Beförderungsrede leicht gemacht!
Gratulation zur Beförderung! Wie Sie mit einer Beförderungsrede Ihr ganzes Team motivieren
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Einfach ist es nicht, eine Beförderungsrede vorzubereiten: Inhalt und Ton der Rede haben sich schließlich nach mehreren Kriterien zu richten. Wenn Sie jedoch die folgenden Tipps gelesen haben, wird Ihnen die Vorbereitung Ihrer individuellen Beförderungsrede leichter von der Hand gehen.
Applaus-Garantie: Rede-Tipps zur Beförderung für verschiedene Betriebsgrößen
Beförderung im kleinen Unternehmen oder in einer kleinen Arbeitseinheit
1. Vorbemerkung zu Ihrer Rede
Alle Beteiligten kennen einander. Die Beförderung ist Ausdruck des persönlichen Vertrauens des Chefs in die fachlichen und menschlichen Fähigkeiten des Beförderten. Die Rede des Chefs hat letztlich den Sinn, das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Mitarbeiter zu stärken. Eine wichtige Rolle spielen auch Person und fachliche Leistung des Vorgängers. Dessen Würdigung muss noch vor dem Redeeinstieg für den Beförderten erfolgen. Inhalt und Ton der Worte richten sich nach den aktuellen Situationen. Nach der Beförderungsrede findet ein kleiner Umtrunk statt, der den übrigen Mitarbeitern die Gelegenheit gibt, dem Beförderten persönlich zu gratulieren.
2. Redeaufbau und -Inhalt
Begrüßen Sie noch vor dem Beförderten die anwesenden Mitarbeiter (dadurch wird der Beförderte den übrigen weder „vorgesetzt“ noch nachgeordnet, sondern gewissermaßen in deren Mitte platziert) und, sofern anwesend, auch den Vorgänger!
Würdigung und Übergang auf Beförderten:
1. Das heutige Ereignis ist für den ganzen Betrieb wichtig, da jeder Mitarbeiter davon betroffen ist.
2. Es gilt, einen ganz besonderen Tag im Berufsleben des Beförderten zu feiern (Hier möglicher Einschub mit Bezug auf den Vorgänger; siehe Rede-Hilfen 32).
3. Herzliche und persönliche Gratulation zur Beförderung.
Die Beförderung zeigt nicht nur das persönliche Vertrauen des Chefs, sondern auch das Vertrauen der Betriebsgemeinschaft in die fachlichen und menschlichen Fähigkeiten des Beförderten. Daraus folgt:
4. Erinnern Sie die Betriebsgemeinschaft an den im Betrieb verbrachten beruflichen Lebensweg des Beförderten in Form von Anekdoten: von seinem Eintritt (z. B. als Lehrling) bis zu seiner jetzigen Stellung. Legen Sie gleichermaßen Gewicht auf Geschichten, die seine fachliche Qualifikation und seine positiven menschlichen Eigenschaften schlaglichtartig illustrieren.
5. Greifen Sie nicht nur auf eigene Erlebnisse zurück, sondern auch auf die Erlebnisse anderer Weggefährten des Beförderten, die Sie namentlich erwähnen sollten. Und bedenken Sie: Menschliche Wärme vermitteln vor allem humorige/lustige Ereignisse, an denen der Beförderte beteiligt war.
6. Schauen Sie auch einmal in seine Personalakte. Zitieren Sie zum Beipiel einen Satz aus seinem Bewerbungsschreiben vor x Jahren um eine Azubi-Stelle. Oder erwähnen Sie sportliche Leistungen, Auszeichnungen, „Heldentaten“, über die z. B. in den Medien/der Lokalpresse berichtet wurde.
7. Runden Sie den Hauptteil ab mit einer Darstellung der wirtschaftlichen Situation der Unternehmensbranche und des Betriebs. Sprechen Sie die damit verbundenen Probleme und daraus resultierenden Aufgaben an.
8. Machen Sie dabei deutlich, dass aus den bisherigen Leistungen des Beförderten hervorgeht: Er ist der geeignete Mann (bzw. sie ist die geeignete Frau), diese gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben (gemeinsam mit seinem/ihrem Team) in der neuen Stellung bestens zu meistern.
9. Sprechen Sie dem Beförderten ausdrücklich das Vertrauen aller aus, verbunden mit der Hoffnung oder sogar der sicheren Gewissheit, dass die Entscheidung zum Besten des ganzen Betriebs und damit aller Mitarbeiter getroffen wurde.
