Anekdoten zum Thema Veränderung
Ein Professor händigte die Unterlagen für das Abschlußexamen aus und verursachte einige Verwirrung bei den Studenten. Einer von ihnen sprang auf und rief aufgeregt: "Aber, Herr Professor, das sind ja die gleichen Fragen, die Sie uns bei der letzten Klausur gestellt haben!" - "Stimmt", sagte er, "aber die Antworten haben sich geändert."
Wer von Ihnen, meine Damen und Herren, würde auch nur eine Sekunde zweifeln, dass Miami in Florida, und Florida in Amerika liegt? Und doch ist Florida früher einmal ein Teil Afrikas gewesen, wie ich kürzlich gelesen habe.
Ein Teil, der bei der Kontinental-Verschiebung an Amerika hängengeblieben ist. 200 Millionen Jahre ist das her. Wer heute auf der Aussage, die damals richtig war, beharren würde, nämlich: "Florida liegt in Afrika", würde mit Recht für verrückt erklärt. Weil die Tatsachen sich verrückt d.h. verändert haben. Was noch heute wahr ist - vielleicht ist es morgen schon falsch!"
Anekdoten zum Thema Verleger
Mark Twain trifft den Verleger Carlton, der zwanzig Jahre vorher sein erstes Manuskript abgelehnt hat. "Es gibt einen Menschen, der noch größer ist als Sie", sagt der Verleger. "Der wäre?" fragt der Schriftsteller. "Ich. Man nennt mich das größte Kamel aller Zeiten."
In Potsdam, sagte einst Hermann Kesten, habe er einen idealen Verleger kennengelernt. Ideal für einen Verlag. Gustav Kiepenheuer. "Kiepenheuer hatte im Ersten Weltkrieg ein Auge verloren, folglich konnte er kaum noch lesen. Im Zweiten Weltkrieg verlor er die rechte Hand, also konnte er keine Schecks mehr unterschreiben. Glänzendes Los für einen Verleger.
Anekdote zum Thema Verlobung
Hungarian-American television personality Zsa Zsa Gabor was appearing on a show devoted to advice for the lovelorn. The first question came from a young woman: "I'm breaking my engagement to a very wealthy man who has already given me a sable coat, diamonds, a stove, and a Rolls-Royce. What should I do?" - "Give back the stove", advised Zsa Zsa.
Anekdote zum Thema Vermögen
Meine Damen und Herren, Sie sind gekommen, um Informationen über Vermögensanlagen zu bekommen, die Ihnen die höchste Rendite ermöglichen. Sie wollen sich nicht mit kleinen Fischen abgeben.
Wie sagte schon André Kostolany; Mal hundert Mark hier und hundert Mark da zu verdienen, das ist zweifellos ein Geschäft. Aber er erzählte dazu schmunzelnd die Geschichte von dem Landstreicher, der in Ungarn vor dem Kadi steht.
"Schämst du dich nicht," mahnt ihn der Richter, "du hast einen Menschen ermordet, um ihm zwei Gulden zu rauben?" - "Aber, Herr gnädiger Richter," sagte der Angeklagte voller Überzeugung, "zwei Gulden hier, zwei Gulden da..."
Anekdote zum Thema Versammlung
Ist eine Firma gezwungen, Mitarbeiter zu entlassen, und/oder schreibt sie rote Zahlen, steht es der Firmenleitung gut an, den Gürtel enger zu schnallen und Zeichen zu setzen. Das gilt auch für Politiker, meinte schon Lykurg, der sagenumwobene Gesetzgeber Spartas.
Er verriegelte als erstes den für die achtundzwanzig Herren des Ältestenrats reservierten Versammlungsraum: Seine Berater und er versammelten sich fortan zu ihren Sitzungen bei Wind und Wetter im Freien.
Zum zweiten verriegelte er den Speisesaal des Ältestenrats; das hieß Abschied vom Vorstandskasino und Essen mit dem einfachen Volk. Der Effekt: Die harten Zeiten waren plötzlich auch für die Führungsspitze spürbar.
"So unpopulär diese Entscheidung für die Betroffenen auch gewesen sein mag: Die Botschaft, die eine solche Maßnahme vermittelt, ist viel wichtiger als ein paar beleidigte Mienen", urteilt John K. Clemens, Dozent für klassische Philologie im Fachbereich Management am Hartwick College in Oneonta, New York.
Anekdote zum Thema Versicherung
Früher hatten die Bauern gebetet: Heiliger Florian,/ Sei ein guter Mann,/ Verschon' unser Haus,/ Zünd das vom Nachbarn an.
Seit der Einführung der Feuerversicherung hört man es anders. Nämlich so: Heiliger Florian,/ Du sakrischer Schwanz, Mir brauch'n di nimma,/ Mir ham die Assekuranz
Anekdote zum Thema Verspätung
Mark Twain war zu spät zu einer Party gekommen, hatte der Gastgeberin an der Tür lächelnd in die Augen geschaut und sich in aller Freundlichkeit mit den Worten entschuldigt: "Tut mir leid, dass ich spät bin, ich mußte nur eben noch meine Tante umbringen!" - Und die Antwort? "Wie reizend, Sie zu sehen! Die kleine Verspätung macht doch nichts. Wir sind froh, daß Sie gekommen sind, es ist uns wirklich eine große Freude, Sie bei uns zu haben!"
Anekdote zum Thema Vielleicht
Eine alte chinesische Geschichte handelt von einem Bauern, dessen Pferd weglief. Es war eine preisgekrönte, herrliche Stute. Deswegen kamen die Nachbarn, um dem Bauern ihr Mitleid über den herben Verlust auszusprechen. "Du bist sicher sehr traurig!" sagten sie.
Doch der Bauer antwortete nur: "Vielleicht." Eine Woche später kam die Stute zurück und brachte fünf wilde Pferde mit sich. Wieder kamen die Nachbarn, diesmal um zu gratulieren. "Du bist jetzt sicher sehr glücklich", sagten sie. Und wieder antwortete der Bauer nur: "Vielleicht."
Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, auf einem der Wildpferde zu reiten. Er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. "So ein Pech!" sagten die Nachbarn. "Vielleicht!" antwortete der Bauer.
Drei Tage später kamen Offiziere ins Dorf, um Soldaten zu rekrutieren. Sie nahmen alle jungen Männer mit, außer dem Sohn des Bauern, der wegen seines gebrochenen Beins für den Kriegsdienst nicht tauglich war.
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Mai
23
Heute vor
106 Jahren
Henrik Ibsen stirbt (*1828), norwegischer Dichter und Dramatiker, Werke u. a. [weiterlesen] »
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