Weg mit den 6 inneren Verunsicherern
- Kategorie/n: Lampenfieber
Egal, ob Sie einer Gruppe von Zuhörern ein Projekt vorstellen, bei einer Betriebsfeier eine Rede halten oder vor Kunden präsentieren müssen: Sobald der Druck wächst, ist es wichtig, etwaige „innere Verunsicherer“ zu überlisten:
Vor der Rede
Erlauben Sie sich Ihre Katastrophenfantasien, Sie können sie ohnehin nicht verhindern. Aber unterbrechen Sie sie mit einem entschiedenen „Stopp“. Setzen Sie jedem Angst auslösenden Gedanken einen hilfreichen Gedanken entgegen. So bekommen Sie negative Gefühle besser in den Griff.
Angst auslösender Gedanke: Ich muss diese Rede sicher hinter mich bringen, sonst ist alles aus.
Hilfreicher Gedanke: Ich habe mich vorbereitet. Es wäre schade, wenn es nicht klappen würde, aber ich habe noch andere Möglichkeiten. Ich kann damit weiterleben.
Angst auslösender Gedanke: Ich darf keinen Fehler machen.
Hilfreicher Gedanke: Fehler sind kein Beinbruch. Ich bereite mich vor, so gut ich kann und gebe mein Bestes.
Angst auslösender Gedanke: Ich bekomme einen Blackout.
Hilfreicher Gedanke: Wenn ich tatsächlich einen Blackout bekomme, sage ich wahrheitsgemäß: „Ich habe im Augenblick den Faden verloren.“ Dann kann ich kurz schweigen und tief durchatmen (anderen kommt das Schweigen mit Sicherheit nicht so lange vor wie mir) oder das bisher Gesagte zusammenfassen.
Kurz davor und mittendrin
Vermeiden Sie Aufputschmittel wie Kaffee, Cola oder Nikotin. Sie brauchen jetzt keine zusätzliche Spannung. Trinken Sie stattdessen viel Wasser oder Saft, denn Ihr Gehirn braucht Flüssigkeit.
Bemessen Sie Ihren Zeitplan reichlich. Eine verspätete U-Bahn oder eine mühsame Parkplatzsuche erhöht Ihren Stresspegel unnötig. Während Sie auf den großen Augenblick warten, suchen Sie Kontakt zu Menschen, die ruhig und sicher wirken.
Machen Sie Ihre Atemübung. Sagen Sie sich: Ich habe mich vorbereitet, ich bin nicht in Lebensgefahr, ich gebe mein Bestes und lasse den Rest auf mich zukommen.
Achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Kauern Sie sich nicht zusammen. Stellen oder setzen Sie sich so hin, wie Sie es das letzte Mal in einer erfolgreichen Situation getan haben, z. B. aufrecht, den Blick nach vorn gewandt.
Sollten Sie tatsächlich einen Blackout bekommen: Erlauben Sie sich das – es geht vorbei. Wenden Sie Ihre Blackout-Strategie an (siehe oben).
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