Prominente von A bis Z und ihre Redenschreiber
ABS, Hermann Josef, Deutsche-Bank-Chef
Sein Redenschreiber war Horst Kitzki (*1938), deutscher Unternehmer. Gründete 1970 in Königstein/ Ts. das Reiseunternehmen „Ikarus-Tours“. Erfand die „Camel-Trophy“. „Nur an einem Tag in der Woche gönnt sich Kitzki etwas Abwechslung. Dann widmet er sich seiner rund 30.000 Bände umfassenden Privatbibliothek, einer der größten Sammlungen von Reiseliteratur.“
Auch Manfred Pohl (*1944), heute Geschäftsführender Vorsitzender der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e. V., diente Abs einst als Redenschreiber: „Abs war ein fantastischer Erzähler“, sagt er und fügt hinzu, weil die Deutsche Bank im Dritten Reich auch Vernichtungslager finanziert hatte: „Aber er wusste seine eigene Geschichte zu spinnen. Den Abs im Dritten Reich lernen wir jetzt erst kennen.“
Pohl hatte auf besonders bizarre Weise die Gunst des – neben Robert Pferdmenges (1880- 1962) – mächtigsten Bankiers der Adenauer-Ära erlangt: 1972 hatte Pohl, der bei der Saarländischen Kreditbank arbeitete, einer Tochter der Deutschen Bank, ein wichtiges Rundschreiben der Zentrale an alle Filialen aus dem Jahr 1938 gefunden. Auf einem Dachboden in Saarbrücken.
Das Schreiben entlastete Abs im Stuttgarter Prozess um das Buch „Der Bankier und die Macht“ des Ostberliner Historikers Eberhard Czichon. Abs gewann, Pohl machte Karriere, wurde als Leiter des zentralen Bankarchivs nach Frankfurt am Main berufen und – zum persönlichen Redenberater von Abs. Ironie der Geschichte: Ausgerechnet Pohl förderte ans Licht, dass es eine Verstrickung des Bankiers mit dem Naziregime gegeben hat.
ALBRIGHT, Madeleine, ehem. US-Außenministerin
Gemeinsam mit ihrem langjährigen Redenberater Bill Wooward (nicht zu verwechseln mit dem Watergate-Enthüller Bob Woodward) als Ghostwriter verfasste Madeleine Albright („Vor wichtigen Ereignissen war sie so nervös, dass sie die ganze Nacht Schuhe putzte, um sich abzulenken.“) ihre Autobiografie „Madam Secretary“.
BRANDT, Willy, ehem. deutscher Bundeskanzler
Klaus Schütz (*1926) leitete im Bundestagswahlkampf 1961 Willy Brandts Wahlbüro und trug Mitverantwortung für dessen Reden. Als Brandt 1966 Bundesaußenminister wurde, folgte Schütz seinem Mentor als Staatssekretär ins Bonner Auswärtige Amt, wo er an seinen außenpolitischen Reden mitarbeitete. Im Oktober 1967 wurde Schütz Nachfolger des zurückgetretenen Heinrich Albertz als Regierender Bürgermeister von Berlin; 1968 übernahm er auch den Landesvorsitz der Berliner SPD.
Günter Struve (*1940), promovierter Politologe, diente Brandt schon mit 25 Jahren als Redenschreiber. Er arbeitete dreieinhalb Jahre für ihn. „Danach war ich selbst – mit 28 Jahren – so leer, dass ich bei der Müllabfuhr hätte anfangen können.“ Struve fing jedoch nicht bei der Müllabfuhr an, sondern wurde Leiter des Berliner Presse- und Informationsamts in der Regierungszeit von Klaus Schütz (bis 1977). 1985 Fernsehdirektor beim WDR, wurde Struve 1991 Programmdirektor der ARD.
Klaus Harpprecht (*1927), deutscher Publizist, Pfarrerssohn, der viele Jahre als Journalist u. a. für RIAS Berlin, SFB, WDR und ZDF arbeitete und u. a. aus Washington berichtete („Washington, im November. Ein schiefmäuliger, trüber Büromorgen, an dem man für nichts und niemanden zu sprechen sein sollte, am wenigsten für sich selbst“, begann eine seiner TVReportagen), war 1966-69 Leiter des S. Fischer Verlags. Der persönliche Freund diente Brandt 1972- 74 als Berater und Redenschreiber. Er nannte sich „Leiter der Schreibstube“, weil er, wie er notierte, damals „in einer Dachstube des Kanzleramts werkelte, übrigens im Nachbarzimmer von Günter Guillaume“. Harpprecht lebt seit 1982 als freier Schriftsteller in der Provence (Frankreich). – Der heutige Chefredakteur des neuen „REDENBERATERs“, Friedhelm Franken, damals Grundsatzreferent im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, vertrat Harpprecht bei einem vorübergehenden US-Aufenthalt des Kanzlerberaters.
