieben Grüßen,

euer Nikolaus.

Eine Weihnachtsansprache zur Betriebsweihnachtsfeier/im Verein

Auch Erwachsene lieben Geschenke, und selbst wenn sie nicht mehr an den lieben Gott, den Nikolaus oder den Weihnachtsmann glauben, genießen sie es dennoch, bei der Weihnachtsfeier an den „Geist der Weihnacht“ erinnert zu werden. Dieser besondere Spirit, der sich auch in der allseits bekannten Weihnachtsgeschichte spiegelt, sollte im Advent zu spüren sein und in Weihnachtsreden aufgegriffen werden. Worum geht es dabei?

Hier eine unserer Musterreden, die Ihnen als Vorlage dienen kann:

Nikolausrede für eine Weihnachtsfeier im Verein oder Betriebsweihnachtsfeier

Liebe Kollegen, liebe Mitarbeiter, liebe Freunde,

der Advent ist die Zeit, in der man sich auf das Miteinander besinnt. Dafür möchte ich euch heute ein Lob aussprechen – ich hatte in diesem Jahr wirklich das Gefühl, dass wir alle an einem Strang gezogen haben. Natürlich gab es auch schwierige Momente, doch gemeinsam haben wir sie gemeistert und haben unsere Ziele erreicht.

Zwar packt für uns Erwachsene niemand Geschenke in einen Sack und stellt sie uns vor die Tür, aber wir können uns gegenseitig Geschenke machen: unseren Zusammenhalt, unser Vertrauen, die gemeinsamen Ziele. Die Geschichte vom Heiligen Herrn Nikolaus dreht sich rund um das Teilen. Auch in einer Zeit der Ellenbogen-Mentalität hat das nichts an Aktualität verloren! Lasst und auch nach der Weihnachtszeit daran denken, dass wir als Team zusammenhalten und immer unsere gemeinsamen Interessen im Auge behalten.

Und jetzt lasst uns anstoßen und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen!

Gedicht für die Adventsfeier im Verein/Betrieb

Von draußen, von der Autobahn
komm ich her,
ich muss euch sagen, es staut sich sehr,

Als Nikolaus hat man´s heute nicht leicht,
jede Betriebsweihnachtsfeier man doch
pünktlich erreicht.

Ob Strümpfelbach, Mahlo oder Berlin,
ich hab keinen Schlitten,
ich fahr mit Benzin.

Ich kündige euch die frohe Botschaft an,
doch den großen Sack,
bringt der Weihnachtsmann.

Ich bin nur sein Helfer,
komme früher im Jahr,
auch wenn das mit dem Mantel,
mein Copyright war.

Ich teilte den Mantel,
der Dezember war kalt,
ihr dürft´ s nicht vergessen,
die Geschichte ist alt.

Zu Weihnachten teilen wir,
und vergessen den Stress,
also hoch die Tassen,
lasst uns feiern das Fest.

In der Nikolausrede auf die Geschichte eingehen

Natürlich kann man bei den obligatorischen Weihnachtsreden auch auf die Geschichte des Nikolaus eingehen. Das es sich dabei um den Heiligen Nikolaus handelt, der wahrscheinlich aus der Verschmelzung zweier historischen Figuren entstand, wissen wohl die meisten.

Nikolaus von Myra wurde um das Jahr 280 geboren. Mit 19 Jahren wurde er zum Priester geweiht und später zum Bischof gemacht. Er war das Kind reicher Eltern und verfügte über ein beträchtliches Vermögen, das er gern mit den Armen und Hilfsbedürftigen teilte. So wird er gern mit drei goldenen Äpfeln in der Hand abgebildet, die auf eine Legende verweisen, die wohl die bekannteste Geschichte rund um den Heiligen aus Myra ist:

Es war einmal ein sehr armer Mann, der krank und gebrechlich war und nicht mehr arbeiten konnte. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als seine drei Töchter auf dem Markt als Dirnen anzupreisen. Nikolaus von Myra erfuhr von der Not der Familie und schlich sich nachts zu ihrem Haus. Er warf drei goldene Kugeln durch das Fenster, manche sagen, in den Kamin, sodass die Mädchen vor dieser Pein gerettet waren und die Familie nie wieder Hunger leiden musste. Das war eine Freude, als die vier am nächsten Morgen die Gaben entdeckten! Von diesem Ereignis ist auch der Brauch inspiriert, Strümpfe an den Kamin zu hängen, in die über Nacht Geschenke gesteckt werden.