10. Schließen Sie mit einer neuerlichen Gratulation und einer Einladung zum Umtrunk (Empfang).
3. Würdigung des Vorgängers
Erfolgt die Beförderung auf eine Position, die zuvor von einem anderen besetzt war, ist sie mit dem Wechsel des Vorgängers auf eine andere Position (z. B. vom Vorstand in den Aufsichtsrat) oder mit dessen Ausscheiden verbunden.
Die – sehr unterschiedlichen – Gründe des Ausscheidens können sein:
1. Beförderung und Stellenwechsel innerhalb der Firma (ggf. verbunden mit Ortswechsel)
2. Wechsel auf eine Führungsposition in einer anderen Firma
3. planmäßiges Ausscheiden durch Erreichen der Altersgrenze
4. vorzeitiges Ausscheiden durch Krankheit/Arbeitsunfähigkeit/ Sozialplan
5. Tod
6. disziplinarische Maßnahme nach Fehlverhalten/ Versagen
Worum es im jeweiligen Fall konkret geht, hat entscheidende Bedeutung für Ton und Inhalt Ihrer Rede. Person und Leistungen des Vorgängers sollten Sie würdigen, bevor Sie auf den Beförderten eingehen (Ausnahme: Punkt 6).
a) Wenn der Vorgänger anwesend ist
Für die einzelnen Teile der Rede ergeben sich dadurch folgende Veränderungen:
Erwähnen Sie nach den Mitarbeitern (und noch vor dem Beförderten) zunächst seinen Vorgänger mit Namen.
Heben Sie hervor, dass dies ein besonderer Tag sowohl im Berufsleben des Vorgängers als auch im Berufsleben des Beförderten ist.
b) Falls der Vorgänger in Rente geht
In einem Kleinbetrieb bis zu 20 Personen dürfte der häufigste Anlass die Erreichung der Altersgrenze sein. In diesem Fall wie in allen anderen Fällen des endgültigen Ausscheidens aus dem Arbeitsleben ist eine Gesamtwürdigung angebracht, und zwar
- der Lebensarbeit für den Betrieb und
- seiner Persönlichkeit.
1. Würdigen Sie die fachlichen Leistungen des Vorgängers genau nach dem Muster, das oben für den Hauptteil Ihrer Rede vorgeschlagen wurde, also mit eigenen Erlebnissen/Anekdoten, kurzen Schilderungen aus dem Mund von Weggefährten oder Auszügen aus der Personalakte.
2. Schließen Sie die Würdigung mit einem herzlichen Dank für das Geleistete und guten Wünschen für ihn und seine Familie, insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit und die Liebhabereien (Hobbys).
3. Geben Sie dem Wunsch aller Ausdruck, dass die Verbindungen zwischen ihm und dem Betrieb in alter Herzlichkeit erhalten bleiben mögen.
c) Falls der Vorgänger die Firma wechselt
Für den Fall des Wechsels des Vorgängers in eine andere Firma sollten Sie ihm gute Wünsche für seine künftige Karriere mit auf den Weg geben – auch dann, wenn Sie nur schweren Herzens und ungern auf ihn verzichten.
d) Falls der Vorgänger verstorben ist
st der Vorgänger durch Tod aus dem Betrieb ausgeschieden, sollten Sie diesen Redeteil in Form, Stil und Ton einer ehrenden Gedenkrede gestalten.
e) Falls der Vorgänger unehrenhaft ausgeschieden ist
Lassen Sie den Vorgänger in diesem Ausnahmefall gänzlich unerwähnt.
Als Übergang zur Rede auf den Beförderten können Sie – bis auf Ausnahmefall e) – formulieren, dass der „Neue“ in sehr große Schuhe zu treten habe, Sie jedoch davon überzeugt sind, dass er über eine entsprechende Schuhgröße verfüge. Begründen Sie diese Auffassung mit einer persönlich gefärbten, charakteristischen Anekdote um den Beförderten. Und schließen Sie jetzt die Würdigung der Leistungen des Beförderten an.
