Mikrofon-Ausfall: Situation händeln
- Kategorie/n: Redner-Pannen: Blackout und Co.
Mikrofon-Ausfall verhindert Rede: Wie Sie in einer solchen Situation richtig handeln
Es geschah vor wenigen Wochen. Da musste ein Vorstandsvorsitzender eines Aktienkonzerns unverrichteter Dinge eine Versammlung verlassen. Der Grund: Als er seine Rede begonnen hatte, versagte das Mikrofon. Mehrere Versuche, die technische Panne zu beheben, blieben ohne Erfolg.
Für Sie als Redner stellt sich die Frage: Wie reagieren Sie in so einer Situation
Und vor allem – wie lassen sich solche Pannen vermeiden? Eines vorweg: 100%ige Sicherheit, dass während Ihrer Rede keine technische Panne passiert, gibt es natürlich nicht. Deshalb steht Ihre Vorbereitung stets auf zwei Beinen. Das eine heißt: technischen Pannen durch sorgfältige Vorbereitung so weit wie eben möglich schon im Vorfeld vorbeugen.
Das andere Bein heißt: für jede der denkbaren Rede-Pannen eine schlagfertige Reaktion in petto haben.
Zur Vorbereitung: Wichtig ist, dass Sie sich – wo und wann immer möglich – vorher mit den individuellen Gegebenheiten vertraut machen. Beispiel: Sie möchten während des Vortrags herumlaufen? Dann stellen Sie vorher sicher, dass Ihnen auch wirklich ein Funkmikrofon zur Verfügung steht. Und bestehen Sie darauf, dass mindestens ein Set Ersatzbatterien auf dem Rednerpult liegt. Besser noch: dass ein Ersatzmikrofon bereitliegt, das Sie ebenfalls vor Ihrem Vortrag überprüft haben.
Können Sie die Überprüfung nicht selbst vornehmen, bitten Sie den Veranstalter, dies zu tun. Vor allem ist es wichtig, dass Sie oder der Prüfende mit dem Mikrofon durch den Raum wandern, um sicherzustellen, dass es keine störenden Rückkopplungen gibt und auch in keinem Winkel zu einem störenden Brummen kommt.
Sie kennen das bei Funkmikrofonen vielleicht auch: An bestimmten Stellen im Raum entsteht ein Kratzen und Brummen. Dies liegt meist an elektronischen Störungen, die eine optimale Verbindung zwischen Mikrofon und Verstärker verhindern. Kennen Sie diese Ecken im Raum, wissen Sie, welche Sie meiden müssen.
Verlangen Sie aber auch bei Kabelmikrofonen, dass stets ein Ersatzmikrofon mit eigenem Kabel (!) bereitliegt. Denn wenn solche Geräte ausfallen oder knacksen, liegt das meist nicht am Mikrofon, sondern an einem Wackelkontakt im Kabel.
Wichtig: Geht Ihrem Funkmikrofon der Saft aus, können Sie die Batterie natürlich selbst wechseln. Ansonsten aber gilt: Lassen Sie alle Reparaturarbeiten durch einen Techniker oder Verantwortlichen vornehmen. Es wirkt unprofessionell, wenn Sie hilflos am Kabel oder Mikrofon herumfummeln.
Stellen Sie sich in so einem Fall freundlich lächelnd an das Rednerpult und warten Sie, bis die Panne behoben ist. Kann die Panne behoben werden, bedanken Sie sich mit einem freundlichen Applaus beim Techniker und fahren mit einer humorvollen Bemerkung fort.
Tipp: Nicht nur beim Mikrofon kann es Pannen geben. Wie oft kommt es vor, dass ein Redner tolle Folien oder Charts dabeihat, diese aber aufgrund der Position des Beamers nicht von allen Zuhörenden gesehen werden können!
Deshalb: Nehmen Sie vorher die Position ein, von der aus Sie präsentieren wollen. Kontrollieren Sie, ob Sie alle Zuschauer sehen können und ob Ihre Zuschauer Sie optimal sehen und verstehen können. So vermeiden Sie, dass während Ihrer ersten Worte Stühle gerückt oder Plätze getauscht werden.
Die folgende Checkliste hilft Ihnen, bei der Vorbereitung auch wirklich nichts zu vergessen:
- Funktioniert der Projektor/Beamer, und kann ich ihn bedienen?
- Ist der Laptop angeschlossen, und funktioniert er auch?
- Muss ich Vorwärmzeiten beachten?
- Sind Ersatzbirnen für den Projektor/Beamer vorhanden?
- Funktioniert das Mikrofon?
- Liegen ein Ersatzmikrofon und Ersatzbatterien bereit?
- Hat das Mikrofon für mich die richtige Höhe?
- Gibt es Orte, an denen mein Mikrofon versagt?
- Sind Ersatzbatterien für die Fernbedienung (z. B. des Beamers) vorhanden?
- Sind alle Kabel lang genug?
- Habe ich Folien der PowerPoint-Präsentation für den Overhead-Projektor dabei, falls der Beamer ausfällt?
- Hat das Flip-Chart die richtige Höhe?
- Steht das Flip-Chart an der richtigen Stelle?
- Ist genug Papier vorhanden?
- Sind genügend volle Stifte vorhanden?
- Sind Stifte in benötigter Stärke und Farbe vorhanden?
- Steht ein stilles Wasser bereit?
- Gibt es Ablagemöglichkeiten für meine Unterlagen?
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Henrik Ibsen stirbt (*1828), norwegischer Dichter und Dramatiker, Werke u. a. [weiterlesen] »
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