Körpersprache in der Rede
Entscheidend ist die Körpersprache
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Bewegen Sie sich
Wie Ihr Körper sich bewegt und nicht bewegt, ist extrem wichtig für wirksame Kommunikation.
Wenn Sie beim Reden auf der Stelle stehenbleiben, laufen Sie Gefahr zu langweilen. Fehlende Bewegung bremst Sie emotional. Zögern Sie also nicht, Ihre Position zu variieren.
Sich auf das Publikum zu und weg zu bewegen und von einer Seite der Bühne oder des Raumes zur anderen zu gehen kann dazu beitragen, Ihre Worte nachdrücklich zu unterstreichen. Es wird das Interesse der Hörerschaft an dem wachhalten, was Sie gerade sagen - vorausgesetzt, es macht die Zuhörer nicht nervös.
Entscheiden Sie vor Ort, wieviel Bewegung angemessen ist. Experimentieren Sie. Gehen Sie so, daß das Publikum Sie besser sehen kann und Sie auch klarer versteht. Wenn Sie in einem Konferenzraum reden, gehen Sie an der Stirnseite auf und ab, so daß jeder in der Lage ist, Sie in voller Größe zu sehen.
(Aber, wie gesagt, es kommt nicht in erster Linie auf das Gesehenwerden an. Der Sinn der Bewegung liegt vielmehr darin, daß Sie sich während der Darbietung hundertprozentig wach- und topfit halten.)
Die körperliche Bewegung während der Rede ist gut für Ihre Atmung und Blutzirkulation; sie baut ein erhöhtes Energie-Niveau auf und hilft Ihnen, sich lockerer und sicherer zu fühlen.
Stehen Sie auf ...
Wann immer Sie können, sprechen Sie im Stehen - sogar am Konferenztisch und auch dann, wenn alle anderen, die vor Ihnen gesprochen haben, sitzen geblieben sind.
Trick: Sie könnten vorher etwas an der anderen Seite des Raumes deponieren und es nun als Entschuldigung nutzen, sich zu erheben, um den Tisch herumzugehen und es sich zu holen.
Wenn Sie erst einmal aufgestanden sind, setzen Sie sich einfach nicht wieder hin. Oder Sie könnten aufstehen und schriftliches Material an jeden einzelnen im Konferenzraum verteilen.
Stehen hilft Ihnen, tiefer zu atmen und Ihre Stimme besser zur Geltung zu bringen. Sie sehen auch größer aus. Es wird dem Zuhörer zwar nicht bewußt, aber er hört aufmerksamer zu, wenn er zu einem Menschen aufschauen muß. Und Sie als Redner(in) fühlen sich stärker, wenn Sie auf andere herabschauen können.
... und machen Sie sich größer
"Wenn ich vor einer Gruppe von mehr als 40 Personen spreche", sagt der kanadische Kommunikationsberater und Vortragsredner Peter Urs Bender, "verlange ich stets ein Podest von etwa 30 cm Höhe, 1,25 m Tiefe und 2,50 m Breite, so daß ich etwas größer bin, mein eigenes privates Reich habe und genug Raum, langsam vor, zurück und zur Seite zu gehen."
Wo wir gerade über Höhe reden: Wußten Sie, daß die meisten Führungskräfte überall auf der Welt ziemlich großgewachsene Leute sind? Fast alle erfolgreichen US-Präsidentschaftskandidaten waren größer als ihre Gegenspieler.
Helmut Kohl, der 16 Jahre lang als Kanzler die Bundesrepublik Deutschland regierte, ist ein Hüne.
Wie aber wirkt man groß, auch wenn man nicht so großgewachsen ist?
Darum ist es wichtig, daß Sie bei einem Auftritt vor fremdem Publikum richtig angekündigt und vorgestellt werden. Dem Veranstalter wird seinerseits daran gelegen sein, Sie als Koryphäe darzustellen: Also senden Sie ihm vorher und rechtzeitig Ihre Vita, auf daß er sieht, welcher Weltklassemann oder welche Weltklassefrau Sie sind - eben eine große Persönlichkeit!
