Redefiguren - Reden in Bildern
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Mit diesen 14 Rede-Figuren können Sie Ihre Reden würzen, um
- Ihr Publikum noch aufmerksamer zu machen
- Ihre eigene Position zu unterstreichen
- die gegnerische Position zu schwächen
- die Lacher auf Ihrer Seite zu haben
- Ihre Rede lebendig zu machen
- dafür zu sorgen, dass Ihre Rede noch lange in guter Erinnerung bleibt
| Allegorie, Alliteration, Anapher, Antithese, Chiasmus, Ellipse, Emphase, Metapher, Metonymie, Parallelismus, Permissio, Personifikation, Rhetorische Frage, Synekdoche |
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: die Allegorie
Soll Ihre Rede für alle Anwesenden verständlich sein und sofort in den Köpfen Ihrer Zuhörer ankommen?
Dann helfen Ihnen bildhafte Vergleiche. Sie erzielen große Wirkung beim Publikum, wie der US-Kommunikationsforscher Doug Malouf herausfand: Von allen Sinnesorganen nehmen unsere Augen mit Abstand die meisten Eindrücke auf: 75 Prozent! Zum Vergleich: Das Gehör schlägt mit 11 Prozent zu Buche, der Tastsinn mit 7 Prozent, beim Geschmackssinn sind es noch 4 Prozent und beim Geruchssinn lediglich 3 Prozent.
Vereinfachen Sie abstrakte Begriffe durch Bilder
Ein abstrakter Begriff wird durch ein Bild dargestellt, um ihn zu vereinfachen. Die Allegorie hat
häufig zwei Bedeutungen: eine wörtliche und eine symbolische.
So hat beispielsweise Albrecht Dürer in seinem Holzschnitt Die Apokalyptischen Reiter die Plagen Pest, Hungersnot, Krieg und Tod als Menschen versinnbildlicht. Letzterer ist als Skelett mit einer Sense in der Hand dargestellt. Allegorien (etwa der schlaue Fuchs) werden auch häufig in Fabeln verwendet.
Beispiel für eine Allegorie
Kennen Sie die Fabel vom Kranich und der Krabbe? Das ägyptische Märchen berichtet von einem Zweikampf
zweier ungleicher Tiere. In dessen Verlauf bekommt die zunächst unterlegene Krabbe mit ihren langen Scheren den Hals des Vogels zu packen und würgt ihn so lange, bis dieser verspricht, keine Fische und Flusstiere mehr zu fressen. Aus diesem Grund - so die Überzeugung vieler Ägypter - haben die Kraniche einen derart engen Schlund, dass allenfalls eine Schnecke oder ein Wurm hindurchpasst. Am Nil wird die Krabbe deshalb als unerschrockene Kämpferin gegen einen scheinbar haushoch überlegenen Gegner verehrt.
So wenden Sie die Allegorie an
Dieses Stilmittel eignet sich besonders für Vergleiche, etwa wenn Sie einen komplizierten Sachverhalt für
alle Anwesenden verständlich und anschaulich darstellen wollen - getreu dem chinesischen Sprichwort:
„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.“ Sie können eine Allegorie auch verwenden, um Mitarbeiter zu motivieren. Die Fabel vom Kranich und der Krabbe dient zur Untermalung des Mottos: „Du hast immer eine Chance, du musst sie nur nutzen!“
Beachten Sie jedoch: Schöne Sprachbilder können auch nach hinten losgehen und als Bumerang gegen Sie verwendet werden. Setzen Sie Allegorien lieber nicht ein, wenn Sie es mit einem feindlich gesinnten Publikum zu tun haben.
Tiger im Tank Ihrer Rede: die Alliteration
Kleines Stilmittel - große Wirkung: Sie müssen nur auf einen einzigen Buchstaben achten, und Ihre Rede gewinnt durch minimalen Aufwand maximal an Rhythmus und Klarheit. Und Sie geht direkt ins Ohr des Publikums.
Mit einer Alliteration wird Ihre Botschaft einprägsam
Die Alliteration lässt zwei aufeinanderfolgende Wörter mit dem gleichen Anfangslaut beginnen: Feld und Flur, Gut und Geld, Haus und Hof, Kind und Kegel, Land und Leute, Mann und Maus, Nacht und Nebel. Es dürfen auch mehr als zwei Wörter sein, wie in Götter, Gräber und Gelehrte oder Märkte, Mächte, Monopole - oder in Priester und Prophezeier, Popen und Propheten. Sie können sogar ganze Sätze mit Alliterationen bilden: Milch macht müde Männer munter
Beispiel für eine Alliteration
Eine Alliteration kann sich auch über (fast) einen gesamten Text erstrecken, etwa bei folgendem Gedicht, dass alle Schauspielschüler auswendig lernen müssen:
Hinterm Haus heult Hassan,
Harrachs Hofhund, heißhungrig hervor -
Hetzt herzhaft Hennen und Hahn
Halb haushoch zum Heuhaufen hin!
Hoiho! Hallt hastig des Hausherrn Horn!
Hierher, Hofhund! - -
Horch: Hurtig huscht Hassan zur Hütte.
(Gedicht entnommen aus Der kleine Hey - Die Kunst des Sprechens. Schott Musik International, 50. Auflage, Mainz 2004.)
Die Alliteration verbessert Ihren Vortragsstil
Wenn Sie längere oder auch komplizierte Sachverhalte auf eine prägnante Formel bringen wollen, gibt es kein geeigneteres Stilmittel als die Alliteration. Der Anlaut-Gleichklang spitzt die Ohren Ihrer Zuhörer und macht sie für das, was Sie sagen, sofort aufnahmebereit. Die Alliteration hat noch einen weiteren unschätzbaren Vorteil: Sie sind zu einer sorgfältigen Aussprache und Betonung der anlautgleichen Wörter gezwungen. Diese sollten Sie (siehe das oben zitierte Gedicht!) rechtzeitig einüben. Ihrem Vortragsstil kommt das nur zugute: Sie sprechen klarer und deutlicher, wirken souveräner und überzeugender.
| Allegorie, Alliteration, Anapher, Antithese, Chiasmus, Ellipse, Emphase, Metapher, Metonymie, Parallelismus, Permissio, Personifikation, Rhetorische Frage, Synekdoche |
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