Als Redenschreiberin für Brandt arbeitete zu dieser Zeit auch Monika Wulf-Mathies (*1942). Die promovierte Historikerin hatte als Hilfsreferentin in der Presseabteilung von Bundeswirtschaftsminister Prof. Karl Schiller (SPD) begonnen, war 1971 vom Wirtschaftsministerium ins Kanzleramt gewechselt und 1973 Leiterin des Referats „Sozial- und Gesellschaftspolitik“ geworden. 1976 wurde sie in den Geschäftsführenden ÖTV-Hauptvorstand gewählt, 1982-94 Vorsitzende der ÖTV. 1995 wechselte sie als EUKommissarin nach Brüssel und ging 1999 als europapolitische Beraterin zurück ins Bundeskanzleramt. Seit 2001 ist sie Direktorin und Leiterin des Zentralbereichs „Politik und Umwelt“ der Deut schen Post World Net.
Als Redenberater ging darüber hinaus Michael Engelhard (seit 1973 persönlicher Referent Brandts; siehe ➞ Genscher) dem Kanzler zur Hand, ebenso Egon Bahr, der schon 1960-66 in Berlin Brandts Presseamtsleiter, Senatssprecher und Redenberater war.
Auch Externe lieferten Redetexte, unter ihnen Historiker wie Golo Mann und Schriftsteller wie der spätere Nobelpreisträger Günter Grass.
Nach dem Rücktritt Brandts als Kanzler (1974) diente ihm Uwe-Karsten Heye (*1940) als Pressesprecher und Chefredenschreiber in der Bonner SPD-Zentrale; Heye holte seinen Kollegen Martin E. Süskind (*1944) als Redenschreiber nach. Beide waren zuvor Bonner Korrespondenten der „Süddeutschen Zeitung“. Als Brigitte Seebacher, später Brandts dritte Ehefrau, die Büroleitung des SPD-Vorsitzenden übernahm, ging Heye zurück in den Journalismus, arbeitete 1979-84 als freier Korrespondent für Radio- und Fernsehen, 1984-90 als ZDF-Redakteur für „Kennzeichen D“, diente Gerhard Schröder 1990-98 in Hannover und 1998-2002 in Bonn als Regierungssprecher. 2003 wechselte er als Generalkonsul nach New York.
BREUER Rolf, Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef (2002 bis 2006)
Hans Dieter Holtzmann, Volkswirt, arbeitete nach der Promotion 1996 zunächst bei der Deutschen Bank, wechselte im Rahmen eines Austauschprogramms ins Bundeskanzleramt (Arbeitsstab für wirtschaftspolitische Grundsatzfragen, wo Wirtschaftsreden für Bundeskanzler Helmut Kohl / CDU vorbereitet wurden). Danach Rückkehr nach Frankfurt a. M. als Vorstandsassistent und Redenschreiber für den damaligen Chef der Deutschen Bank und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Breuer. „Er mag Zitate, Anekdoten und Wortspiele, er will pointierte, zugespitzte Reden. Jagen kann man ihn dagegen mit abwägenden ‚Einerseits-andererseits-Formulierungen’.“
BUSH, George W., US-Präsident (2001 bis 2009)
Michael Gerson, Chefredenschreiber im Weißen Haus von 1999-2004, war vorher Student der Theologie, arbeitete kurzfristig als Journalist und war u. a. für den republikanischen Senator und Präsidentschaftskandidaten Bob Dole tätig.
Im Dezember 2004 musste er seinen Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Seinen Sprachstil charakterisierte die FAZ so: „In der alliterativen Abteilung, die er gern besucht, kaufte er ‚flawed and fallible people‘ ebenso beherzt wie ‚pain and poverty‘. Und immer ist Gott nicht weit. Selbst in einer gottesfürchtigen Nation hat die Frequenz der metaphysischen Exkurse Aufsehen erregt.“
Er nahm an allen wichtigen Sitzungen teil, brachte zu den häufigen Gesprächen mit Bush immer sein Tonbandgerät mit, um den Sprachrhythmus und die Paraphrasierung des Präsidenten exakt in die Redeform übertragen zu können, wobei allerdings – wie im deutschen Kanzleramt – jeder Redeentwurf noch einmal von mehr als einem Dutzend Stellen gegengelesen und verändert wurde, u. a. von der Präsidentenberaterin und ehemaligen TV-Journalistin Karen Hughes. Reden auf höchster politischer Ebene sind also nie einem Einzelnen allein geschuldet, sondern fast immer einem Team.