Passen Sie sich dem Publikum an
Das Geheimnis des guten Redners ist, daß er sich dem Publikum anpaßt - was keineswegs bedeutet, sein eigenes Profil zu verleugnen oder zu verlieren. Auditorien bestehen aus zwei Arten von Menschen.
- Da sind zum einen die, deren Kommunikationsverhalten primär auf das gesprochene Wort hin, also verbal, orientiert ist - die Hörer. Sie lieben es, selbst zu sprechen und mit anderen zu reden. Sie denken in Klang-Kategorien.
- Und da sind zum anderen die, deren Kommunikation eher auf das geschriebene Wort hin, also visuell, orientiert ist - die Leser. Sie bevorzugen Buchstaben und Bilder und sind gewöhnlich ziemlich interessiert an Details.
Entscheiden Sie, welches der vorherrschende Zuhörer-Typ in Ihrem Publikum ist, und passen Sie Ihre Kommunikationsmethode entsprechend an.
So erkennen Sie ein Hörer-Publikum (verbal dominiert)
Wenn das Publikum ziemlich laut und vergnügt ist, aus sich herausgeht, leicht ansprechbar ist und dazu neigt, viel zu lachen, haben Sie ein verbal dominiertes Publikum vor sich, ein typisches Hörer Publikum.
Tip: Zeigen Sie viel Gefühl. Dramatisieren Sie. Wandern Sie auf und ab. Ziehen Sie das Redetempo rasch an, und quälen Sie niemanden mit Einzelheiten. Setzen Sie die Hände dynamisch, oft und ausgreifend für Ihre Gestik ein.
So erkennen Sie ein Leser-Publikum (visuell dominiert)
Wenn das Publikum ruhig wirkt, überwiegend ernste Mienen Sie anschauen, wenn es passiv zu sein scheint und eher introvertiert, haben Sie eine visuell dominierte Zuhörer-Gruppe vor sich, ein Leser-Publikum. Hier empfiehlt sich mehr Theorie, weniger Dramatik.
Tip: Stehen Sie still. Wählen Sie ein langsames Redetempo. Geben Sie den Zuhörern eine Menge Informationen und präzise Fakten. Halten Sie Ihre Hände möglichst ruhig (sparsame, zurückhaltende Gestik). Das ist die Art und Weise, wie ein Leser-Publikum informiert werden will.
So atmen Sie richtig ...
Gibt es Techniken, die eigene Nervosität zu überwinden? Ja!
Eine wirkungsvolle Technik ist, so tief einzuatmen und so langsam auszuatmen, wie Sie können. Üben Sie das vorzugsweise schon einige Wochen, bevor Sie auftreten. Das Geheimnis dieser Atemtechnik beruht einzig und allein darauf, soviel Sauerstoff in der Lunge zu haben wie möglich.
Vortrag (Präsentation der Rede)
So kleiden Sie sich richtig
Kleiden Sie sich eine Spur konservativer als Ihr Publikum Was ist die richtige Kleidung?
Buck Rodgers von IBM pflegte zu sagen: "Die Art wie du gekleidet bist, ist die Art, wie du wahrgenommen wirst, und die Art, wie du wahrgenommen wirst, so wirst du behandelt. "
Sie sollten den Stil Ihres Publikums kennen und sich in derselben Manier wie die Zuhörer(innen) kleiden, ob dunkle Anzüge oder Sportjackets, formelle Damenkleidung oder Hosen. Versuchen Sie, sich anzupassen.
Fragen Sie den Veranstalter nach der angemessenen Kleidung. Seien Sie bestrebt, eine Nuance konservativer (eleganter) angezogen zu sein als Ihr Auditorium.
Vermeiden Sie modische Knalleffekte (wenn Sie als seriös gelten wollen und nicht gerade Entertainer oder Humorist sind) - grell bunte Socken und ein schrilles Outfit rufen zumindest im
Business-Bereich bloß Befremden hervor.
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Mai
23
Heute vor
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In Österreich gelingt der 18-jährigen Natascha Kampusch nach acht Jahren Gefangenschaft die Flucht. Ihr Entführer begeht am selben Tag Selbstmord. [weiterlesen] »
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