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So halten Sie eine kurzweilige Begrüßungsrede auf einem Event

Ob eine Hochzeit, eine Firmenfeier oder eine Ausstellungseröffnung – Events gibt es viele und jedes einzelne verdient eine besondere Art der Begrüßungsrede. Alle diese verschiedenen Events haben aber Gemeinsamkeiten und eine Begrüßungsrede erfüllt bei Veranstaltungen jeglicher Art denselben Zweck.

Redner haben die Aufgabe, die anwesenden Gäste bzw. das Publikum zu begrüßen und sie mit ihrer Rede auf die Veranstaltung einzustimmen. Sie setzen auf diese Weise einen wichtigen Akzent bei dem Event und geben sowohl inhaltlich als auch stimmungstechnisch die Richtung vor sowie bilden den Einstieg.

Die 6 Aufgaben einer Begrüßungsrede

  1. Durch die Rede erhalten die Gäste eine Orientierung, was sie während des Events erwartet.
  2. Die Gäste und das Publikum werden durch die Rede willkommen geheißen.
  3. Zwischen Redner und Gästen des Events wird eine Verbindung hergestellt, durch die die Gäste sich wohl fühlen und ihre Aufmerksamkeit geschärft wird.
  4. Redner können organisatorische Informationen zur Veranstaltung vermitteln.
  5. Redner können inhaltliche Vorbemerkungen machen.
  6. Die Zuhörer werden auf das Event eingestimmt.

Wer hält die Begrüßungsrede auf einem Event?

Die Begrüßung auf einem Event kann dabei von verschiedenen Personen übernommen werden – dies ist je nach Veranstaltung unterschiedlich:

  • Auf Hochzeiten können zum Beispiel sowohl die Trauzeugen als auch das Brautpaar selber zur Begrüßung sprechen.
  • Bei einer Betriebsrede sprechen der Chef der Firma oder die Veranstalter des Events.
  • Bei einer Ausstellungseröffnung sprechen zum Beispiel der Intendant des Museums, der Galerist oder der Künstler.

Grundsätzlich spricht zur Begrüßung meist einer der Veranstalter, Organisatoren oder Schirmherren der Veranstaltung zu Beginn des Events. Er kennt die Abläufe, weiß was an dem Tag alles passieren soll und kann die Erwartungen am besten formulieren.

Tipps für Begrüßungsreden: Informationen einholen und weitergeben

Allen Rednern ist gemein, dass ihre Rede schon von Beginn an überzeugen sollte, weshalb eine gründliche Vorbereitung und gute Rhetorik unerlässlich sind. Wer die nötigen Informationen über das Programm und die Inhalte nicht kennt, sollte sie rechtzeitig einholen. Für eine Begrüßungsrede ist es wichtig, vorbereitet zu sein und zu wissen, was während des Events zu welcher Zeit passieren soll. Die Weitergabe falscher Informationen in der Begrüßungsrede kann den gesamten Ablauf durcheinanderbringen und den Erfolg des Events in Gefahr bringen.

Aufbau der Begrüßungsrede in 7 Schritten

7 Schritte einer erfolgreichen Begrüßungsrede

Stellen Sie sich und den Grund der Veranstaltung vor © ASDF_MEDIA – Shutterstock

  1. Zunächst werden in einer Begrüßungsrede die Ehrengäste und alle weiteren Gäste im Rahmen einer Einleitung begrüßt – die Anrede Ehrengäste erfolgt auch gerne mit Namen. Heißen Sie alle herzlich willkommen.
  2. Anschließend wird der Anlass des Events erläutert und der Hintergrund der Veranstaltung näher erklärt. Unter welchem Motto steht sie? Wie lautet das Thema? Was ist der Grund, weshalb alle an diesem Tag zusammengekommen sind?
  3. Weshalb sind Sie der Redner der Begrüßungsrede? Was zeichnet Sie für diese Rolle aus und was haben Sie zur Veranstaltung beigetragen?
  4. Verfolgt das Event ein bestimmtes Ziel?
  5. Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen den Gästen und dem Event?
  6. Was erwartet die Gäste? Was gibt es zum Programm zu sagen?
  7. Welche Erwartungen sind an die Gäste geknüpft?