Beförderung im mittelständischen Unternehmen
1. Vorbemerkung
Ein Betrieb mit mehreren hundert bis tausend Beschäftigten hat meist schon drei Hierarchieebenen, zum Beispiel den Vorstand bzw. die Geschäftsleitung als erste Führungsebene, die Abteilungsleiter (Produktion, Einkauf/Beschaffung, Verkauf/Marketing, Personal/Verwaltung etc.) als zweite Führungsebene. Dazu gibt es innerhalb und ggf. auch außerhalb der Abteilungen Bereiche, denen eine dritte Hierarchieebene vorsteht.
Die Chefs aller drei Führungsebenen haben in der Regel Stellvertreter/Vizechefs, die ebenfalls Positionen bekleiden, auf die befördert wird (beispielsweise Beförderung zum stellvertretenden Abteilungsleiter/Unterabteilungsleiter).
2. Wer redet vor welchem Publikum?
- Bei einer Beförderung in die erste Hierarchieebene spricht der oberste Chef. Die Rede findet vor der Gesamtbelegschaft oder der Belegschaft des betreffenden Vorstands-/Geschäftsbereichs statt. Die Entscheidung darüber hängt weitgehend von der Personalstärke und der Bedeutung dieses Bereichs für das Gesamtunternehmen ab.
- Bei einer Beförderung in die zweite Ebene spricht der stellvertretende oberste Chef oder der zuständige Vorstand/Geschäftsleiter. Die Rede findet in der Regel vor der gesamten Belegschaft der Abteilung statt. Die letzte Entscheidung darüber hängt jedoch auch hier weitgehend von der Personalstärke und der Bedeutung der Abteilung für das Unternehmen ab.
- Bei einer Beförderung zum stellvertretenden Abteilungsleiter oder zum Unterabteilungsleiter kommen der Chef und der Abteilungsleiter als Redner infrage. Ob die Rede vor der gesamtenAbteilung oder im kleineren Kreis (z. B. der neuen Unterabteilung) gehalten wird, hängt wiederum vom Gewicht der Abteilung und der Bedeutung der Position ab. Sehr häufig haben stellvertretende Abteilungsleiter für den Betrieb wichtige Sonderaufgaben in ihrer Abteilung zu erfüllen.
- Die Rede bei der Beförderung eines Fachbereichsleiters wird in der Regel von seinem Abteilungsleiter gehalten werden, im Verhinderungsfall von seinem Stellvertreter.
Das hierarchische Verhältnis zwischen dem Redner und dem Beförderten muss selbstverständlich Auswirkungen auf die Rede haben.
3. Wenn Sie als oberster Chef sprechen
In der Regel redet die Person, die die Beförderungsentscheidung getroffen oder in die Wege geleitet hat.
In einem Betrieb mit mehreren hundert oder tausend Mitarbeitern ist nicht davon auszugehen, dass alle Mitarbeiter der Abteilung oder gar die Gesamtbelegschaft den Beförderten kennen. Als Redner müssen Sie ihn deshalb der Belegschaft zunächst vorstellen. Dabei gilt:
Aufbau und Inhalt
1. Präsentieren Sie sachliche Informationen über den beruflichen Werdegang des Beförderten und seine fachlichen Leistungen.
2. Flechten Sie in diesen Informationsteil zur rhetorischen Auflockerung die eine oder andere charakteristische Anekdote aus seinem Berufsweg ein. Darunter sollte jedoch auf keinen Fall der sachliche Informationscharakter des Vorstellungsteils leiden.
3. Je größer der Betrieb, desto abstrakter sind die Beziehungen zwischen den Leitungsebenen und den Arbeitnehmern. Je abstrakter diese Beziehungen, desto mehr sollte der sachliche Informationsgehalt die Rede bestimmen. Die Arbeitnehmer wollen durch diese Rede weniger unterhalten werden – vielmehr wollen Sie wissen, wer künftig ihren Berufsalltag entscheidend mitbestimmt.
4. Wenn Sie als Abteilungsleiter oder Fachbereichsleiter sprechen
Vorbemerkung
Die Beförderungsentscheidung wurde eventuell nicht von Ihnen getroffen. Ihre Aufgabe ist es, vor der Belegschaft eine Entscheidung zu erläutern, die von anderen, nämlich der Unternehmensleitung getroffen wurde. Als Redner sind Sie Vermittler zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft. Sie sind Sprachrohr der Unternehmensleitung und legen deren Begründung für die Beförderung dar. Das hat natürlich seine Auswirkungen auf Stil und Sprachhaltung des Redners.
