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Motivationsrede
Motivationsrede leicht gemacht: Mut zur Zukunft
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Die Hauptaufgabe der Managerin und des Managers in Führungspositionen ist die Motivation. Wenn wir von motivieren sprechen, so bedeutet das konkret: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktivieren, ihnen ein Motiv geben, die Ziele des Unternehmens zu ihren eigenen Zielen zu machen, sich für das Unternehmen einzusetzen.
Motivationsrede-Aufbau: Die 5 Stufen der positiven Beeinflussung
Motivationsrede: 1. Stufe - Vermitteln Sie als Redner Sympathie
Sorgen Sie schon bei der Wahl des Orts für eine angenehme Atmosphäre. Dies wissen die Mitarbeiter( innen) zu schätzen; es macht sie bereit, Ihnen wohl gesonnen zuzuhören. Inhaltlich gilt: Jede Motivationsrede sollte Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (sinngemäß) vermitteln:
- Ich achte und respektiere Ihre persönliche Leistung.
- Ich achte und respektiere Ihre Individualität.
- Ich interessiere mich für Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen.
- Mir liegt daran, Sie in Ihrer Entfaltung zu fördern.
- Ich bin offen und ehrlich in meinem Verhalten und meiner Kommunikation.
Motivationsreden
Motivationsrede der Führungskraft
Motivationsrede: 2. Stufe - Wecken Sie Interesse
„Gibst du mir, gebe ich dir.“ Alles im Leben ist ein Geben und Nehmen. Ihre Mitarbeiter sind mit dem gleichen Recht auf den eigenen Vorteil bedacht, wie Sie selbst nach der Verwirklichung Ihrer Ziele streben. Das ist hier wie dort nichts Verwerfliches.
Wenn Sie motivieren wollen, müssen Sie dem gerecht werden. Die Managementlehre hat für dasInstrumentarium des „Gebens“ den Ausdruck „Incentives“ (Anreize) geprägt.
Die zurzeit wichtigsten Anreize sind materieller Art, also Geldzuwendungen in Form von Zusatzgehältern, Prämien, Gewinnbeteiligungen etc. Immaterielle Belohnungen (wie lobende Anerkennungen) stehen erst an zweiter Stelle.
Zur Vorbereitung Ihrer Motivationsrede klären Sie zunächst zweierlei:
a) Wie verhalten sich meine Mitarbeiter(innen) bisher? Bringen alle die Leistung, die ich von ihnen erwarte und zu der sie auch fähig sind? Welche Defizite gibt es?
b) Wie kann ich ihre Einstellung ändern, welchen Grund, welches Motiv kann ich ihnen geben, sich anders zu verhalten?
Die erste Frage können Sie am besten durch Gespräche „an der Basis“ klären. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter konkret nach Kritikpunkten: Was haben sie auszusetzen an den Arbeitsbedingungen, am Arbeitsklima, auch an den Vorgesetzten oder an Ihnen. Dies ist notwendig, um zu klären, wie sich die Einstellung verändern lässt.
Eventuell können Sie diese Befragung auch durch die Mitarbeiter selbst (oder ein unabhängiges Institut) durchführen lassen.
Tipp: Wenn Ihnen die Belegschaft die Kritikpunkte nicht selbst vortragen möchte, sollten Sie ein Unternehmenstheater beauftragen. Die Schauspieler schlüpfen dann in die Rolle von Mitarbeitern. Dabei genügen zwei: Der eine spielt einen sehr kritischen, der andere einen eher moderaten Mitarbeiter.
Für jede Motivationsrede sind des Weiteren die Grundbedürfnisse zu beachten, die allen Menschen eigen sind:
Das Streben nach Sicherheit
Jeder Mensch braucht Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Und er will sich geborgen fühlen, strebt nach emotionaler Sicherheit. Auch jeder Mitarbeiter.
