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Begrüßungsrede
Begrüßungsrede: Wie Sie Ihre Gäste bei verschiedenen Anlässen stilvoll einstimmen und gekonnt willkommen heißen
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Begrüßungsrede: Das Wichtigste im Überblick
Mit Ihrer Begrüßungsrede stimmen Sie Ihr Publikum auf das nachfolgende Programm oder Ereignis ein. Gliedern Sie Ihre Rede grundsätzlich in diese 3 Teile:
Begrüßungsrede-Einstieg:
- Die „generelle“ Begrüßung und die Herausstellung besonderer Ehrengäste.
- Anlass („Die diesjährige Jahrestagung unseres Verbandes steht unter dem Motto: ‚Perspektiven für Handel und Handwerk‘.“).
- Ziel der Veranstaltung/Hintergründe („In den folgenden Workshops möchten wir gemeinsam mit Ihnen Visionen entwickeln, die später vor Ort in konkrete Aktionen umgesetzt werden können.“).
- Stellen Sie die Gemeinsamkeit, das Verbindende heraus („Sie alle kennen und schätzen das Werk Ludwig van Beethovens und sind heute hierher gekommen, um ...“).
Begrüßungsrede-Hauptteil:
- Warum Sie die Aufgabe der Begrüßungsrede übernommen haben, wenn Sie nicht allen im Publikum bekannt sind („Als Initiator dieser Veranstaltung freue ich mich natürlich besonders ...“).
- Ergänzen Sie – wo immer möglich – um typische Anekdoten und anschauliche Geschichten zur Einstimmung („Ich erinnere mich noch, als wir 1992 zum ersten Mal hierher kamen. Damals ...“).
- Erläuterung des folgenden Programms („Der weitere Programmablauf gestaltet sich wie folgt …“).
Begrüßungsrede-Schluss:
- Drücken Sie noch einmal Ihre Erwartungen an die nachfolgende Veranstaltung aus („Wünsche ich uns allen anregende Gespräche, konstruktive Zusammenarbeit, und vor allem Ergebnisse, die sich später in der Praxis, im rauen Unternehmensalltag bewähren.“).
- Leiten Sie über auf die nachfolgende Rednerin/den nachfolgenden Redner oder, falls nicht im Anschluss an Ihre Begrüßung direkt eine weitere Rede erfolgt – sagen Sie dem Publikum,was es als Nächstes erwartet beziehungsweise was nun zu tun ist. („Sie haben sich vorab in die verschiedenen Projektgruppen eingetragen. Ich bitte Sie nun, in die Projekträume zu wechseln. Ich wünsche Ihnen einen spannenden, lehrreichen und informativen Tag!“).
Ihre Begrüßungsrede erfüllt mehrere Aufgaben
Es braucht nicht einmal viel Aufwand, um eine passende Begrüßungsrede zu formulieren. Gewiss: Anlässlich einer Party wird Ihre Begrüßungsrede anders ausfallen als bei einer Preisverleihung, zu einem Vereinsjubiläum, bei Ihrem Ehejubiläums oder bei der Eröffnung eines neuen Betriebsteils. Dennoch erfüllt Ihre Begrüßungsrede in jedem Fall gleich mehrere Aufgaben:
7 Tipps für Ihre Begrüßungsrede auf einen Streich:
- Sie geben den Gästen eine Orientierung.
- Sie drücken Ihre Freude über die Anwesenheit der Gäste aus.
- Sie knüpfen ein einendes Band.
- Sie schaffen Sympathie.
- Sie können Hintergründe erläutern und Anregungen geben.
- Sie können die Zielrichtung vorgeben.
- Sie stimmen positiv ein.
Mit einer gekonnten Begrüßungsrede können Sie Einfluss nehmen auf den Erfolg Ihrer Veranstaltung. Sie können einstimmen, Erläuterungen geben – und für eine Sympathiewelle sorgen, die den weiteren Verlauf der Veranstaltung positiv prägt.
Begrüßungsrede: Ob geschäftlich oder privat - keine Veranstaltung ohne Begrüßung!
Stellen Sie sich vor, Sie sind bei jemandem eingeladen. Sie klingeln. Die Tür geht auf. Niemand ist zu sehen. Tausend Fragen jagen Ihnen durch den Kopf. Eintreten oder nicht? Laut „Hallo“ rufen? Vielleicht schon mal die Jacke ausziehen? Ein ungutes Gefühl beschleicht Sie ...
Der Gastgeber aber denkt sich nichts dabei. Für ihn ist völlig klar:Wer heute Abend klingelt, der weiß doch schon: Ich muss reinkommen. Ich muss meine Sachen in die Garderobe bringen. Ich werde ins Wohnzimmer gehen. „Unmögliches Verhalten“, denken Sie? Ja, das ist es.
