Hochzeitsrede
Wie Sie eine ergreifende Hochzeitsrede schreiben und halten

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Brautvater gratuliert: Mit allen 5 Sinnen ins Glück
Im Frühsommer haben die Standesämter Hochkonjunktur. Der schönste Tag im Leben vieler Paare wird durch das JA für immer gekrönt. Sie als Festredner wollen
- mit Ihrer Hochzeistrede für einen weiteren Höhepunkt sorgen.
- dem Paar goldene Worte auf den gemeinsamen Weg „streuen“.
- dass sich Brautpaar und Gäste gerührt und begeistert an Ihre
Hochzeitsrede erinnern. - dass Sie nach dem begeisterten Applaus so glücklich sind wie
das Hochzeitspaar. - dass diejenige, die den Brautstrauß gefangen hat, schon einmal
anfragt, ob Sie nicht auch bei ihrer Hochzeit die Rede halten
könnten.
Wie Sie diese Ziele erreichen, lesen Sie hier. Die Anregungen für Ihre Hochzeitsrede können Sie gleichermaßen nutzen, ob Sie als Brautvater, als enger Verwandter oder als dem Paar nahestehender Freund reden.
Vorbereitung bringt Vorfreude und sichert den Erfolg beim Fest. Fangen Sie früh an – mit sieben Schritten zu Ihrer Hochzeitsrede!
Hochzeitsrede Tipp 1: Stöbern Sie in der Familiengeschichte!
„Weißt du noch?“ Dieser klassische Rede-Einstieg kann der Auftakt für schöne gemeinsame Stunden für Sie als Eltern sein. Aber auch Freunde können auf gemeinsame Erfahrungen zurückgreifen. Erinnern Sie sich an das bisherige Leben mit den Brautleuten, an Anekdoten aus Kindheit und Jugend, kleine originelle Sätze, Highlights, Streiche und Pannen. Alles bietet Stoff für Ihre Hochzeitsrede. Zum Licht gehört auch ein wenig Schatten, doch der hat in einer Hochzeitsrede nichts verloren.
Hochzeitsrede Tipp 2: Sammeln Sie Daten
Sammeln Sie kleine Storys, nette Aussprüche, Erfolge und Glücksfälle für Ihre Hochzeitsrede. Gegenstände wie das liebste Kuscheltier, die ersten Turnschuhe, die verschlissene Handtasche, das umkämpfte Video, eindrucksvolle Urkunden und Schnappschüsse machen Ihre Hochzeitsrede anschaulich und lebendig! Ihnen fällt da sicher viel ein!
Hochzeitsrede Tipp 3: Fragen Sie nach!
Geschwister, Verwandte, Freundinnen und Freunde sind eine Fundgrube für weitere Storys und Anekdoten. Das gilt vor allem für den „Zuwachs“, Schwiegersohn oder Schwiegertochter. Das neue Familienmitglied darf auf keinen Fall zu kurz kommen! Also bei den Recherchen besondere Sorgfalt walten lassen!
Hochzeitsrede Tipp 4: So halten Sie Ihre Hochzeitsrede kurz!
Machen Sie sich Notizen über alles, aber kurz! Danach wird es schwierig: auswählen! Denn so lang wie das bisherige Leben darf Ihre Hochzeistrede nicht werden! Beachten Sie, dass Sie für beide, Braut und Bräutigam, genug Stoff haben.
Hochzeitsrede Tipp 5: Als Vater oder Mutter können Sie in Ihrer Hochzeitsrede getrost auch von sich sprechen
Zum Rückblick gehört die Träne im Knopfloch, denn ein Abschied ist es auch. Notieren Sie ein paar persönliche Sätze für Ihre Hochzeitsrede: Was ist Ihnen an Sohn oder Tochter besonders lieb? Ein dickes Lob darf gerade an diesem Tag sein. Und Gefühl: Was werden Sie vermissen? Was möchten Sie vielleicht mitgeben aus eigener Erfahrung mit der Ehe?
Hochzeitsrede Tipp 6: Setzen Sie Anekdoten zur Auflockerung ein
Es gibt viele schlechte, oft zotige Hochzeitswitze, die den schlechten Geschmack des Witzbolds preisgeben. Es gibt aber auch ein paar gute Witze oder humorvolle Anekdoten, die Sie für Ihre Hochzeitsrede verwenden können.
- Erzählen Sie in einer lustigen Anekdote Ihre erste Begegnung mit der Braut oder dem Bräutigam.
