So spielen Sie mit der 10 in Ihrer Rede
Die Zehn am Ursprung
10 Finger hat der Mensch, weshalb er sich alles „an 10 Fingern abzählen“ kann.
In frühesten Zeiten, als die wenigsten Menschen lesen und schreiben konnten, war es extrem wichtig, sich alles einprägen zu können. Die 10 Finger wurden die beliebteste Merkhilfe und sind es bis dato geblieben: Noch heute nimmt jeder gern die Finger zur Hilfe, wenn er etwas aufzählt.
Aus diesem Grund gab Gott Moses auch nicht 11,12 oder 13 Gebote, sondern – klar durchnummeriert – 10. Damit sie sich jeder leicht merken konnte: beim Aufsagen und Erinnern einfach die Finger zur Hilfe nehmen und die Reihenfolge der Gebote an ihnen abzählen!
Von Fingern und Zehen
Da unsere Vorfahren einst auf allen Vieren gingen, haben wir zusätzlich noch zweimal 5 (= 10) Zehen – ein Begriff, der allerdings nicht von der Zahl 10 abgeleitet, sondern verwandt ist mit „zeihen“, also „zeigen“ und „Zeiger“.
Der erste Zeiger der Menschheit war der Zeigefinger. Reden wir von den 10 Fingern und Zehen, sprechen wir also von den Händen und Füßen („was Hand und Fuß hat“), von der Fähigkeit des Menschen zu handeln, zuzupacken, anzupacken, sein Leben zu managen, aber auch anderen die Hand zu reichen, ihnen zu helfen, zu assistieren („zur Hand zu gehen“). Zugleich sprechen wir von der Fähigkeit des Menschen, sich voranzubewegen, sich aufzurichten, aufrecht und erhobenen Hauptes durchs Leben zu gehen.
Die Zehn als Maß für Gebot und Strafe
Gerade diesen Fähigkeiten entspricht auch die Verantwortung des Menschen. Die Grundprinzipien, die das Maß der Verantwortung des Menschen beschreiben, sind auf zwei Gesetzestafeln (à 5 Paragrafen) in 10 Geboten niedergeschrieben.
Entspricht der Mensch seiner Verantwortung, wird er belohnt, entspricht er ihr nicht, gibt’s was auf die Finger oder folgt die Strafe auf dem Fuß – und zwar wieder im Zehnerpack, weshalb nach alttestamentarischer Überlieferung Ägypten von 10 Plagen heimgesucht wurde.
Die Ziffern 1+0 als Bausteine des Computer-Zeitalters
Kein Wunder, dass sie als Zahl und als Ziffer eine Besonderheit darstellt, zumal die Zehn die Summe der ersten vier Zahlen (1+2+3+4) bildet und ihre Ziffern 1 und 0 es ermöglichen, prinzipiell jede Zahl darzustellen. Das hat einst der große deutsche Philosoph und Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) festgestellt – eine Erkenntnis, die nichts weniger bewirkte als eine Revolution der Gesellschaft: Sie machte das Computer-Zeitalter möglich. Jedermann teilt sein Leben gern in Dekaden (Zehner- Zeiträume) ein, feiert mehr oder weniger vergnügt den Abschluss jedes Jahrzehnts, das er mit Gottes Hilfe glücklich vollenden darf, als „runden Geburtstag“ – und bekommt feuchte Augen, wenn er von den guten alten Zeiten liest, als sich die Obrigkeit noch mit dem Zehnten* begnügte.
* der Zehnt: vom Mittelalter bis ins 19. Jh. besonders an die Kirche
zu leistende Abgabe des zehnten Teils vom Ertrag eines Grundstücks.
Die Zehn in der Geschichte
... bei den alten Ägyptern und Babyloniern ...
Die Babylonier nummerierten ihre Götter durch (in Keilschrift). Die Ziffer 10 bezeichnete den Gott Marduk, den Stadt- und Reichsgott von Babylon.
Die Ägypter drückten Zahlen durch Symbole aus. Eine Lotusblüte bedeutete 10 x 100 = 1.000; eine Kaulquappe 10 x 10.000 = 100.000; Hände, die sich gen Himmel richten 10 x 100.000 = 1 Million.
... bei den alten Griechen ...