Genauso verhält sich das mit Ihrer Begrüßungsrede. Ganz egal, ob Sie in der Firma einen Kongress veranstalten, bei einer Preisverleihung sprechen. Ob Sie im Familien- und Freundeskreis im großen Rahmen Ihren 50. Geburtstag feiern: Mit Ihrer Begrüßungsrede geben Sie den Leitfaden vor. Knüpfen Sie ein verbindendes Band zwischen den Anwesenden.
Begrüßungsrede: Unterschiedliche Anlässe – gleiche Aufgaben
Nun können Sie einwerfen: Es macht doch einen Unterschied, ob ich im Unternehmen die neuen Auszubildenden oder ob ich im Verein die Gäste zur Jahreshauptversammlung begrüße. Stimmt genau! Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Aufgabe einer Begrüßungsrede! Einführen. Vertraut machen. Sagen, wie es weitergeht. Also Ihren Gästen das Gefühl zu vermitteln, dass sie herzlich willkommen sind.
Wann Sie nicht begrüßen
Bei Trauerfeiern, Beerdigungen oder Gedenkfeiern ist eine Begrüßungsrede nicht angebracht. In der Hauptrede können Sie aber sehr wohl die anwesenden Ehrengäste ansprechen und Ihren Dank für das Kommen und die damit gezeigte Anteilnahme zum Ausdruck bringen.
Wann reden Sie?
Sie können bei Stehempfängen – oder wie hier bei einer zwanglosen Feier – Ihre Begrüßungsrede mit der Buffeteröffnung verbinden. Wann Sie Ihre Begrüßungsrede dann halten, hängt jedoch davon ab, ob Sie „ab … Uhr“ oder „um … Uhr“ eingeladen haben. Bei einer „um … Uhr“-Einladung wird pünktliches Erscheinen der Gäste erwartet. Hier sollten Sie Ihre Begrüßung sehr eng mit dem Beginn der Veranstaltung verknüpfen und die Büffet-Eröffnung gegebenenfalls später nachholen. Bei einer „ab … Uhr“-Einladung können Sie beides miteinander verknüpfen, da Ihre Rede deutlich später – nämlich nachdem das Gros der Gäste da ist – stattfindet. Faustregel: 20 bis 30 Minuten nach Beginn.
Nachdem Sie nun schon so viel über die grundsätzlichen Aufgaben Ihrer Begrüßungsrede erfahren haben, hier nun deren wesentlichen Merkmale:
Begrüßungsrede: Wie lang sollte Ihre Begrüßungsrede sein?
„Man darf über alles reden - nur nicht über 20 Minuten.“ So lautet ein in Rednerkreisen bekanntes Zitat. Für Ihre Begrüßungsrede gelten selbst diese 20 Minuten als völlig überzogen. Drei Minuten sind gut. Fünf Minuten sind ideal. zehn Minuten sind gerade noch erträglich!
Nun können Sie an dieser Stelle einwerfen: „Wenn ich aber ein innerbetriebliches Seminar eröffne und die Teilnehmenden noch einmal einstimmen möchte, reichen die fünf oder zehn Minuten nicht aus.“ Oder: „Wenn ich im Verein zur Jahreshauptversammlung einlade und die Versammlung eröffne, dann kann ich doch nicht bloß fünf Minuten lang sprechen.“
Die Entgegnung lautet: Können Sie doch! Müssen Sie sogar, wenn Sie sich stilvoll Ihrem Publikum und den nachfolgenden Rednerinnen und Rednern gegenüber verhalten möchten. Denn die Begrüßung ist noch nicht Ihr Jahres- Rechenschaftsbericht. Ist nicht noch einmal die grundsätzliche Erörterung, warum dieses oder jenes Seminar wichtig für Ihr Unternehmen ist.
Begrüßungsrede: Wen und wann Sie namentlich begrüßen
Haben Sie den Part der Begrüßungsrede übernommen, ist es natürlich Ihre Aufgabe, die Ehrengäste willkommen zu heißen und damit dem übrigen Publikum vorzustellen. Doch Achtung: Die namentliche Begrüßung aller Ehrengäste empfiehlt sich wirklich nur dann, wenn wenige Ehrengäste anwesend sind. Sonst würde Ihre Rede schnell zur Begrüßungsorgie ausarten.
Wenn Sie im privaten Kreis begrüßen, vergessen Sie neben den „hohen“ Ehrengästen natürlich auch die von weit her kommendenVerwandten nicht. Zum Beispiel die extra aus Amerika angereiste Schwester.
Tipp
Für Ihre Rede im Unternehmen, im Verband oder Verein gilt: Bei der Begrüßung stellen Sie noch einmal ganz kurz, prägnant und in wenigen Schlagworten die Ziele der jeweiligen Veranstaltung vor. Sie halten kein Referat. Sie greifen – selbst wenn Sie später wieder „dran“ sind – NICHT den späteren Tagesordnungspunkten oder Programmpunkten vor.