CLINTON, Bill, US-Präsident ( 1993 bis 2001)
Carolyn Curiel, Senior Speech Writer im Weißen Haus (Clinton: „Die erste farbige Person und, wichtiger noch, die erste Latina in der Geschichte des Landes, die für den Präsidenten Reden schreibt“). Clinton belohnte sie 1997 mit der Berufung als Botschafterin nach Belize.
Später wurde sie Produzentin bei ABC-News und schreibt heute Leitartikel für die „New York Times“. Ihr Lebensmotto: „Du musst dir das, was Wirklichkeit werden soll, zuerst einmal vorstellen.“ Curiel über ihre Zeit als Redenschreiberin: „Das war eine Position, in der ich Ergebnisse erzielen konnte.“
1995 schrieb sie Clinton den seither oft zitierten Slogan ins Manuskript: „We should mend it, but don’t end it.“ (Lasst es uns besser machen, aber nicht beenden).
1997 gab sie ihm für seine berühmt gewordene „Memphis-Rede“ über die Rassengleichheit nur Stichworte an die Hand, kein Manuskript – damit konnte er so gut wie frei sprechen und sein Redetalent ungehindert entfalten.
ELLISON, Larry, Oracle-Chef
Dick Brass, langjähriger Redenschreiber von Ellison, war dafür bekannt, dass er die schmutzigsten Witze über Ellisons Erzrivalen Bill Gates in seine Texte einflocht. Brass wurde später Chef einer Firma, die mit großem Erfolg eine „Cleartype“ genannte Darstellungstechnik an Microsoft verkauft. Woraus wir lernen: Nicht jeder Witz muss tödlich enden!
ERHARD, Ludwig, Bundeswirtschaftsminister (1949-63), Bundeskanzler (1963-66)
Rüdiger Altmann (*1922) schrieb viele von Erhards Reden und war u. a. der geistige Vater des Begriffs der „formierten Gesellschaft“, d. h. der geordneten, den Egoismus und Wildwuchs verhindernden Gesellschaft der Interessengruppen und Verbände. Der politische Schriftsteller und Publizist wurde später Leiter der Politischen Akademie Eichholz der Konrad-Adenauer-Stiftung und 1963-78 stellv.
Hauptgeschäftsführer des DIHT.
GENSCHER, Hans Dietrich, Bundesinnen und -außenminister, Vizekanzler (1969 bis 1992)
Klaus Kinkel (*1936) fing 1970 als persönlicher Referent und Redenschreiber bei Genscher an, der seinerzeit Bundesminister des Innern war. 1974-79 war Kinkel Chef des Leitungs- und Planungsstabs im Auswärtigen Amt, 1979-82 Präsident des Bundesnachrichtendienstes, 1982-91 Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz.
Kinkel trat 1991 in die FDP ein, deren Bundesvorsitzender er 1993-95 war, wurde 1994 Mitglied des Bundestages, 1991-92 Bundesminister der Justiz, 1992-98 Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler. „Ohne Genscher wäre ich jetzt mit ein bisschen Glück Unterabteilungsleiter im Innenministerium“, sagte er 1992, kurz bevor er selbst Außenminister wurde.
Chefredenschreiber Genschers im Auswärtigen Amt war der Diplomat und Puschkin-Übersetzer Michael Engelhard, der 1973 im Bundeskanzleramt als persönlicher Referent Brandts Reden schrieb. Er wurde 1974 persönlicher Referent des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes, 1975-79 Redenschreiber für Bundespräsident Walter Scheel, 1985-86 für Bundespräsident Richard von Weizsäcker und leitete 1986-91 die „Arbeitsgruppe Kommunikation“ im Auswärtigen Amt.
Engelhard, Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse und Ehrendoktor der Korea-Universität Seoul, diente dem Bildhauer, der das Denkmal für die „Göttinger Sieben“ vor dem Hannoverschen Landtag entwarf, als Modell für eine der dargestellten Personen, weil er stets Mut im Umgang mit der Obrigkeit bewies und Partei für die Benachteiligten und Schwachen ergriff. Engelhard (FAZ: „Der beste politische Redenschreiber der Nachkriegszeit“) ist Mitautor der berühmten „8. Mai-Rede“ Richard von Weizsäckers, spricht fünf Sprachen, übersetzte u. a. die lyrischen Werke Puschkins, Leopardis und Michelangelos ins Deutsche.
Seit 2002 ist er Lehrbeauftragter an der Akademie für Management- Kommunikation und Redenschreiben (Bonn). – Zu Genschers Redenschreibern im Auswärtigen Amt gehörte auch Joachim Rücker, 1993-2001 Oberbürgermeister von Sindelfingen, seit 2004 Leiter des Bereichs Wirtschaft bei der UN-Mission in Prishtina (Kosovo) und Stellvertreter des Hohen Repräsentanten der Internationalen Staatengemeinschaft (gemäß Vertrag von Dayton seit 1999 unter UNVerwaltung).