Dem griechischen Philosophen Aristoteles galt die Zehn als Symbol der Vollendung, weil die Zahlen bis 10 zur Bildung aller anderen Zahlen dienen. Der griechische Philosoph Pythagoras und seine Schüler sahen die besondere Vollkommenheit der Zahl auch darin, dass die Zehn aus der Summe der ersten vier Zahlen gebildet wird (1 + 2 + 3 + 4), was in der grafischen Darstellung ein magisches, gleichseitiges Dreieck ergibt:
x
x x
x x x
x x x x
Das Gefühl der Besonderheit und Vollendung hat sich bis heute erhalten. Die Zehn und ihr Vielfaches sind für uns Jubiläumszahlen. Wir nennen sie allerdings nicht eine vollendet (drei-)eckige Zahl, sondern – im Gegenteil – eine vollkommen „runde“.
... und im antiken Rom
Der römische Dichter Ovid lobte die Zehn ob ihrer langen Tradition und raffinierten Schlichtheit: „Diese Zahl ward hoch in Ehren gehalten, /
wohl wegen der Zahl der Finger, woran wir zählen.“
Zu seiner Zeit war der Denar („Zehner“) eine kostbare Silbermünze, mit dem Bildnis des Kaisers geschmückt, der den Römern als gottähnlich galt.
Ein Dekan (lateinisch „decanus“) war damals – im Unterschied zu heute – noch kein akademischer Fachbereichsoder Fakultätsleiter, auch kein katholischer Dechant oder evangelischer Superintendent, sondern ein militärischer Vorgesetzter von zehn Mann. (Noch heute heißt z. B. in der Türkei der Unteroffizier übersetzt „Führer von Zehn“.)
Das Dezimalsystem (lateinisch „decem“ = zehn) hatte es den römischen Militärs angetan. Der nächsthöhere Rang nach dem „decanus“ befehligte 10 x 10 Soldaten, weshalb er „centurio“ (Führer von Hundert; Hauptmann) genannt wurde.
Übrigens geht das Wort „dezimieren“ auf eine ziemlich raue römische Sitte zurück: Meuterte eine Legion, wurde jeder zehnte Mann hingerichtet ... Anders, aber nicht weniger hart, traf es später die 10 kleinen Negerlein – wenngleich nur im Kinderlied.
Die Zehn bei den Juden im Alten Testament ...
Gott persönlich hat, folgt man dem Alten Testament, dem Mose 10 Gebote ausgehändigt, hat gleiche Rechte für alle Menschen festgelegt, unabhängig von Stand und Geschlecht. Gleiches Recht für alle – das war im Rechtsverständnis der Zeit eine Sensation, eine Revolution. Die Zehn Gebote wurden zur Grundlage der allgemein verbindlichen Menschenrechte, der abendländisch-christlichen Rechtsordnung und Ethik. Das Alte Testament berichtet, wie schon weiter oben angemerkt, von den Konsequenzen, die diejenigen ereilen, die sich nicht an die Gebote halten. Mit 10 Plagen straft der Weltenrichter die Ägypter – darunter die in Deutschland neuerdings gern zitierte „Heuschreckenplage“.
... und in den Gleichnissen des Neuen Testaments
Der Evangelist Matthäus würde vermutlich sein Gleichnis von den 10 Jungfrauen (5 kluge und 5 törichte; Mat 25, 1-13) in die aktuelle politische Diskussion in Deutschland einbringen.
Zwei Parteien warten auf den Bräutigam, voll Gottvertrauen, die einen bestens vorbereitet, die anderen weniger: „Die törichten nahmen ihre Lampen, aber kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.“ – Lassen Sie Ihr Publikum raten, wer am
Ende recht ratlos im Dunkeln saß ...
Topaktuell ist auch das Gleichnis von den „Arbeitern im Weinberg“ (Mat 20,1-16)! Als Lohn zahlt der Winzer im Weinberg des Herrn einen „Zehner“ (Denar) an jeden aus, ganz gleich, ob der Betreffende schon am frühen Morgen mit der Arbeit begonnen hat oder auf den letzten Drücker antanzt. „So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.“ Welch eine Provokation all derer, denen „soziale Gerechtigkeit“ als unverzichtbar heiliges Gut gilt!
Die Zehn bei den frühen Christen ...
