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Gelübde der Eheleute: Ein emotionaler Start in die Ehe

Ich liebe dich. So simpel diese drei Worte auf den ersten Blick auch scheinen mögen, sie tragen viel Bedeutung mit sich. Was dieser Satz für jeden individuell bezeichnet, gilt es im Gelübde der Eheleute zu übermitteln. Für viele stellt die Liebesbekundung den Höhepunkt einer Trauung dar. Wie Sie ein solches Gelübde am besten selbst verfassen und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Gelübde der Eheleute: Was ist das?

Das Gelübde der Eheleute ist unter vielen Synonymen bekannt. Eheversprechen, Treuegelöbnis, Traubekenntnis oder Vermählungswort – all diese Wörter bezeichnen nur eins: Den Moment einer Trauung, in welchem man seiner bzw. seinem Liebsten ewige Treue schwört. Es ist die größte Liebeserklärung, die sich ein Paar machen kann. Jedes selbstverfasste Gelübde ist so einmalig, wie das Paar, das seine Liebe feiert.

Liebeserklärung, Ehegelübde

Es ist wohl die schönste Liebeserklärung, die sich ein Brautpaar geben kann – das Ehegelübde © CASTALDOstudio.com – Shutterstock

Eheversprechen: Worüber Sie sprechen können

Was genau man seinem Ehepartner in diesem einmaligen Augenblick mitteilen möchte, ist selbstverständlich für jede Person individuell. Dennoch gibt es einige grundlegende Dinge, über die wohl die meisten Eheleute sprechen können. Diese thematischen Anregungen bieten einen ersten Ausgangspunkt für Ihr einzigartiges Treuegelöbnis:

  • Freundschaft zwischen Braut und Bräutigam – wie alles begann
  • romantische Momente, die die Ehegatten gemeinsam erlebt haben
  • Ewiges Treueversprechen
  • Blick in die Zukunft – was erhofft man sich von dem gemeinsamen Leben
  • Kleine Witze, die die Stimmung auflockern
  • Hürden, die man schon gemeinsam bewältigt hat

Wie bei einer Rede ist es auch beim Ehegelübde sinnvoll, den Worten mit Individualität besonderen Tiefgang zu verleihen. Beim gesamten Entstehungsprozess des Treuebekenntnisses und schlussendlich auch darüber hinaus beim Vortrag ist es wichtig, dass sich der Vortragende mit seinen Worten identifizieren kann. Nur so kann die emotionale Botschaft ihre Wirkung entfalten.

Wie man ein Ehegelöbnis verfasst: 4 nützliche Tipps und Tricks

Nicht jeder, der kurz vor einer Hochzeit steht, ist ein begnadeter Redenschreiber. Nichtsdestotrotz ist es jeder angehenden Ehefrau und jedem werdenden Ehemann möglich, seine Liebe gefühlvoll in Worten zu umschreiben. Um das Schreiben des Gelübdes der Eheleute zu erleichtern, gibt es einige grundlegende Dinge zu beachten.

1. Der richtige Zeitpunkt: Ehegelübde vorbereiten

Die Hochzeitsvorbereitung fordert viel Zeit. Neben Beruf und Familie scheint kaum noch ein Moment frei zu bleiben. Eben deshalb ist es wichtig, das Treueversprechen frühzeitig zu verfassen. In einer stressigen Phase fällt es wohl jedem schwer, seine Gefühle adäquat auszudrücken.

Beginnen Sie daher auf keinen Fall erst kurz vor der Trauung mit dem Schreiben. Gibt es schon Wochen vorher einen freien Abend, so können Sie diesen in gemütlicher Atmosphäre zum Verfassen nutzen. So nimmt man sich selbst eine zusätzliche Aufgabe in der stressigen Zeit der Vorbereitung ab. Auch wenn das Treuegelöbnis eine sehr persönliche Sache ist, kann es übrigens helfen, sich eingangs mit einer vertrauten Person zu beraten, für den Fall, dass gar keine Einfälle kommen mögen.

2. Das richtige Vorgehen: So werden Gefühle im Gelübde zu Worten

Man sollte sich selbst den Druck nehmen, dass das Gelöbnis gleich im ersten Anlauf perfekt gelingen muss. Vielmehr sollte man sich erst einmal Gedanken um den Inhalt machen. Wie die Worte letztendlich perfekt zusammenpassen, kann ganz am Ende entschieden werden.

Das Durchführen eines Brainstormings – also das ungeordnete Aufschreiben von Ideen – stellt den ersten Schritt dar. Auf der Liste landet alles, was man dem Ehepartner mitteilen möchte. Was würde man sagen, wenn man nur zu zweit wäre? Wer sich mit Visualisierungen leichter tut, kann mit einer Mindmap arbeiten. Wem Struktur mehr hilft, kann zu Karteikarten oder einer Excel-Liste greifen. Alle Mittel, welche die Gedanken ordnen, sind erlaubt.

Aus der Ideenliste lässt sich letztendlich das Gelübde der Eheleute formen. Das Zusammenfügen der Ansätze resultiert letztendlich in einem einmaligen Treueschwur. Hierbei gibt es keine vorgeschriebene Länge. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Zeremonie auch andere Bestandteile enthält. Das Versprechen kurz zu halten, ist deshalb nicht falsch – im Gegenteil!