GRAHAM, Billy, US-Fernsehprediger
Jerry B. Jenkins diente Graham als Redenschreiber. Er wurde später Co-Autor von Tim LaHaye, mit dem er ab 1995 im US-Bibelverlag Tyndale House Publishers einen Romanzyklus mit Weltuntergangsvisionen veröffentlichte. Serientitel „Left Behind“ (deutsche Fassung: „Die letzten Tage der Erde“). Geplant waren zwölf Fortsetzungen. Nach neun Fortsetzungen betrug die Gesamtauflage schon 50 Millionen Exemplare.
2002 trennte sich das Autorengespann. LaHaye machte weiter und Kasse, ließ sich mal kurz von Bantam Books (Bertelsmann) für vier Fortsetzungen 51 Millionen Euro Vorschuss zahlen und wurde zum „teuersten Autoren der Welt“.
Jenkins, der mit dem Romanzyklus ebenfalls ein Vermögen verdient hat, ging eigene Wege. Und Billy Graham? Der war mit Erweckungspredigten und Büchern ohnehin längst steinreich und weltberühmt geworden.
KENNEDY, John F., US-Präsident ( 1961 bis 1963)
Theodor Sörensen, US-amerikanischer Rechtsanwalt aus Nebraska, dänischer Abstammung, war Kennedys Redenschreiber seit 1952. Nach Kennedys Tod dessen Biograf. Kennedys Stab ließ dem Präsidenten auch (wie überall üblich) Redetexte von namhaften Externen zuliefern, u. a.
von dem Historiker Arthur Schlesinger und dem Essayisten Gore Vidal.
„Biografen Kennedys behaupten, dass die Einfühlungs- und Nachahmungsgabe Sörensens so groß gewesen sei, dass dieser sich am Telefon als Kennedy ausgeben konnte, wenn jener zu beschäftigt war“, schrieb Joachim Becker, früher SPD-Oberbürgermeister von Pforzheim, in der FAZ.
KOCH, Roland, Ministerpräsident Hessen, CDU (1999 bis 2010)
Torsten Volkert, Kochs langjähriger Redenschreiber, sagt: „Man muss auf der Linie seines Chefs liegen, muss einschätzen können, wie er tickt.“
Mehr als fünf Jahre lag er mit Roland Koch auf einer Linie, bis der diplomierte Fachwirt für Marketing im August 2004 vom Chefsessel der Abteilung „Information“ der hessischen Staatskanzlei zum Landesumweltministerium wechselte, um dort als Pressesprecher zu fungieren.
KOHL, Helmut, Bundeskanzler (CDU) (1982 bis 1998)
Michael Mertes war 11 Jahre lang Kohls Redenschreiber im Bundeskanzleramt, zuletzt als Ministerialdirektor und Abteilungsleiter. Er diktierte seine Entwürfe stets auf Kassette. Der Sohn des Diplomaten und CDU-MdB Alois Mertes hatte fast jeden Freitag Stress; denn an diesem Tag mussten die Texte zum Kanzler, der sie ins Wochenende nach Oggersheim mitnahm und dort durcharbeitete.
Am Montag ging dann der Kanzlerdaumen rauf oder runter. „Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bundeskanzlers“ hieß das Referat, das Mertes leitete. Den Job der Redenschreiber verstand er als „Sprach-TÜV“, der die Redevorlagen, die aus allen Himmelsrichtungen kamen (vor allem aus den Ministerien, der CDU-Bundesgeschäftsstelle, den Fraktionen und den Abteilungen des Kanzleramts) auf die persönliche Sprechweise des Kanzlers abzustimmen hatte.
Kohl bevorzugte kurze, schmucklose, lineare Sätze, ohne Schnörkel. Mertes: „Das ließ ihm Platz, um an den wichtigen Stellen solche rhetorischen Floskeln einzubauen wie ‚Das sage ich in aller Deutlichkeit‘ oder ‚Das ist doch die Erfahrung, die wir alle gemacht haben‘.“
Herbert Müller, begann 1987 mit einem Einser- Examen als Politikwissenschaftler in der Tasche, als Redenschreiber im Kanzleramt. Nach Wehrdienst und Ausbildung zum Fallschirmjäger hatte er mit einem Stipendium der Adenauer-Stiftung in Bonn studiert, leitete 1982-83 den Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) und betätigte sich neben dem Studium als Rundfunkjournalist und Referent für politische Bildung.
Vier Jahre nach Antritt als Redenschreiber war er stellvertretender Leiter von Kohls Kanzlerbüro, übernahm 1993 die Grundsatzabteilung der CDU Zentrale und plante u. a. den Bundestagswahlkampf 1994.
