Anekdoten zum Thema Zeit
Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: Eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;
eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
Altes Testament Kohelet 3,1-8
Anekdote zum Thema Zeitmanagement
Eine Studie des amerikanischen Experten Professor De Woot ergab:
- Neundundvierzig Prozent ihrer Arbeitskraft verplempern Führungskräfte für Aufgaben, die ihre Sekretärin hätte erledigen können,
- fünf Prozent für Arbeiten, die von Angestellten auf unterer Stufe zu erledigen gewesen wären.
- Dreiundvierzig Prozent der Arbeitszeit gehen für Aufgaben drauf, die unmittelbare Mitarbeiter hätten ausführen können.
Lediglich für drei Prozent war tatsächlich das eigene Know-how erforderlich. Daraus folgt: Wer auf Dauer nicht die Produktivität des gesamten Betriebes gefährden will, muss seine Zeit effizienter einteilen!
Anekdote zum Thema Zeitrechnung
Doch unsere Daten, ganz persönlich,/ Die richten sich gewöhnlich/ Nach kleinen Zeiten, nach wie vor:/ Damals, als Hans der Fuß erfror,/ Als unser Bruder, Vater, Gatte/ Die schwere Halsentzündung hatte.../ Wir werden sagen: in diesem Jahr,/ In dem Marie den Max gebar.../
Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor in "Zeitrechnung"
Anekdote zum Thema Ziel
Der bekannte amerikanische Richter Oliver Wendell Holmes kann im Zug seine Fahrkarte nicht finden. Der Schaffner sieht geduldig zu, wie der Achtundachtzigjährige alle seine Taschen durchsucht - ohne Erfolg. Natürlich hat er den Richter erkannt und beruhigt ihn: "Herr Holmes, machen Sie sich keine Sorgen: Sie brauchen Ihr Ticket nicht. Sie werden es wahrscheinlich erst dann finden, wenn Sie schon ausgestiegen sind. Wir vertrauen Ihnen; Sie können uns das Ticket später zusenden."
Da sieht der Richter den Schaffner verständnislos an und sagt: "Mein lieber Herr, das ist doch gar nicht das Problem. Das Problem ist nicht: wo ist mein Ticket - das Problem ist: wohin geht die Reise?"
Oliver Wendell Holmes jr. (1841-1935) ist der Sohn des gleichnamigen Arztes u. Schriftstellers
Anekdote zum Thema Zoo
Der einzige Vorwurf, den man dem Zoo machen kann, ist, daß er seine Tiere etwas frührentnerhaft macht. Das aber ist ja nicht so schlimm; so gesehen verhalten wir Menschen uns auch nicht "artgerecht" ... Wir gehen ja auch nicht auf die Jagd. Wir fangen unsere Brathähnchen nicht, sondern holen sie aus dem Supermarkt.
Wolfgang Gewalt (*1928), Direktor Duisburger Zoo
Anekdote zum Thema Zuhörer
Nasr-eddin Hodscha will auf dem Markt einen Truthahn verkaufen und stellt sich neben den Besitzer eines Papageis, der für sein Tier zehn Pfund verlangt. Der erste Interessent schreit: "Bist du wahnsinnig? Der Papagei dort kann sprechen und kostet zehn Pfund, und du verlangst zwanzig?" -"Mein Truthahn kann mehr als sprechen", erwidert der Hodscha. "Er kann zuhören."
Aus Persien
Anekdote zum Thema Zukunft
Forscher und Manager sind oft genug zukunftsblind. Sie sehen gar nicht, was für einen Schatz sie in Händen halten. Alexander Graham Bell z.B. dachte, er hätte lediglich einen besseren Telegrafen entwickelt, und wollte der "Western Union" sein Patent verkaufen - sein Patent auf das Telefon.
Ein anderes Beispiel: Im Jahre 1943 wurde der Chef von IBM, Thomas Watson, gefragt: "Was glauben Sie, wie viele Computer in den nächsten Jahren weltweit gebraucht werden?" Seine Antwort: "Vier oder fünf."
Kaum zu glauben ist auch, was den Beatles passiert ist, im Jahre 1962: Ihre Plattenfirma kündigte ihnen den Vertrag mit der Begründung: "Wir glauben nicht, dass ihr mit dieser Art von Musik groß rauskommt. Gitarren-Bands sind langsam out."
Den Vogel mit ihren Prognosen aber schoss die amerikanische "Business Week" ab, die 1968 über die japanische Autoindustrie schrieb: "Es gibt bereits über fünfzehn verschiedene ausländische Automarken auf dem Markt. Da haben die Japaner überhaupt keine Chance mehr."
Anekdote zum Thema Zuschauer
Einer der ältesten Wunschträume der Menschheit schien sich im Jahre 1904 Jahren zu erfüllen, nämlich die Verständigung zwischen Mensch und Tier. Des Rätsels Lösung ist schnell gesagt: Natürlich konnte das Pferd z.B. auf die Frage "Wieviel ist drei mal drei?" nicht sagen: "Neun!"
Aber er scharrte neunmal mit dem Huf. Es war ein kluges Pferd, weil es für Menschenaugen nicht erkennbare Signale wahrnahm und darauf reagierte: Das Publikum zählte in aller Stille mit, und das Pferd spürte die Spannung der Zuschauer, wenn die richtige Zahl erreicht war.
Anekdote zum Thema Zuverlässigkeit
Als der Krieg zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten ausbrach, war es unbedingt notwendig, sofort mit dem Führer der Aufständischen in Verbindung zu treten. Dessen Name war Garcia, und er befand sich irgendwo in der Bergwildnis der Insel Kuba, doch kein Mensch kannte seinen genauen Aufenthalt.
Weder Briefe noch Telegramme konnten ihn erreichen. Aber der Präsident der Vereinigten Staaten musste seine Mitarbeit gewinnen, und zwar schnell! Jemand berichtete dem Präsidenten: "Es gibt da einen Mann mit Namen Rowan. Der wird Garcia für Sie ausfindig machen - wenn es überhaupt jemand schafft, dann er!"
Man bat Rowan zum Präsidenten und übergab ihm den Brief an Garcia. Wie jener Bursche den Brief an sich nahm, ihn in einen wasserdichten Beutel verpackte und an seiner Brust verwahrte, wie er in vier Tagen Kuba in einem offenen Boot bei Nacht erreichte, im Dschungel verschwand und nach drei Wochen schließlich auf der anderen Seite der Insel auftauchte, nach dem er die ganze Zeit zu Fuß durch feindliches Gebiet gestreift war, und wie er schließlich den Brief Garcia überreichte...
Anekdote zum Thema Zwischenruf
Zwischenrufe sind Chancen. Wenn Sie gelernt haben, diese Chancen wahrzunehmen, wird es Ihnen bald so ergehen, wie Winston Churchill: Der konservative Premier nutzte die Zwischenrufe seiner Gegner so geschickt, dass die Labourführung schließlich entnervt ihren Abgeordneten empfahl, den Regierungschef keineswegs mehr mit Zwischenrufen zu unterbrechen.
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Mai
23
Heute vor
63 Jahren
Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. [weiterlesen] »
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