3. Der richtige Ton im Ehegelübde

Stehen nun der Zeitplan sowie der Inhalt, sollte der Verfasser sein Eheversprechen noch einmal gründlich durchlesen und gegebenenfalls überarbeiten. Dabei geht es nicht nur darum, Satzbaufehler auszubessern. Viel wichtiger ist es, den Text darauf zu prüfen, ob er den richtigen Ton trifft.

Am wichtigsten ist es, dass sich niemand durch das Gelübde peinlich berührt oder gar beleidigt fühlt. Zu intime Anekdoten sollten deshalb nicht vorkommen. Behalten Sie im Hinterkopf, wer das Gelöbnis während der Trauungszeremonie mit anhört.

Beim Ton gilt es außerdem zu beachten, dass ein jeder sich selbst treu bleiben sollte. Zu viel Umgangssprache macht sich zwar in den seltensten Fällen gut, dennoch sollte man sich nicht zu sehr durch die Schreibweise von großen Dichtern und Denkern beeinflussen lassen. Wichtig ist, dass der Schwur authentisch ist und vom Herzen kommt.

4. Zusammen oder allein: Absprache ist wichtig

Es ist üblich, dass das Ehepaar die Gelübde nicht zusammen verfasst. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Zeitpunkt der Trauung erhalten, wenn der Treueschwur vorgetragen wird. Auch die entstehenden Gefühle beim ersten Hören des Eheversprechens tragen dazu bei, dass bei der Hochzeit besonders viele und vor allem unvergleichliche Emotionen aufkommen.

Entscheidet sich ein Beteiligter dazu, kein Gelöbnis verfassen zu wollen, so ist das auch kein Problem – es sollte jedoch vorher abgestimmt werden. So ist es auch möglich, dass nur ein Ehepartner ein Vermählungswort spricht. Dennoch ist es für die meisten Paare schöner, wenn man sich gegenseitig bekunden kann, was einem an dem anderen liegt. Wichtig ist, dies vor der Zeremonie zu klären, damit es am Ende keine Enttäuschungen gibt.

Der richtige Vortrag: Gelübde der Eheleute aussprechen

Der große Tag ist gekommen und es gilt nun das gut vorbereitete Gelübde vorzutragen. Ein wirklich besonderer Moment im gemeinsamen Leben eines Paares!

Einbinden in die Zeremonie: So entsteht ein rundes Gesamtbild

Zu welchem Zeitpunkt das Eheversprechen am besten in die Vermählung miteingebunden wird, sollte vorher festgelegt sein. Beziehen Sie hierzu den Pfarrer, den Standesbeamten oder den freien Trauredner mit ein. Bei einer katholischen Trauung gibt es hier strengere Regeln als bei einer freien Zeremonie.

Eheversprechen

Nach dem liebevollen Eheversprechen folgt meist das JA-Wort © Rawpixel.com – Shutterstock

Traditionell folgt die Liebesbekundung dem Jawort. Das Aufsagen lässt sich mit dem Ringtausch verbinden. Als Abrundung kann das Ehepaar das Gelübde mit einem Kuss besiegeln. Wer nicht selbst vortragen möchte, hat auch die Option, die persönlichen Worte vorlesen zu lassen – beispielsweise vom Trauredner. Alles, was dem Brautpaar gefällt, ist im Hinblick auf das Ehegelübde erlaubt.

Gelübde ablesen oder Auswendiglernen: So gelingt ein souveräner Vortrag

Wie genau ein Vermählungswort am besten vorgetragen wird, hängt damit zusammen, wie sicher die Eheleute vor Publikum sprechen können. Ist die Ehefrau beispielsweise eine geübte Rednerin, so kann sie ihr Gelübde auswendig vortragen, während ihr Gatte seine Worte abliest.

Behalten Sie im Hinterkopf: Notiert man sich auf seinem Handzettel ganze Sätze, fällt es schwerer, diese frei vorzutragen. Sinnvoller ist es, Stichwörter zu notieren, die als Erinnerungsstütze dienen. Die Formulierung bleibt hierdurch flexibel und dennoch gerät kein Punkt mehr in Vergessenheit. Entscheidet sich ein Partner oder gar beide Brautleute zum Ablesen, so gilt es auch in diesem Fall einiges zu beachten: Lesen Sie langsam und deutlich. Sinnvoll kann es sein, sich vorab beim Vortrag aufzunehmen. So lässt sich prüfen, ob die Sprechgeschwindigkeit angemessen und die Betonungen gut verständlich sind.

Zu erinnern ist weiterhin, dass man das Eheversprechen seinem Partner gibt. Das bedeutet, dass man diesen während des Aufsagens gerne anschauen darf. Dadurch entstehen echte Emotionen und das Gelübde der Eheleute verwandelt sich in einen magischen Moment. Tränen sind erlaubt und machen den Vortrag authentisch. Sinnvoll ist es, gleich zu Beginn Taschentücher in Reichweite zu platzieren.