Zum Abschluss bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit. Wünschen Sie allen Anwesenden ein schönes Event und weisen Sie die Zuhörer auf die nächste Rede oder den nächsten Programmpunkt hin.

Die Rede mit Anekdoten anschaulicher gestalten

Wenn Sie die verschiedenen Redeteile zusammensetzen, sollten Sie immer wieder Anekdoten und Geschichten einbauen, um die Rede anschaulich zu gestalten. Gehen Sie auch auf die Historie des Events ein, zum Beispiel:

  • Wie kam die Idee dazu?
  • Das wievielte Mal findet es nun statt?
  • Was ist das Besondere dabei?

Leiten Sie das Event mit einem Witz, einem Zitat oder einem unerwarteten Spruch ein, um die Stimmung der Zuhörer aufzulockern. Je mehr Sie die Zuhörer in der Begrüßungsrede überraschen, desto eher ist Ihnen die Aufmerksamkeit für den Verlauf der Begrüßungsrede gewiss. Sie geben den Kurs des Events vor und sollten diese wichtige Rolle ernst nehmen.

Inhaltlich bereits Andeutungen machen, ohne zu viel zu verraten

Greifen Sie in der Begrüßungsrede auch inhaltlich schon vorweg und gehen Sie auf die Themen oder Programmpunkte des Tages oder Abends ein. Die Gäste wollen wissen, was sie im Verlauf des Events erwartet. Als erster Redner des Events können Sie ihnen diese Information geben.

Beispiele für eine Begrüßungsrede auf einem Event:

„Um 18 Uhr erwartet uns eine Rede des Brautvaters, auf die wir uns freuen können. Anschließend freuen wir uns auf das leckere Buffet und den weiteren Verlauf des Abends.“

„Unser geschätzter Chef, Herr Müller, wird um 16 Uhr persönlich das Wort ergreifen und das Thema Photovoltaik aus seiner Perspektive nochmal ausführlicher erläutern. Bis dahin bitte ich Sie in die Workshop-Räume und freue mich dann auf die heute Abend vorgestellten Ergebnisse.“

„Um 20 Uhr stellt dann der Künstler seine Werke persönlich vor und erläutert seine Intention beim Erschaffen dieser Art von Kunst. Nehmen Sie sich nun gerne ein Glas Sekt und lassen Sie Ihren Blick schweifen – wir sind gespannt, was Sie alles entdecken. Der Künstler wird Ihnen im Anschluss an seine Ansprache noch Rede und Antwort stehen – nutzen Sie also Ihre Chance.“

So kurz wie möglich, so lang wie nötig

Eine gute Länge für die Dauer einer Begrüßungsrede auf einem Event sind fünf bis zehn Minuten. In dieser Zeit können Redner alle wichtigen Gäste willkommen heißen, die nötigen organisatorischen und das Programm betreffenden Informationen weitergeben, inhaltliche Vorbemerkungen machen und ihre Erwartungen an das Event formulieren.

Die richtigen Worte für diesen kurzen Vortrag zur Begrüßung zu finden ist gar nicht so einfach, schließlich soll alles präzise und unmissverständlich vermittelt werden. Wer sich auf eine leicht verständliche Sprache besinnt und mit gängigen Mitteln der Rhetorik wie

  • offenen Fragen
  • der häufigen Verwendung des Wortes „Wir“, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Redner und Publikum deutlich zu machen
  • und einer freundlichen und offenen Körpersprache

arbeitet, wird eine gute Rede bzw. Begrüßungsrede halten, die keine Wünsche mehr offen lässt.

Redaktion redenwelt.de

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