Aufbau und Inhalt
1. Würdigen Sie zunächst die Leistungen und die Person des Vorgängers. Über ihn, den die Belegschaft meist aus jahrelanger Zusammenarbeit kennt, können Sie in der Regel weit persönlicher sprechen als über den „Neuen“, der sich ja erst noch bewähren muss.
2. Die Vorstellung des „Neuen“ erfolgt auch hier zunächst durch eine ausgesprochen nüchterne und sachliche Information über seinen bisherigen beruflichen Werdegang.
3. Danach aber sollten Sie den „Neuen“ mit warmen persönlichen Worten in seinem neuen Verantwortungsbereich willkommen heißen und sein neues Team auffordern, mit ihm auf die gleiche vertrauensvolle Weise wie mit dem Vorgänger zusammenzuarbeiten. Lassen Sie an dieser Stelle ein paar grundsätzliche Bemerkungen über den Teamgeist des Hauses einfließen, und vergessen Sie nicht zu erwähnen, dass der Beitrag jedes Mitarbeiters für den Gesamterfolg des Betriebs unverzichtbar ist.
4. Im Anschluss stellen Sie dem „Neuen“ die Arbeitseinheit, der er künftig vorstehen soll, mit ihrem Aufgabenbereich, ihrer Verantwortung für das Ganze des Unternehmens, ihren bisherigen Leistungen und ihren gegenwärtigen Problemen personeller und sachlicher Art vor.
5. Daraus ergibt sich schon ein Teil der Aufgaben, vor die sich der „Neue“ innerhalb des Betriebs gestellt sieht.
6. Das Unternehmen und seine Lage werden natürlich ebenso von äußeren Faktoren bestimmt, so wie es selbst auch nach außen wirkt. Darum ist nun eine Schilderung der Branchensituation auf dem Markt mit allen positiven und negativen Faktoren am Platz.
7. Hieraus leitet sich die Gesamtstrategie des Unternehmens ab, die darauf gerichtet ist, den negativen Faktoren wirkungsvoll zu begegnen und die positiven Faktoren für die eigene Stärke und den Markterfolg zu nutzen. Dazu ist, wie Sie ausführen sollten, der Einsatz aller Mitarbeiter gefordert. Sie sollten auch zu Vorschlägen aus der Arbeitswelt ermutigen, der der „Neue“ vorstehen wird und die er mit kreativen Ideen befruchten und beflügeln soll.
8. Lassen Sie die Rede mit einer nochmaligen herzlichen Gratulation an den Beförderten ausklingen – und mit den besten Wünschen für den Erfolg seiner künftigen Arbeit. Verbinden Sie dies mit der Hoffnung und Erwartung, dass er seine Mannschaft mit Tatkraft, Teamgeist, Sachverstand und Ideenreichtum führen wird.
Beförderung im Großunternehmen
1. Vorbemerkung
In einem Großunternehmen/Konzern mit zehntausend bis hunderttausend Mitarbeitern sind die Beziehungen zwischen den Arbeitnehmern und den Leitungsebenen eher anonym und abstrakt. Außer den engsten Mitarbeitern kennt fast niemand die leitenden Personen aus persönlicher Begegnung. Meist gibt es mindestens vier Hierarchieebenen.
2. Wer redet vor welchem Publikum?
Eine Rede vor der Gesamtbelegschaft von Großkonzernen kommt nicht in Betracht. Sie wird vor einem Unternehmensteil (z. B. der Hauptverwaltung), einer Abteilung, Unterabteilung oder einem Fachbereich stattfinden. Personalentscheidungen, die für das Schicksal einer Aktiengesellschaft von entscheidender Bedeutung sind, müssen vom Aufsichtsratsvorsitzenden nicht nur vor der Belegschaft bekannt gegeben, sondern auch vor der Aktionärsversammlung/den Anteilseignern begründet werden.
3. Tonfall und „Temperatur“
Bei Beförderungsreden in Großunternehmen muss der sachliche Informationscharakter vorherrschen. Die Rede kann hin und wieder durch humorvolle Bemerkungen und Formulierungenaufgelockert werden, jedoch nur gezielt und in sparsamer Dosierung.
Der Grund: Beförderungen in die erste und zweite Führungsebene von Großunternehmen werden von der breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen und kommentiert, d. h. neben der Branchen- und Wirtschaftspresse auch von den Publikumszeitungen und den elektronischen Medien.