1997/98 im Bundeskanzleramt Leiter der Gruppe für Kommunikation und politische Analysen, 1999/2000 Generalsekretär der hessischen CDU, ist er seither geschäftsführender Gesellschafter von dimap consult, Beratungsgesellschaft für Kommunikation und Politik, in der auch Michael Mertes (s. o.) tätig ist.
Noch vor seiner Promotion wurde Michael Borchard 1997 Mitglied des Redenschreiberteams im Bundeskanzleramt. Ein Jahr später wechselte er als Chefredenschreiber und Leiter des Referats „Reden, Textdokumentation und Fragen des Gesellschaftlichen Wandels“ zum damaligen Ministerpräsidenten Thüringens, Bernhard Vogel. Seit 2003 leitet Borchard die Abteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Ein weiterer Redenschreiber während der 16-jährigen Kanzlerschaft war Christian Henkelmann, der am 1.2.2002 Kohls Beigeordneter für Bildung, Sport und Kultur der Stadt Remscheid wurde.
Als Referent in der Schreibstube diente Kohl zudem Matthias Fritton, heute Leiter der Konzernkommunikation und Pressesprecher der KfWBankengruppe.
Auch Horst Teltschik arbeitete Kohl als Ghostwriter und außenpolitischer Berater Texte zu. Weil er ihn nicht zum Staatssekretär beförderte, sprang Teltschik in die freie Wirtschaft ab.
Als Altkanzler Kohl mit 72 Jahren am 3.9.2002 im Bundestagswahlkampf vor 5.000 Menschen auf dem Bonner Marktplatz eine Rede hielt, charakterisierte er den Leiter der Hauptabteilung Innenpolitik und Soziale Marktwirtschaft der Konrad- Adenauer-Stiftung und Bonner CDU-Bundestagskandidaten Stephan Eisel als „einen Mann mit Mut, Charakter, Sachverstand, der nie vom Boden abhebt“. Kohl musste es wissen; denn auch Eisel war früher einmal sein Redenschreiber.
KÖHLER, Horst, deutscher Bundespräsident (2004 bis 2010)
Nur Scherzbolde definieren „Köhler“ als „Steigerungsform von Kohl“. Köhler (*1943) war 1976 als Referent in die Grundsatzabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums eingetreten. Mit gutem Gespür ausgestattet, wechselt er 1981 vor dem Ende der Regierung Schmidt in die Staatskanzlei Schleswig- Holstein, wurde CDU-Mitglied und diente Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg als persönlicher Referent.
1982 nahm Stoltenberg ihn mit ins Bundesfinanzministerium, wo Köhler zunächst als sein Redenschreiber, dann als Leiter des Ministerbüros und 1987 als Chef der Grundsatzabteilung an zahlreichen Reden mitarbeitete.
Am 23.5.2004 zum Bundespräsidenten gewählt, dienten ihm fortan selbst mehrere Mitarbeiter als Redenberater. Vor seinem offiziellen Amtsbeginn am 1. 7. 2004 sprach er Michael Jansen eine Nachricht auf die Mailbox: „Wir müssen miteinander reden.“ Jansen wurde Chef des Präsidialamts im Rang eines beamteten Staatssekretärs und Köhlers engster Berater (auch Redenberater).
Er war 1972 in den Auswärtigen Dienst eingetreten und sammelte Erfahrungen in Brüssel, Caracas und Madrid, bevor er Redenschreiber des deutschen Bundespräsidenten Karl Carstens (CDU) wurde. 1981 ging er ins Ministerbüro von Außenminister Hans Dietrich Genscher (FDP), den das CDU-Parteibuch seines persönlichen Referenten und späteren Büroleiters nicht störte.
Rechte Hand von Genschers Kabinettskollegen im BMF, Stoltenberg, war Köhler, sodass sich die Wege der beiden Referenten erstmals kreuzten. Ein wichtiges Instrument zur Koordinierung der Arbeit waren die „Lagesitzungen“ bei Jansen:
Jeden Morgen traf er sich mit seinen Abteilungsleitern, dem Chef der Pressestelle, der Büroleiterin des Präsidenten und dem Leiter des Grundsatzreferats. Alle Vorlagen (auch Redeentwürfe), die die Mitarbeiter des Bundespräsidialamts oder anderer Ressorts für den Bundespräsidenten erarbeiten, liefen über seinen Schreibtisch.
Ab dem 1.4.2005 wurde Köhlers Redenschreiber-Crew von Jörg Hackeschmidt (*1962) verstärkt, einem gelernten Journalist und promovierten Historiker, der zuvor im Berliner Büro der PR-Agentur „PLEON Kothes Klewes“ Chef der Ghostwriter gewesen war.