Materielle Sicherheit wird durch die Sicherheit des Arbeitsplatzes gewährleistet, durch gute Auftragslage des Unternehmens, durch emotionale Sicherheit (Geborgenheit, Gefühl der Zugehörigkeit) durch das richtige Klima am Arbeitsplatz.
Das Streben nach Vorteilen
Eines jeden Menschen Motivation, sich für etwas einzusetzen, erwächst auch aus der Perspektive, hierdurch Vorteile für sich und seine Angehörigen zu gewinnen.
Im beruflichen Alltag können das Gratifikationen sein, es kann die Aussicht auf ein höheres Gehalt sein, auf Gewinnbeteiligung oder auch auf Privilegien, die dann mittelbar wieder materielle Vorteile bringen.
Das Streben nach sozialen Kontakten
Der Mensch ist ein soziales Wesen, ohne Kontakte zerbricht er. So möchte jeder gern „dazugehören“. Viele können erst in der Gemeinschaft, im Team Stärke zeigen. Die Gruppe gibt Rückhalt, der Einzelne traut sich dort mehr zu. So ist er auch bereit, seinerseits in diese Gruppe zu investieren. Wer motivieren will, sollte daher das „Wir-Gefühl“ ansprechen, also den Mitarbeitern das Gefühl geben, zu einer besonderen Gruppe/Firma/Bank etc. zu gehören.
Das Streben nach Status
Geltungsstreben beurteilen wir negativ; nichtsdestoweniger ist niemand frei davon. Durch Privilegien und Statussymbole kann das Streben nach Macht, Autorität und sozialem Ansehen genutzt werden, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu höheren Leistungen anzuspornen. Statussymbole wie beispielsweise ein durch Lage und Ausstattung privilegiertes Büro, ein Titel, ein Firmenwagen, ein gekennzeichneter Parkplatz etc. stärken Macht und Autorität eines Menschen.
Das Streben nach Überlegenheit
Auch der Wettbewerb zwischen Teilen eines Unternehmens vermittelt einen Status, nämlich einen, der gemeinsam erkämpft und errungen wird und dadurch das Gruppen-Gefühl immens stärkt. In vielen international tätigen Unter-nehmen stehen fast immer die Länderteams im Vertriebsbereich im Wettbewerb miteinander. Die Zentrale schürt diese Konkurrenz und belohnt die erfolgreichsten großzügig: ein gewaltiges Motivationspotenzial!
Das Streben nach Bequemlichkeit
Der Mensch mag Komfort, will Privilegien auch einmal in Ruhe genießen und es sich bequem machen, als Ausgleich zum Tempo und Stress der Arbeitswelt. Als Motivator können Sie gezielt dieses Streben ansprechen, etwa durch Freizeitanreize, verbesserte Arbeitsbedingungen oder Belohnung mit Sonderurlaub. Das Streben nach Selbstverwirklichung Der Mensch ist von Natur aus neugierig, will Erkenntnisse, Informationen, Wissen sammeln und abwechslungsreiche Erfahrungen machen. Neue Erfahrungen, neues Wissen, neue Fertigkeiten können in Survival-Trainings, aber auch auf weniger dramatische Weise erlangt werden, etwa durch ein Jahr in der Filiale in Singapur, eine attraktive Fortbildungsmaßnahme oder Freiräume für die eigene Kreativität am Arbeitsplatz.
Motivationsrede: 3. Stufe - Überzeugen Sie Ihr Publikum
Eine Führungskraft, die lediglich Gratifikationen im Einzelfall in Aussicht stellt, also wenn die Mitarbeiter dies und das tun oder lassen, bewegt sich auf dünnem Eis. Um Menschen langfristig zumotivieren, gehört schon etwas mehr dazu; sie wollen überzeugt sein.
Eine schlüssige Argumentation in Ihrer Motivationsrede wird am Ende immer überzeugen. Die Teile der Rede sollten lückenlos und stringent ineinander greifen. Legen Sie Ihre Argumentationskette logisch und klar an.