Kein Wunder! Eine Personalentscheidung in einem solchen Betrieb kann die Entwicklung einer ganzen Branche, ja der gesamten Volkswirtschaft sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Daraus folgt:
4. Aufbau und Inhalt
1. Als Redner/in dürfen Sie in diesem Fall nicht nur die Belegschaft, Sie müssen vielmehr auch die kritische Öffentlichkeit als Ihr Publikum betrachten. Sie haben nicht nur die eigenen Leute, sondern auch viele Außenstehende von der Richtigkeit der getroffenen Personalentscheidung zu überzeugen – Menschen, die Sie weder kennen noch sehen.
2. Weisen Sie der interessierten Öffentlichkeit nach, warum gerade dieser Mann/diese Frau für diese besondere Aufgabe am geeignetsten ist. Falls Ihre Argumentation nicht überzeugt, Ihre Gründe nicht nachvollziehbar sind und ergo Ihre Perso-nalentscheidung nicht gutgeheißen wird, kann es geschehen, dass die Aktien des Unternehmens in den Keller rauschen.
3. Bei Ihrer Rede kommt es sehr auf eine detaillierte und überzeugende Sachinformation an.
4. Aus Anlass einer wichtigen Personalentscheidung in einem Großbetrieb sollten Sie sich im Allgemeinen nicht auf die Erläuterung dieser Entscheidung beschränken. Vielmehr sollten Sie als Redner den Anlass nutzen, um auch die Lage des Unternehmens in der Öffentlichkeit darzustellen, um Vertrauen für Ihr Unternehmen zu werben oder um schwierige Unternehmensentscheidungen zu rechtfertigen. Dieser Redeteil steht mit der Beförderung in keinem direkten Zusammenhang. Es wird also zuweilen geschehen, dass Ihre Person als (dem Beförderten in der Hierarchie übergeordneter) Redner die Person des Beförderten teilweise überdeckt. Das ist völlig legitim, da in einem Großunternehmen auch die wichtigste Personalentscheidung nur als Teil einer Gesamtstrategie zu begründen ist.
5. Wenn Sie als Redner von außerhalb anreisen
Vorbemerkung
Nehmen wir an, die Stellvertreterin des Filialleiters wird zur Filialleiterin befördert. Dazu reisen Sie als Redner(in) aus der Zentrale an. Es liegt auf der Hand, dass sich Ihre Rede aus Anlass dieser Beförderung von einer anderen denkbaren Rede – zur Einsetzung eines von außen kommenden neuen Filialleiters – grundsätzlich unterscheiden muss:
Im Fall der stellvertretenden Filialleiterin, die befördert wird, sind die Fähigkeiten und Charaktereigenschaften der Beförderten den Mitarbeitern bekannt; sie müssen darüber – wie über deren bisherige Karriere – nicht informiert werden. Das alles wissen sie sogar in der Regel weit besser als Sie, der Sie als zuständiger Regional- oder Bezirksleiter extra anreisen, um die Rede zu halten.
Aufbau und Inhalt
Was aber soll dann Inhalt Ihrer Rede sein? Ganz einfach: Sie informieren die Mitarbeiter nicht über den bisherigen Berufsweg der Beförderten, sondern rufen ihnen, möglichst in anekdotischer Form, die Stationen, Erlebnisse, Ereignisse ihrer Vita wieder ins Gedächtnis. Nach dem Muster: Erinnern Sie sich noch/Wissen Sie noch ...?
Setzen Sie einen fremden Filialleiter ein, der den anderen nicht bekannt ist, gilt natürlich die Regel (siehe oben): erst vorstellen und den bisherigen beruflichen Werdegang schildern. Dann Stück für Stück (durch anekdotische Einsprengsel) „vermenschlichen“, also den Herzen der Zuhörer- (innen) näher bringen.
In diesem Sinne: Viel Erfolg!
Rund um die Beförderungsrede:
- Vorgesetzte/r spricht zur Beförderung eines Mitarbeiters: "So machen Sie Rockefeller Konkurrenz"
- Chef/in spricht zur Beförderung eines Mitarbeiters zum Verkaufsleiter
- Vorgesetzte/r spricht zur Beförderung eines Mitarbeiters zum Abteilungsleiter: Btx un dUSB - der Markt entscheidet pber Top oder Flop
→ Weitere Beförderungsreden finden sie hier
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Februar
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