Da die römische Zehn („X“) an ein Kreuz erinnert (auch wir nutzen sie heute noch zum „Ankreuzen“), verband sich die Zahl Zehn für die Christen mit Christus – zumal im griechischen Alphabet das X „Chi“ gesprochen und als Abkürzung für Christus gebraucht wird.
... und im Islam und Buddhismus
Der Islam kennt fast gleich lautende 10 Gebote wie Juden- und Christentum.
Und unter Mohammeds Jüngern befinden sich 10, denen das Paradies versprochen wird.
Der Buddhismus formuliert die 10 Gebote teils ähnlich, teils abweichend. Besonders bemerkenswert: Gleich vier Gebote (4, 5, 6, 7) befassen sich mit Reden!
Die 10 Gebote des Buddhismus (frei übersetzt):
1. Du sollst nicht töten.
2. Du sollst nicht stehlen.
3. Du sollst nicht unkeusch sein.
4. Du sollst nicht lügen.
5. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben.
6. Du sollst nicht rohe Reden führen.
7. Du sollst nicht eitle Reden führen.
8. Du sollst nicht (maßlos) begehren.
9. Du sollst nicht (anderen) übel wollen.
10. Du sollst die rechte (religiöse) Anschauung haben.
Die Zehn in der neuen Welt
Die Zehn-Dollar-Note wird in den USA „Tenner“ (Zehner)genannt. Wer sehr reichlich davon hat, gehört zu den „oberen Zehntausend“.
... im Sport
Der Zehnkampf der Männer ist die Königsdisziplin der Leichtathleten.
An zwei aufeinander folgenden Tagen messen sie sich im 100-m-Sprint, Weitsprung, Kugel stoßen, Hochsprung, 400-m-Lauf (1.Tag); 110-m-Hürdensprint, Diskuswerfen, Stabhochsprung, Speerwerfen und im 1.500-m-Lauf (2.Tag). Der jeweilige Weltrekord in einer Disziplin wird mit 10x10x10 (= 1.000) Punkten angesetzt; würde ein Zehnkämpfer in allen Disziplinen den Weltrekord erreichen, könnte er zehntausend Punkte erzielen (die aktuelle Bestleistung stellte 2001 der Tscheche Roman Šebrle mit 9.026 Punkten auf).
Im Fußball befinden sich (neben dem Torwart) 10 Spieler jeder Mannschaft auf dem Feld, wobei die Rückennummer 10 auf dem Trikot meist einen besonderen Leistungsträger markiert, der in der Spitze für Tore sorgen soll.
... im Service
Beim Trinkgeld im Taxi oder Restaurant gelten in Deutschland in der Regel 10 Prozent der Rechnungssumme als angemessen.
... als Sparschwein
Im Zehnerpack ist vieles billiger, im Einzelhandel etwa die Zehnerpackungen, im Schwimmbad oder öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die Zehnerkarte. Und an vielen Kinokassen erhält der Kunde Rabatthefte: Sind sie voll, gibt’s den zehnten Film gratis.
... als Tempomacher
Wenn Sie das Zehnfingersystem beherrschen, sind Sie an Schreibmaschine und Computer so perfekt, dass Sie mit geschlossenen Augen schreiben können, wenn sie das wollen. (Schreibkräfte müssen manchmal so dumme Texte tippen, dass die Fähigkeit, „blind“ schreiben zu können, von großem Vorteil ist.)
... und in der Gestik
Sind Sie Jurist/Richter/Rechtsanwalt? Wenn Sie Ihre 10 Finger nicht zum Schreiben, sondern zum Zählen einsetzen wollen, ist Umsicht geboten: Schon der römische Rhetoriklehrer Quintilian (35-95 n. Chr.) mahnte: „Die Kenntnis der Zahlen ist für den Redner wichtig (...) Ein Anwalt, der mit dem Ergebnis zögert oder auch nur Unsicherheit oder linkisches Benehmen beim Zählen mit den 10 Fingern zeigt, macht sofort einen schlechten Eindruck!“
Die Zehn im Zitat
Jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück, seine eigenen Hoffnungen und Aussichten.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter
Das Leben ist wie ein Fahrrad mit Zehngangschaltung. Die meisten Gänge benutzen wir nie.
Charles M. Schulz (1922-2000), US-amerikanischer Karikaturist („Peanuts“)
Schwerer Anfang ist zumeist zehnmal heilsamer als leichter Anfang.