Die zweite Figur, aus der unser heutiger Nikolaus entstanden ist, war der Abt Nikolaus von Sion in Lykien. Er zog von Tür zu Tür, um die Kinder zu beschenken und die Botschaft von Gott zu verbreiten. Darauf lässt sich der Brauch mit den Geschenken ebenfalls zurückführen.

Eine etwas andere Weihnachtsansprache

Je nach Rahmen der Feierlichkeit kann man die Nikolausrede auch dazu verwenden, um auf die heidnischen Wurzeln der Mythen und Sagen rund um Weihnachten aufmerksam zu machen. In Zeiten, in denen der christliche Gott für immer weniger Menschen eine Bedeutung hat, kann das sehr spannend sein. Solche Weihnachtsreden sollte man jedoch nicht in einem christlichen Umfeld halten, weil das als anstößig empfunden werden könnte.

Die etwas andere Weihnachtsgeschichte

Bei all den Erzählungen rund um Herrn Nikolaus wird dem einen oder anderen aufgefallen sein, dass es doch eigentlich recht seltsam ist, dass im Dezember gleich zwei Männer auf einem Schlitten mit Geschenken in einem Sack kommen? Rein geschichtlich ist es so, dass die Feier Ende Dezember eigentlich nichts mit einer Person zu tun hat, sondern sich ursprünglich rund um die Sonnenwende am 21.12. drehte.

Das war, bevor die Geschichte vom lieben Gott im Abendland verbreitet wurde. Für unsere Vorfahren, die ohne elektrisches Licht auskommen mussten, war die dunkle Zeit noch viel belastender als für uns. Sie hatten keine Supermärkte oder elektrisch beheizte Gewächshäuser. Die Pause in der Natur war auch für sie eine Zeit der Einkehr. Die Ernten waren eingebracht, die Vegetation schlief. Wie würde wohl das nächste Jahr werden? Wann würde die Sonne wiederkehren?

Die Sonnenwende als Feiertag

Die Sonnenwende war einer der wichtigsten Feiertage. Nun wurden die Tage wieder länger und man bewegte sich auf eine neue Zeit der Aussaat zu. Das bedeutet, das eigene Überleben sichern zu können. Der Schnee würde schmelzen, die Natur wieder erwachen und fruchtbar werden.

Und was hat es mit dem Mann im (ursprünglich blauen) Mantel auf sich? Es kann Aufschluss bringen, wenn wir auf den Namen schauen, unter dem dieser Mann in einigen Regionen Deutschlands bekannt war: Knecht Ruprecht. Ruprecht, später als Helfer des Nikolaus bekannt, ist eine eigenständige Person. Wer ist es? Sein Name bedeutet Hruodprecht oder Hruod Percht, was auf altnordisch so viel heißt wie: ruhmreicher Percht oder auch „Ruhmreicher“. Der Legende nach war das Odin selbst, der Göttervater aus den Geschichten unserer Vorväter, der die Häuser der Menschen besuchte. Seine Rute, sein Stecken war nicht dafür da, jemanden zu schlagen und zu bestrafen, sondern galt als ein Lebenszweig, mit dem er die Menschen berührte, um sie zu verjüngen. In den Stiefeln vor den Türen der Menschen steckte Hafer für sein Pferd, und zum Dank brachte er den Menschen Nüsse und Äpfel.

Welche Nikolaus Rede oder Geschichte die Gäste der Weihnachtsfeier auch zu hören bekommen, eines ist klar: Zu Weihnachten geht es darum, sich und anderen eine Freude zu machen. Es ist der Monat der großen Feier, sei es die Geburt des Gottessohnes oder die Wiedergeburt der Sonne. Es ist die Zeit, um auf ein erfolgreiches Jahr zu blicken, ein Lob auszusprechen, seine Mitarbeiter zu motivieren, Resümee zu ziehen und auch: sich auf ein neues Jahr, eine neue Saison und neue Ziele einzustimmen. Doch zuerst machen wir eine kleine Pause und orientieren uns dabei an der Natur.

Redaktion redenwelt.de

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