Bei offiziellen Anlässen unbedingt beachten!
Besteht das halbe Auditorium aus Ehrengästen, bilden Sie als Rednerin oder als Redner bei der Begrüßung sinnvolle Gruppen.
Zum Beispiel: „Ein herzliches Willkommen auch den Damen und Herren der Stadtverwaltung. Ganz besonders freue ich mich über die Abordnung des Deutschen Gemeinschaftsverbandes, die heute ...“
Tipp
Wenn bei namentlicher Begrüßung der Ehrengäste ein Name nicht allen bekannt sein sollte, ergänzen Sie ihn mit der Funktion.
Begrüßungsrede: Wenn direkt nach Ihnen andere Personen sprechen
Ganz entscheidend ist auch die Frage: Wer redet nach Ihnen? Zum Beispiel, wenn Sie zur Begrüßung der Gäste eines Kongresses sprechen. Dann ist Ihre Aufgabe nicht nur die des Eisbrechers – sondern auch die, auf den nächsten Redner beziehungsweise auf die nachfolgende Rednerin überzuleiten.
Begrüßungsrede: Die 4 goldenen Regeln
Damit Ihre Rede ein Volltreffer wird, sollten Sie natürlich ganz genau überlegen, worüber Sie sprechen – und wie Sie Ihre Rede aufbauen.
In der Praxis haben sich für die verschiedenen Begrüßungsanlässe verschiedene „Formeln“ entwickelt, die einen guten Leitfaden für Ihre eigene Rede darstellen:
- Das 4 x A-Prinzip
Beim 4 x A-Prinzip (Aufhänger, Anekdote, Ansprache,Abschluss) gehen Sie von einem originellen Aufhänger aus, der sich wie ein roter Faden durch die Rede zieht. Das kann das Tagesdatum sein (gerade Daten mit Schnapszahlen bieten herrliche Anspielungsmöglichkeiten), der Veranstaltungsort, ein besonderes Ereignis, das in engem Zusammenhang mit der Veranstaltung steht.
Wenn es Ihnen gelingt, einen roten Faden durch die Rede zu ziehen – oder einen „Running Gag“, also eine Wortspielerei, die immer wieder Bezug nimmt auf das Ereignis – werden Sie Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mitreißen und begeistern.
- Das 4 x G-Prinzip
Es bedeutet: Gruß, Grund, Geschichte, Glückwunsch und eignet sich besonders dann, wenn Ihre Begrüßungsrede gleichsam Grußwortcharakter hat, Sie also in „offizieller“ Mission unterwegs sind. Beispielsweise wenn Sie als Schirmherrin oder Schirmherr einer Veranstaltung die Begrüßungsrede halten. Die Geschichte, die Sie auswählen, steht natürlich in engem Zusammenhang mit dem Veranstaltungsanlass.
Beispiel: Sie begrüßen die Gäste eines Wettkampfes und eröffnen mit Ihrer Rede das Turnier. Hier können Sie herrliche (kurze) Geschichten zum Thema Wettkampf, Siegen und Ähnliches einbauen. Humor ist ausdrücklich erlaubt. Doch Achtung: Testen Sie die Wirkung vorher im privaten Kreis. Nichts ist peinlicher als ein Witz, der nicht zündet!
- Die 3-Zeiten-Formel
Ihre Begrüßung richtet sich an die Gäste einer etablierten (also seit vielen Jahren sich wiederholenden) Veranstaltung: Dann hilft die 3-Zeiten-Formel weiter. „Gestern – heute – morgen“.
Wenn Sie die Begrüßungsrede bei einer Veranstaltung halten, in deren Verlauf kontroverse Diskussionen zu erwarten sind, zum Beispiel bei der Begrüßung zu einer Diskussionsrunde, hilft in vielen Fällen der folgende Einstieg. - Die Plusminus-Formel
In Ihrer sachbezogenen Ansprache dürfen Sie allgemein bekannte gegensätzliche Meinungen ruhig aufgreifen – und das mit dem Wunsch auf eine spannende Diskussion, einen interessanten Abend und so weiter verbinden.
Rund um die Begrüßungsrede:
- Chef hält motivierende Rede zur Betriebs-Versammlung: Aus der Vergangenheit Rückschlüsse für die Zukunft ableiten
- Vorsitzende/r des Sportvereins spricht zum Turnier: Begrüßungsrede - Bei uns geht’s rund!
- Vater begrüßt die Gäste zur Taufe des eigenen Kindes: Begrüßungsrede - Begrüßung der Gäste und des Täuflings
- Bürgermeister/in spricht am Tag der offenen Tür über Transparenz und Offenheit: Begrüßungsrede - Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger
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Mai
23
Heute vor
164 Jahren
Der deutsche Flugpionier Otto Lilienthal wird in Anklam, südöstlich von Greifswald, geboren (gestorben am 10. 8. [weiterlesen] »
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