„Der Indianer, der Kolumbus zum ersten Mal begegnet ist, hat eine böse Entdeckung gemacht“, lautet ein Aphorismus des Göttinger Professors Georg Christoph Lichtenberg. Bei mir und Daniel war es nicht ganz so schlimm. Ich hatte einen Anschlag von Daniel am Schwarzen Brett unserer Göttinger Uni gelesen: Er bot eine Mitfahrgelegenheit nach Wien an. Die Fahrt in seinem rostigen VW werde ich nie vergessen. Bevor ich ihn kennen lernte, wusste ich nicht, dass ein Käfer 160 Stundenkilometer erreichen kann. In Kassel wäre ich fast ausgestiegen. Immerhin, nach nicht einmal sieben Stunden Fahrzeit für die knapp 900 Kilometer erreichten wir heil unser Ziel. Angst schweißt zusammen – wir sind danach Freunde fürs Leben geworden. Für die Rückfahrt zog ich es dennoch vor, mit der Bahn zu fahren.
- Die Geschichte vom zerstreuten Professor
Eine junge Amerikanerin besucht nach Jahren wieder einmal die Universität, wo sie studiert hat. Sie trifft ihren alten Professor, dessen Zerstreutheit sprichwörtlich ist. „Erinnern Sie sich denn gar nicht mehr an mich?“ fragt sie ihn. „Sie haben mich doch damals gebeten, Ihre Frau zu werden ...“ – „Ah! Natürlich!“ ruft der Professor mit aufflackerndem Interesse. „Ja, ja, ich erinnere mich! Und – sind Sie es geworden?“
- Aus dem Leben von Charles Darwin
Charles Darwin, der Vater der Evolutionstheorie, nahm ein großes Stück Papier, malte darauf eine Senkrechte und eine Waagerechte. Links notierte er „Heiraten“, rechts notierte er „Nicht heiraten“. Unter den Vorteilen notierte er „trautes Heim, Reiz des weiblichen Plauderns, gut versorgt sein“. Unter „Nicht heiraten“ schrieb er „Zeitverlust, viele Störungen, Zwang zum Geldverdienen“. Darunter zog er einen Strich, verglich Pro und Kontra und schrieb: „Es gibt viele glückliche Sklaven.“ – Und Charles Darwin heiratete.
- Zum Heiraten ist niemand zu alt
Der ungarische Schriftsteller Mór Jokai heiratet als Siebziger eine Siebzehnjährige. „Hast du bedacht“, mahnt ein Freund, „dass deine Frau, wenn du achtzig bist, siebenundzwanzig sein wird?“ – „Wer eine Frau wirklich liebt“, erwidert Jokai, „stößt sich nicht an ihrem Alter.“
- Paare müssen zusammenpassen
Fragt ein Mann den lieben Gott: „Lieber Gott, warum hast du die Frauen so schön gemacht?“ Gott antwortet: „Damit ihr Männer sie liebt.“ – „Aber warum hast du sie dann so dumm gemacht?“ – „Damit sie euch lieben.“
- Ehrlich währt am längsten
Der junge Mann zum Vater seiner Auserwählten: „Ich möchte Ihre Tochter heiraten.“ – „Waren Sie schon bei meiner Frau?“ – „Nein, aber offen gestanden, Ihre Tochter wäre mir lieber.“
- Heiraten lohnt sich immer
„Jeder Mensch sollte heiraten“, riet Sokrates einem Freund. „Wer eine gute Ehefrau bekommt, wird sein ganzes Leben lang glücklich werden. Wer eine schlechte Partie macht, wird immerhin noch ein Philosoph.“ (Sokrates war mit der berühmt-berüchtigten Xanthippe verheiratet).
Hochzeitsrede Tipp 7: Der krönende Abschluss Ihrer Hochzeitsrede
Am Ende sollten Sie Ihre Hochzeitsrede abrunden und den Bräutigam/die Brautleute mit guten (=witzigen) Ratschlägen ins Eheleben entlassen.
Beispiel: Präsentieren Sie mit Hilfe eines Flipcharts, einer Tafel, einer Pappe, eines Overheadprojektors dem Publikum schriftlich (!) die 10 Gebote für die Ehe.
Zehn Gebote für den Ehestand:
Ihr sollt:
1. ... fröhlich sein und nie 1armen.
2. ... nicht ver2feln.
3. ... nicht 3st zueinander sein.
4. ... stets den Partner ho4en.
5. ... auch mal 5 gerade sein lassen.
6. ... ein harmonisches 6ualleben führen.
7. ... eure 7sachen nicht verschlampen.
8. ... 8geben, dass Ihr gesund bleibt.
9. ... nicht 9malklug sein wollen.
10. ... Ihr sollt euch nicht die 10e zeigen und einander keine S10e machen.
Rund um die Hochzeitsrede:
Gratis Rede-Download: Brautvater gratuliert: Mit allen 5 Sinnen ins Glück
Hochzeitsrede des besten Freundes: Eine filmreife Hochzeit
Trauzeuge gratuliert: Ein Freund, ein guter Freund...
Bräutigam dankt: Ihr verdoppelt unsere Freude
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