Das offizielle Gelübde der Treue: Das gilt es bei einer katholischen Trauung zu beachten

Für gewöhnlich gibt es keine Einschränkungen, wenn es darum geht, seine Liebe zu bekunden. Dennoch sollten Sie bei einer katholischen Trauung einige Dinge beachten. Dies ist wichtig, damit das Gelübde der Eheleute in einer vor Gott geschlossenen Ehe resultiert. Möchte man die Ehe in einer katholischen Kirche schließen, gibt es zwei Komponenten, die im Gelübde der Eheleute enthalten sein müssen.

Der erste wichtige Bestandteil ist der Treueschwur. Beispielsweise mit den Worten „nur mit dir!“ lässt sich ausdrücken, dass man bis zum Lebensende nur mit dem Ehepartner verbunden sein möchte. Als Zweites gilt es, diese lebenslange Beziehung zu betonen. Passende Worte wären hier „bis das der Tod uns scheidet“ oder ähnliche Phrasen. Baut man diese zwei Elemente in sein katholisches Eheversprechen ein, wird dieses vor Gott gültig. Man ist nun also auch im kirchlichen Sinne Ehemann und Ehefrau.

Ob das Aufsagen von eigenen Treueschwüren erwünscht ist, sollten die Eheleute mit dem jeweiligen Priester besprechen. Meist stellt dies kein Problem dar, insofern man auf die oben genannten essenziellen Bestandteile des Gelübdes achtet.

Beispiele: So kann ein Eheversprechen aussehen

An dieser Stelle sollte klar geworden sein, dass es keinen Treueschwur gibt, der für jedes Brautpaar passt. Dennoch finden Sie im Folgenden einige Impulse. Diese beziehen sich auf Hochzeitsklassiker oder bekannte Schwüre aus Film und Fernseher. Sie dienen als Inspiration und lassen sich nach Belieben individualisieren.

Standard-Gelübde der Eheleute

Wer mehreren kirchlichen Trauungen beiwohnen durfte, kennt das Standard-Gelübde, das auf den christlichen Glauben und den christlichen Gott referiert.

„Ich nehme dich an als meinen Mann/meine Frau.

Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens,

in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit.

Bis das der Tod uns scheidet.

(Ring anstecken)

Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.“

Wie bereits einleitend erwähnt, kann dieser Treueschwur auch erweitert oder individualisiert werden. Auch eine Anreicherung mit Beispielen und Anekdoten bietet sich an.

Bekannte Versprechen aus Filmen: Inspirationen aus Hollywood

Auch Bücher und Filme halten fruchtbare Inspirationsquellen bereit, so beispielsweise diese beiden exemplarisch ausgewählten Eheversprechen:

„Ich gelobe dir zu helfen das Leben zu lieben, immer zärtlich zu dir zu sein, und die Geduld zu haben, die die Liebe erfordert. Zu sprechen, wenn Worte nötig sind und gemeinsam zu schweigen, wenn sie es nicht sind. Immer die Wärme deines Herzens zu spüren und mich da geborgen zu fühlen.
Ich gelobe dich wie wild zu lieben und jede deiner Eigenschaften jetzt und in alle Ewigkeit. Ich verspreche, dass ich niemals vergesse, dass du die ganz große Liebe meines Lebens bist und dass ich in den tiefsten Tiefen meiner Seele weiß, in welcher Herausforderung wir uns auch voneinander entfernen, wir immer wieder einen Weg zueinanderfinden werden.“ (Für Immer Liebe)

„Mit dieser Hand werde ich dir deine Sorgen nehmen.

Dein Kelch wird sich nie leeren, denn ich bin dein Wein.

Mit dieser Kerze werde ich dich durch die Dunkelheit führen.

Mit diesem Ring wirst du mein.“ (Corps Bride)

Während das erste Beispiel ausführlicher auf die Chancen und die Risiken einer Ehe eingeht, fokussiert das zweite das Zeremoniell des Ringansteckens. Wie Sie Ihr individuelles Treuegelöbnis inhaltlich gestalten, ist also völlig frei wählbar.

Für mehr Inspiration für Ihr Ehegelübde haben wir ein paar weitere Sprüche und Zitate zusammengestellt:


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Das Gelübde der Eheleute: So einzigartig wie jedes Brautpaar

Egal ob vor dem Altar, unter freiem Himmel oder inmitten eines prächtigen Saals: Das Eheversprechen ist immer etwas ganz Besonderes. Dabei ist es unerheblich, ob die Worte nun im Rahmen der christlichen Tradition formuliert werden oder schlicht und ergreifend eine persönliche Botschaft an die Partnerin oder den Partner darstellen.

Unabhängig davon, wie die Zeremonie aussieht, haben alle Ehegelübde eine Sache gemein: Sie drücken einzigartige Emotionen aus, die sich von Mensch zu Mensch und von Brautpaar zu Brautpaar unterscheiden. Authentizität ist in Bezug auf das Versprechen von Liebe und Treue besonders wichtig. Schlussendlich sollten die Worte – wie in jeder guten Rede – die eigene Persönlichkeit unverfälscht widerspiegeln.

Redaktion redenwelt.de

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