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Abschiedsrede: Tipps für Ihre Rede zum Abschied
6 Regeln für Ihre Abschiedsrede
"Damit Sie immer an uns denken": Wie Sie einen Mitarbeiter/Kollegen/Vereinskamerad verabschieden
Der Redner soll ein Vertrauter des Adressaten sein, ein positives Verhältnis zu ihm haben
Die Abschiedsrede muss persönlich und individuell gehalten sein. Es geht bei einer Verabschiedung nicht nur um die Sekretärin oder den Pförtner, die oder der den Kollegenkreis verlässt.
Die Verabschiedung ist der Anlass, auch die richtige Person als Redner für die Abschiedsrede zu bestimmen: Denn der Abschiednehmende und der Abschiedgebende sind quasi die zwei Seiten einer Medaille: Beide sind gleich wichtig und beide (noch) untrennbar verbunden.
Daraus folgt für die Auswahl des Abschiedsredners: Er sollte dem Adressaten verbunden sein, ein befreundeter Kollege, ein langjähriger Mitarbeiter. Und dieses positive Verhältnis sollte in der individuellen Rede auch zum Ausdruck kommen.
Wenn Sie gebeten werden, einen Kollegen zu verabschieden, mit dem Sie jahrelang im Streit gelegen haben, sollten Sie höflich unter einem Vorwand ablehnen und einen geeigneten Kollegen vorschlagen. Ihre Abschiedsrede könnte sonst schnell frostig oder scheinheilig – auf jeden Fall peinlich – werden.
Merke: Die Abschiedsrede muss also nicht unbedingt der unmittelbare Vorgesetzte des zu Verabschiedenden halten!
Ihre Abschiedsrede muss kurz und prägnant sein
Für diesen Anlass gilt ganz besonders, was eigentlich Grundsatz für fast alle Reden sein sollte: Sprechen Sie kurz und prägnant. In der Kürze liegt die Würze!
Es ist weder erforderlich noch wünschenswert, alle Einzelheiten und Entwicklungsstufen aus dem Arbeitsleben des Adressaten aufzuzählen und hervorzuheben. Nicht ein kompletter Lebenslauf ist das Ziel, sondern es gilt, ein paar positive Glanzlichter aus der Tätigkeit der oder des zu Verabschiedenden zur Sprache zu bringen. Daraus folgt die thematische Regel Nummer 3.
In der Abschiedsrede sollten Sie Leistung und Persönlichkeit des Adressaten positiv würdigen
Im Grunde brauchen Sie nur vier Punkte in Ihrer Abschiedsrede anzusprechen:
- Was hat der Abschiednehmende für die Firma, die Behörde, den Verein getan und zukunftsweisend bewirkt?
- Wodurch hat er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen, Untergebenen, Vorgesetzten ausgezeichnet?
- Welche hervorstechenden Charakter-Eigenschaften haben seinen Arbeitsstil geprägt?
- Warum wird er künftig allen fehlen?
Der Adressat soll dabei Anerkennung für seine Tätigkeit erfahren. Aber Achtung: Sie halten keinen Nachruf oder eine Gedenkrede sondern eine Abschiedsrede. Der zu Verabschiedende steht ja – vielleicht gerührt, aber in bester Laune – vor oder neben Ihnen. Daraus folgt, um Nachrufstimmung zu vermeiden, der nächste Punkt.
Ihre Abschiedsrede sollte humorvoll sein
Ihre Abschiedsrede ist gelungen, wenn die Anwesenden – der zu Verabschiedende eingeschlossen – mindestens ein halbes Dutzend Mal herzhaft lachen können. Sie werden also nicht nur die Bewährung des Abschiednehmenden in schweren Zeiten der Firmengeschichte beschwören, sondern auch heitere Anekdoten erzählen, ein Bonmot des Adressaten zitieren, über eine lustige Begebenheit vom Betriebsfest berichten.
Auf diese Weise vermeiden Sie Beweihräucherung und übertriebenes Lob, das von den Anwesenden ohnehin als unecht und scheinheilig empfunden würde.
Um eine allzu würdige Stimmung zu vermeiden, sollten Sie sich auch bei Ihrer Abschiedsrede an folgendes halten:
Ihre Abschiedsrede kann augenzwinkernd auf kleine menschliche Schwächen des Adressaten anspielen
Der Kollege oder die Kollegin ist schließlich bekannt, und alle Anwesenden kennen seine oder ihre Kanten und Ecken. Idealisierung ist also fehl am Platz; statt dessen sollte neben der Würdigung der Leistung auch eine humorvolle Andeutung kleiner Fehler erfolgen.
Aber Achtung: Sie sollen hier nicht abmahnen oder alte Rechnungen begleichen. Der Adressat muss über Ihre Anspielungen lachen oder wenigstens schmunzeln können.
Blicken Sie auf die Zukunft des Abschiednehmenden
Schildern Sie zum Abschluss Ihrer Abschiedsrede die Zukunft des Abschiednehmenden. Wie er in neuer Umgebung Wichtiges gestaltet. Oder wie er im Ruhestand langgehegte Pläne verwirklicht (z. B. Reisen zu unternehmen, ein Buch zu veröffentlichen, ein Hobby intensiver zu betreiben, ein Ehrenamt wahrzunehmen, seine Memoiren zu schreiben, eine Nebentätigkeit zu betreiben, Auslandskontakte zu pflegen, im Verein aktiv zu werden).
Wenn Sie diese 6 grundsätzlichen Regeln für Ihre Abschiedsrede beachten, kann bei der Verabschiedungsfeier eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Aber – gute Regeln garantieren noch lange keinen pfiffigen oder brillante Abschiedsrede.
Deshalf finden sie hier noch pfiffige Zitate, brillante Anekdoten und Vorlagen für Ihre Abschiedsrede.
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