Drei Checkpunkte helfen Ihnen dabei:
a) Was will ich erreichen?
Formulieren Sie ein genaues Ziel und lassen Sie es nicht mehr aus den Augen.
b) Wie argumentiere ich?
Suchen Sie alle Argumente für Ihre Zielsetzung zusammen und stellen Sie sie in einen logischen Sinnzusammenhang. Konzentrieren Sie sich auf die stärksten Argumente und lassen Sie die schwächeren, angreifbaren bereits bei der Redevorbereitung fallen. Je genauer Sie die Materie kennen, je besser Sie informiert sind und je deutlicher Sie die Strukturen durchschauen, umso überzeugender können Sie argumentieren.
c) Welche Einwände gibt es?
Befreien Sie sich von der Vorstellung, dass keiner etwas gegen Ihre Argumente haben kann. Falls es bisher immer so sein sollte, dass Ihnen niemand widerspricht, liegt der Verdacht nahe, dass Sie entweder eine Ausnahme-Erscheinung sind oder einen despotischen Führungsstil pflegen. Da traut sich dann einfach keiner mehr, ein Gegenargument vorzubringen. Und dies kann nicht zur Motivation, sondern muss zum Gegenteil führen.
Durchdenken Sie also die möglichen Einwände im Voraus; versuchen Sie, sie zu verstehen und eine Lösung zu finden, die die Bedenken gegenstandslos macht.
Motivationsrede: 4. Stufe - Wecken Sie Begeisterung
Motivieren können Sie nur dann, wenn Sie von dem, was Sie sagen, selbst überzeugt, ja begeistert sind. Ihr Enthusiasmus muss anstecken, Ihre Lebendigkeit muss den anderen signalisieren: „Es lohnt sich, für diese Ziele zu kämpfen, sich hier zu engagieren. Schaut mich an, in welche Begeisterung mich das zu versetzen vermag.“
Ihre wichtigste Aufgabe (und Qualifikation) als Vorgesetzte(r) besteht darin, andere für Ihre Ziele zu gewinnen, positiv zu beeinflussen, und zwar ohne Druck, ohne Zwang, allein durch die Kraft Ihrer Worte und Taten, durch die Kraft Ihrer eigenen Begeisterung, die sich auf die anderen überträgt.
Letztlich heißt das: Ihr Erfolg als Vorgesetzte(r) erwächst daraus, dass Sie Ihre Mitarbeiter(innen) erfolgreich machen.
Wenn Ihre Motivationsrede richtig angelegt ist und Begeisterung wecken kann – wunderbar! Denn:
- Begeisterung überwindet das Trägheitsgesetz und regt zum Handeln an.
- Begeisterung weckt Zuversicht, die Flügel verleiht.
- Begeisterung stärkt Selbstvertrauen und macht Mut.
- Begeisterung wirkt anziehend auf andere und vergrößert den Kreis der Kämpfer.
- Begeisterung erreicht Ziele, die sonst unerreichbar bleiben.
Für einen Betrieb, ein Unternehmen bedeuten begeisterte Mitarbeiter(innen): Die Arbeit macht Spaß, und die Produktivität steigt. Davon profitieren die Qualität der Arbeit, die Zufriedenheit der Kunden, die Wettbewerbsfähigkeit.
A und O: die Glaubwürdigkeit
Glaubwürdigkeit ist Ihr wichtigstes Kapital. Geheuchelte Leidenschaft prickelt nicht wie Champagner. Ihre Mitarbeiter(innen) werden den Unterschied untrüglich spüren. Darum sollten Sie vorher klären:
- Respektiere ich meine Mitarbeiter wirklich? Wenn nicht: Was hindert mich daran?
- Fühle ich Sympathie für sie? Wenn nicht: Wer oder was stört mich?
- Kann ich ihnen offen begegnen, vorbehaltlos zu ihnen sprechen? Wenn nicht: Was hemmt mich? Wodurch wird der offene Austausch blockiert?