LEUTWILER, Fritz, Schweizer Nationalbankpräsident (1997 verstorben)
Sein Redenberater war der Schweizer Schauspieler und Regisseur Kurt Schildknecht, seit 1991 Generalintendant und Geschäftsführer des Saarländischen Staatstheaters. – Allerdings: „In der Schweiz redet man genauso wenig über Reden wie über Geld“, sagt Edgar Fasel, Schweizer Kommunikationsberater, ehemals redenschreibender Mitarbeiter eines anderen politischen Schweizer Urgesteins, nämlich von Kurt Furgler (*1924, Bundesrat 1971-86, Bundespräsident 1977, 81, 85).
METTERNICH, Klemens Wenzel, Fürst von, österreichischer Staatsmann (1773-1859)
Friedrich Gentz (1764-1832) war preußischer Staatsbeamter bis 1802, danach – bis zu seinem Tod – „Staatsschriftsteller“ in Diensten der Habsburger. Er fungierte als Metternichs Ghostwriter beim Wiener Kongress und bei den folgenden europäischen Kongressen, nachdem er 1790 als Übersetzer von Edmund Burkes „Reflections on the Revolution in France“ hervorgetreten war.
„Man kann diese Leistung – im funkelnden Deutsch der Klassik – den Shakespeare-Übersetzungen der Schlegel und Tieck an die Seite stellen; vielleicht war sie noch wirkungsmächtiger“ (Peter Stadler, FAZ).
NIXON, Richard, US-Präsident (1969 bis 1974)
William Safire (*1930), Sohn eines Zwirnfabrikanten und Studienabbrecher, war ein erfolgreicher PR-Mann, ehe er als Redenschreiber für Nixon und dessen ersten Vizepräsidenten Agnew anheuerte. Das war er 4 Jahre lang bis zur Watergate-Affäre. Danach (1973) ging der rechtskonservative Safire zur (liberalen) „New York Times“ und wurde einer der einflussreichsten Kolumnisten der USA.
Schon bald druckten 300 Zeitungen seine Kolumnen nach, die ihm schließlich den Pulitzerpreis einbrachten. Safire ist jederzeit für Überraschungen gut. So fand nach dem Attentat auf das World Trade Center vom 11.9.2001 die amerikanische Opposition nicht im Parlament, sondern ausgerechnet in ihm ihre mächtigste Stimme. Der erzkonservative Kolumnist, ein Original des amerikanischen Journalismus, verbiss sich in Bushs „Irakgate“.
Neben Safire war Patrick Buchanan von 1969-72 Seniorberater und Redenschreiber im Weißen Haus, danach Sonderberater für Richard Nixon (1972-74). Buchanan war Leitartikelschreiber des „St. Louis Globe“, bevor er 1966 Nixons Wahlkampagne unterstützte und bis 1969 dessen persönlicher Assistent war.
Buchanan war auch unter Ronald Reagan noch Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und der Redenschreibergruppe. Der extrem rechtskonservative Kolumnist bewarb sich 1992 und 1996 als Präsidentschaftskandidat für die Republikaner und im Jahr 2000 für die „Reformpartei“.
Obama, Barack, seit Januar 2009 44. US-Präsident
Er ist der jüngste „Chief Speechwriter“ aller Zeiten – Jon Favreau. Seit 2005 gehört der heute 28-jährige zum Redenschreiberkreis um Barack Obama und wurde von ihm 2007 zum Chef des Redenschreiberteams ernannt.
Favreau verbrachte seine Kindheit und Jugend in Massachusetts und studierte dort Politikwissenschaft und Soziologie. Die erste Begegnung zwischen Obama und Favreau ereignete sich auf einem Wahl-Parteitag der Demokraten in Boston. Der junge Favreau arbeitete damals für den Präsidentschaftskandidaten John Kerry und hörte mit, wie Obama seine Rede übte. Er gab ihm den Hinweis eine Formulierung zu ändern, da es sonst zu einer Doppelung zwischen den beiden Reden kommen würde.
Ein Jahr später nahm Obama ihn in sein Wahlkampfteam auf. Heute gehört Jon Favreau zum inneren Vertrauenskreis des Präsidenten und Obama selbst bezeichnet ihn als seinen „mind reader“. Mit den beiden anderen Teammitgliedern Adam Frankel (26 Jahre) und Ben Rhodes (30 Jahre) arbeitet Jon Favreau Tag für Tag an den Formulierungen für Obamas Reden. Den Arbeitsablauf bis eine Rede enstanden ist beschreibt Favreau wie folgt: „ Ich setzte mich mit ihm für eine halbe Stunde zusammen. Er spricht und ich schreibe alles auf, was er sagt. Dann forme ich das alles in einen Text.“ (Newsweek) Darauf folgend redigiert Obama die Rede.