Jeremias Gotthelf (1797-1854), eigentlich Albert Bitzius, Schweizer Erzähler
Wenn alte Leute innerlich jung sind, wirken sie gleich um zehn Jahre jünger.
Dolly Parton (*1946), US-amerikanische Country-Sängerin
Man braucht immer rund zehn Jahre, um sich an sein Alter zu gewöhnen.
Unbekannt
Management ist, wenn zehn Leute für das bezahlt werden, was fünf billiger tun könnten, wenn sie zu dritt wären und zwei davon krank.
Ein unbekannter Spötter
Zehn Jahre lang Gutes zu tun ist nicht genug. Einen Tag Böses zu tun ist zu viel.
Ein chinesischer Weiser
Eine schöne Frau kann mehr Streit verursachen, als zehn bewaffnete Männer schlichten können.
Ein anderer Weiser
Ihr guten Menschen, habt Erbarmen. /
Nehmt’s den Reichen, gebt’s den Armen. /
Behaltet selber, was ihr könnt, /
zumindest aber zehn Prozent.
Manfred Rommel (*1928), deutscher Politiker (CDU), 1974-96 Oberbürgermeister Stuttgart
Ein zehnjähriger Junge, der beim Kinderfest die zweite Portion Pudding auf dem Teller liegen ließ, auf die Frage der Gastgeberin:„War es zu viel für dich?“
„Nein, gar nicht! Ich bin nur noch nicht groß genug dafür!“
Ein Leserbriefschreiber in der Programmzeitschrift „Prisma“:
Manche Menschen halten leichter zehn Reden als einmal Wort.
Erfolge im Zehnkampf sind wie ein guter Wein: Wenn man einmal einen guten Wein getrunken hat, möchte man sich mit einfachem Tafelwein nicht mehr zufrieden geben. Und wenn man einmal gewonnen hat, will man jeden Tag gewinnen.
Christian Plaziat (*1964), französischer Zehnkämpfer, 1990 Europameister
Ich glaube, ich bin für den Tennis-Zirkus nicht gemacht. Irgendwie sehe ich keinen Sinn darin, jemanden, den ich schon zehnmal geschlagen habe, ein elftes Mal zu schlagen.
Boris Becker (*1967), deutscher Tennisprofi, mehrfacher Wimbledonsieger
Ein Priester, der einem Multimillionär die Sterbesakramente spendete, auf dessen Frage:
„Wenn ich der Kirche zehn Millionen hinterlasse, könnte ich dann einigermaßen sicher sein, dass ich die ewige Seligkeit erlange?“:„Ich möchte Ihnen keine haltlosen Versprechungen machen
– aber das ist gewiss etwas, das auszuprobieren der Mühe wert wäre!“
Zehn Küsse werden leichter vergessen als ein Kuss.
Jean Paul (1763-1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Erzähler
Winston Churchill (1874-1965), der sich über seine Wirkung
als Redner keiner Täuschung hingab, auf die Frage
eines Freundes, ob es ihn nicht beeindrucke, dass 10.000
Menschen zusammengekommen seien, um den Premierminister
reden zu hören:
„Nein – denn zehnmal so viele würden kommen, um mich hängen zu sehen.“
Die Post ist eine Institution zur verteuerten Verlangsamung der Briefzustellung mit dem Ziel der Selbstabholung gegen zehnfache Gebühr.
Cyril Northcote Parkinson (1909-93), britischer Historiker und Publizist
Ein Vierzigjähriger, der eine Zwanzigjährige geheiratet hat,
auf die Frage, ob sich der Altersunterschied nicht störend
bemerkbar mache:
„Keineswegs. Wenn ich meine Frau anschaue, fühle ich
mich zehn Jahre jünger. Wenn meine Frau mich anschaut,
fühlt sie sich zehn Jahre älter. Also fühlen wir uns beide wie dreißig.“
Ein Friede ist besser als zehn Siege.
deutsches Sprichwort
Der persische Till Eulenspiegel, Mullah Nasrudin, der auf dem Markt einen Truthahn für 20 Pfund verkaufen wollte, zu einem Interessenten, der ihn fragte: „Der Papagei dort hinten kann sprechen und kostet zehn Pfund, und du verlangst zwanzig? Wie das?“:„Mein Truthahn kann mehr als sprechen – er kann zuhören.“
Wenn du zehn Probleme auf der Straße auf dich zukommen siehst, kannst du sicher sein, dass neun in den Graben fahren, bevor sie dich erreichen.