Besprechen Sie vorhandene Probleme rechtzeitig mit einem Vertrauten, einem Berater, einem Coach. Durchgreifenden Erfolg als Redner(in) haben Sie, wenn Sie die Menschen lieben, zudenen Sie reden. Wenn Sie sie als Freunde und Verbündete schätzen.
Motivationsrede: 5. Stufe - Würdigen Sie Kritik und Einwände
Bei heiklen Themen wird es immer zu Kritik, Einwendungen, Angriffen, Aggressionen kommen. Offen oder verdeckt. Die Frage ist: wann? Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Sie während der Rede kalt erwischt werden.
Viel besser, als während der Rede in Minenfelder zu stolpern, ist es, Kritik – wie oben empfohlen – im Vorfeld aufzuspüren und zu entschärfen.
Versuchen Sie, unbefriedigte Bedürfnisse der Mitarbeiter rechtzeitig zu erkennen und offen anzusprechen (aber bitte vor der Rede, in bilateralen Gesprächen oder kleineren Gruppen).
Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern dabei ganz klar auf, ob und wie sie das bekommen können, was sie sich wünschen, oder warum sie es momentan noch nicht bekommen können.
Im Falle aggressiver Angriffe vor, während oder nach Ihrer Motivationsrede gibt es einige Taktiken, die Sie beherzigen sollten:
- Allererste Regel: Bleiben Sie gelassen, lassen Sie sich nicht von negativen Stimmungen anstecken oder provozieren. Schon gar nicht beim Reden.
- Hören Sie zu und halten Sie Augenkontakt. Da ein starrer Blickkontakt als Dominanzversuch ver-standen werden könnte, führen Sie den Blick besser zur Mundpartie des Gegenübers. Das signalisiert: „Ich höre zu.“
- Lassen Sie den anderen ausreden, unterbrechen Sie nicht (schon gar nicht laut) und rennen Sie danach auf keinen Fall gegen die Einwände an.
- Professioneller und hilfreicher als die barsche Ablehnung ist das Herausarbeiten von Übereinstimmungen, die Suche nach Gemeinsamkeiten oder die „Ja und“-Technik (Zustimmungstechnik), die andere Positionen auch dann respektiert, wenn es keine Übereinstimmung gibt.
- Pauschal vorgebrachte Kritik hinterfragen Sie nach dem Präzisionsmodell: „Würden Sie bitte präzisieren, was Sie vorschlagen?“/„Was meinen Sie genau damit?“
- Überlegen Sie sich, warum ein Mitarbeiter meint, aggressiv reagieren zu müssen. Haben Sie ihn ungewollt und unbedacht verletzt? Widerstand regt sich in jedem, der sich nicht geachtet und nicht respektiert fühlt, dem Vorwürfe gemacht werden oder der beschuldigt wird, vor allem, wenn dies in der Öffentlichkeit – also auch in einer Rede – geschieht. Vorwürfe, Anklagen, Schuldzuweisungen an die Adresse eines Mitarbeiters sollten Sie deshalb auf jeden Fall in Ihrer Rede vermeiden (auch in der öffentlichen Erwiderung auf Einwände).
- Wenn Sie Kritik an einem Einwand üben, dann gilt immer die Regel: Nie an der Person, nur an der Sache! Stellen Sie nie die Person infrage („Wie komme ich dazu, mir ausgerechnet von Ihnen solche Vorhaltungen machen zu lassen!?“)
Rund um die Motivationsrede:
- Motivationsrede: Quo vadis? Wohin gehst du? - Chef motiviert Mitarbeiter im Unternehmen
- Motivationsrede: Auch gegen den Wind kommt man voran - Motivations-Rede im Betrieb
→ Weitere Motivationsreden finden sie hier
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Februar
07
Heute vor
106 Jahren
Pu Yi geboren (†1967), letzter Kaiser von China (1908-12). Musste 1912 abdanken und wurde 1924 nach Japan vertrieben. [weiterlesen] »
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