REAGAN, Ronald, US-Präsident (1981 bis 1989)
Aram Bakshian, Jr. war schon unter den US-Präsidenten Nixon und Ford „White House director of presidential speechwriting“. Er ist heute Chefredakteur der Loseblattzeitschrift „The American Speaker“, die 1989 nach dem Vorbild und in Lizenz des Bonner „REDENBERATERs“ in Washington D.C. entstand.
Auch Peggy Noonan „hat für Reagan die eindrucksvollsten Reden aufgesetzt“ (Klaus Harpprecht), „die durchschlagendsten Texte geschrieben“ („Der Spiegel“), durfte den Präsidenten aber erst gut 5 Monate nach ihrem Antritt als Redenschreiberin persönlich sprechen. Später wurde sie u. a. von US Außenminister George Shultz beschuldigt, durch ihre Texte „Politik zu machen“ – und mit einem Formbrief entlassen, der mit der Unterschriftsmaschine des Präsidenten unterzeichnet war.
Man holte sie jedoch wieder zurück, als Reagan am Ende seiner Amtszeit seine Abschiedsrede vorzubereiten hatte. Noonan blieb nach Reagans Abschied für eine Weile im Amt und verfasste noch die (gute) Antrittsrede von George Bush sen. Dann zog sie sich ins Privatleben zurück.
RITSCHARD, Willi, Schweizer Bundesrat ( gestorben 1983)
Peter Bichsel (*1935), Schweizer Schriftsteller („Ritschard hat alle meine Reden ... von Hand abgeschrieben“). Weil Bichsel meint, sein Freund Ritschard (der Gewerkschaftsführer war und 1973 als erster Arbeiter in den Bundesrat gewählt wurde), habe die meisten seiner Redeentwürfe „verpfuscht“, lehnt er seither alle Anfragen für Ghostwriting konsequent ab.
SCHEEL, Walter, deutscher Bundespräsident (1974 bis 1979)
Michael Engelhard ist ein Mann mit festen Überzeugungen: „Ein Redenschreiber, der seine Meinung verleugnet, ist ein Lakai.“ Der Diplomat (Scheel war zuvor Außenminister in der Regierung Brandt und hatte ihn, der zuvor Brandts persönlicher Referent war, ins Präsidialamt geholt) war Scheels „Alter Ego“.
Selten hat ein Redenschreiber so ideal zu seinem Redner gepasst. Engelhard auf die Frage, wie gut Redenschreiber und Redner zueinander passen müssen: „Nehmen wir ein Bild: Beide sind Kreise. Die Kreise überschneiden sich. Im Idealfall sind die Kreise identisch und decken sich fast. Wenn ich an meine Zeit mit Scheel denke, dann war es so. Wenn man die beiden Kreise aufeinander legte, gab es nur einen ganz kleinen Rand. Wie bei der Sonnenfinsternis. Mit einem schmalen Rändchen, wo wir nicht übereinstimmten.“
Auf die Frage, wie ihm seine Rede- Ideen kommen, verrät er: „Ich weiß nie, was am Ende herauskommt, wenn ich eine Rede entwerfe. Die Rede beschreibt die Spur meines Gedankens. Ich setze mich, den Text schreibend, mit dem Problem auseinander.“
SCHILLER, Karl, Bundeswirtschaftsminister (1966 bis 1972)
Hans Tietmeyer (CDU), seit 1967 Leiter des Grundsatzreferats im BMF – er wurde später Präsident der Deutschen Bundesbank –, schrieb zumindest bis zum Wahlkampf 1969 viele Reden für seinen sozialdemokratischen Minister. Tietmeyer, rückblickend: „Schiller war ja nicht unbedingt der Repräsentant einer antimarktwirtschaftlichen Haltung. Darin stand ich ihm näher als die meisten seiner Parteigenossen.“
SCHMIDT, Helmut, Bundeskanzler (1974 bis 1982)
Schmidts Chefredenschreiber waren Christian Bauer (1974-78; kam aus dem Finanzministerium), Armin Halle (1978-79; war zu Schmidts Zeiten als Bundesverteidigungsminister dessen Ministeriumssprecher), Rolf Breitenstein (1979-82; Diplomat im Auswärtigen Amt) und der Journalist Jens Fischer.
Sie waren nacheinander Gruppenleiter „Information und Kommunikation“ im Bundeskanzleramt bzw. (wie Jens Fischer) Schmidts Büroleiter nach der aktiven Kanzlerzeit. Ihnen unterstanden jeweils mehrere Mitarbeiter, darunter Thilo von Trotha (später Öffentlichkeitsarbeiter des Bundesbauministeriums und Gründungspräsident des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache, VRdS), Ingeborg Kaiser-Bauer (ging als Referatsleiterin, später Abteilungsleiterin ins Bundespresseamt) und Jochen Thies (später Ressortleiter Außenpolitik der Tageszeitung „Die Welt“).
Reden, die spezifisches Expertenwissen verlangten, wurden auch nach außen vergeben (z. B. an Hochschulprofessoren). Reden für Schmidt verfassten ferner der Schriftsteller Siegfried Lenz, sein persönlicher Freund, und der (linke) Verleger Klaus Wagenbach.
SCHREMPP, Jürgen, DaimlerChrysler-Chef (1995 bis 2005)
Er beschäftigte einen ganzen Stab von Redenschreibern, darunter frühere Redakteure deutscher Wirtschaftsblätter. Sein Redenschreiber Michael Behrens sagte: „Ein guter Redenschreiber ist eigentlich nur ein Redenvorbereiter. Der Redner muss immer selbst auf die aktuelle Situation eingehen. Wenn Schrempp eine Rede zu 100 Prozent ablesen würde, wäre ich enttäuscht.“ Zahlreiche Gesellschaftsreden für Schrempp schrieb 1998-2000 auch der Journalist und Publizist Friedhelm Franken.
SCHRÖDER, Gerhard, Bundeskanzler (1998 bis 2005)
Reinhard Hesse (1956-2004) hat in Kairo, wo sein Vater Lehrer war, das Gymnasium besucht und sprach perfekt Arabisch. Zunächst Kriegskorrespondent der „taz“ im Libanon, schrieb er später für „Transatlantik“, „Die Woche“, „Merian“, „Geo“ und das „SZ-Magazin“.
Als Schröders Chefredenschreiber im Bundeskanzleramt leitete er das Referat „Verbindungen zu gesellschaftlichen Gruppen“ (hieß unter Brandt „Schreibstube“, unter Kohl „Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bundeskanzlers“). Er verfasste als Co-Autor Schröders mehrere Bücher (u. a. „Und weil wir unser Land verbessern“, „Reifeprüfung“).
Als Redenschreiber musste er die Textbausteine, die die vielen Beamten, Experten, Referenten dem Kanzleramt zuliefern, zusammensetzen, ausformulieren und redigieren. Hesse starb an einer Krebserkrankung im Alter von 48 Jahren am 11.10.2004.
Sein Vorgänger und früherer Vorgesetzter war der Sozialwissenschaftler Thomas Steg (*1960), Redakteur bei der „Braunschweiger Zeitung“ (1987- 88) und Pressesprecher in mehreren Funktionen (DGB, Landesministerium Niedersachsen, SPDLandtagsfraktion). Führte 1998-2002 im Kanzlerbüro (dessen stellvertretender Leiter er war) das Referat, in dem Schröders Reden ausgearbeitet wurden. Wurde 2002 stellvertretender Sprecher der Bundesregierung. Zu seiner Zeit im Kanzleramt schickten die einzelnen Fachabteilungen ihm mal ausformulierte Redevorschläge, mal nur Hintergrundmaterial.
Redigiert wurden die Texte entweder von Steg selbst, vom Regierungssprecher, vom Kanzleramtschef oder von der Leiterin des Kanzlerbüros Sigrid Krampitz. Die Aufgabe lautete stets: die Rede ausgestalten, ihr dramaturgischen Schliff geben, sie auf Schröders Sprachstil trimmen (Steg: „... damit der Redner authentisch wirkt, ihm die Zuhörer das Gesprochene auch abnehmen“).
Schröder als Mann des zweiten Bildungswegs, sprach zum Beispiel ganz anders als etwa Richard von Weizsäcker: „Da lag man als Redenschreiber völlig daneben, wenn man 10 Dichterzitate einbaute.“ Die höchste Wirkung hat eine Rede – so Steg im Einklang mit der rhetorischen Wissenschaft –, wenn Thema, Ort, Publikum und Zeitpunkt exakt zusammenpassen.
Er nennt als Beispiel die „Greencard-Rede“ von Bundeskanzler Schröder auf der CeBIT 2000, die den Nerv der Zeit traf und eine gesellschaftliche Debatte zur Zuwanderung auslöste. Wo die Grenzen des Redenschreibers liegen, verriet diese Rede ebenfalls. Denn genau diese Passage, so Steg, hatte gerade nicht in Schröders Redemanuskript gestanden – diesen Redeteil hatte der Kanzler vor Ort improvisierend hinzugefügt.
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Februar
08
Heute vor
81 Jahren
James Dean geboren (†1955), US-amerikanischer Schauspieler („Jenseits von Eden“ 1955; „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ 1955; „Giganten“ 1956). [weiterlesen] »
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