Calvin Coolidge (1872-1933), US-amerikanischer Politiker, 30. Präsident der USA (1923-29)
Unter zehn Personen, die über uns sprechen, sagen uns neun Böses nach, und die einzige, die Gutes sagt, sagt es schlecht.
Antoine de Rivarol (1753-1801), französischer Moralist
Wer mit zwanzig Wörtern sagt, was man auch mit zehn Wörtern sagen kann, der ist auch zu allen anderenSchlechtigkeiten fähig.
Giosuè Carducci (1835-1907), italienischer Dichter
Was ist Reichtum? Für jemanden ist ein altes Hemd schon Reichtum. Ein anderer ist mit zehn Millionen arm.
Franz Kafka (1883-1924), österreichischer Schriftsteller
Es liegt an neunzig Prozent der Politiker, dass die anderen zehn Prozent einen schlechten Ruf haben.
Henry Kissinger (*1923), US-amerikanischer Politiker, 1973-77 Außenminister,
1973 Friedensnobelpreis
Die besten neunzig Prozent der Belegschaft verursachen zehn Prozent des Ärgers, und die restlichen zehn Prozent verursachen die übrigen neunzig Prozent des Ärgers.
Hermann Simon (*1947), deutscher Unternehmensberater und Hochschullehrer
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-91) auf die Frage eines ehrgeizigen Musikschülers, wie man eine Symphonie schreibt:
„Sie sind noch ein sehr junger Mann. Warum fangen Sie nicht mit einfachen Liedern an?“ Der junge Musiker gab nicht nach. „Aber Sie haben Symphonien bereits im Alter von zehn Jahren komponiert.“ – „Das ist richtig“, erwiderte Mozart, „aber ich habe nicht nach dem ,Wie‘ gefragt.“
Eine Ewigkeit in der Politik dauert höchstens zehn Jahre.
Edgar Faure (1908-88), französischer Politiker, 1952 und 1955-56 Ministerpräsident
Zuerst haben die Männer zehn Frauen an einem Finger. Und dann haben sie zehn Finger an einer Frau.
Helen Vita (1928-2001), deutsche Schauspielerin und Chansonsängerin
Gib einer Frau zehn gute Ratschläge, und sie befolgt einen elften.
Ein verzweifelter Ehemann
Ein welterfahrener Theologe auf die Frage, ob er einen guten katholischen Witz kenne:
Ein Pfarrer hält eine Predigt über die Zehn Gebote. Als er zu dem Gebot kommt „Du sollst nicht stehlen“, sieht er, wie unten im Kirchenschiff ein Mann zusammenzuckt und voller Unruhe seine Nachbarn mustert. Erst als das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ an der Reihe ist, lächelt der Mann plötzlich und lehnt sich beruhigt zurück in die Kirchenbank. Nach dem Gottesdienst fragt der Pfarrer den Mann, was ihn so verstört habe.
„Das kann ich Ihnen leicht erklären, Hochwürden“, sagt der Mann.
„Als Sie sagten ,Du sollst nicht stehlen‘, da merkte ich plötzlich, dass mir mein
Regenschirm fehlt. Aber als Sie sagten ,Du sollst nicht ehebrechen‘,
fiel mir ein, wo ich ihn stehen gelassen habe.“
Ein verschmitzter Rabbi auf die Frage, ob er einen guten jüdischen Witz kenne:Gott kam eines Tages nach Babylon und rief aus: „Hört, ihr guten Leute, ich habe hier ein Gebot, das ich gern fortgäbe.“ Ein Babylonier erkundigte sich: „Was steht denn drin?“ – „Du sollst nicht stehlen.“ – „Nein, danke“, sagte der Babylonier.
Gott ging nach Ägypten, ein anderes Gebot anzubieten. Ein Ägypter erkundigte sich: „Was steht denn drin?“ – „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ – „Nein, danke“, sagte der Ägypter. Da ging Gott in die Wüste und sagte zu Moses: „Ich habe hier ein Gebot für dich.“ Moses fragte: „Was soll das kosten?“ – „Nichts.“ – „Ich nehme zehn.“
Die Münchner Schafkopfschule e. V. auf ihrer Internet- Homepage in der Rubrik „Schafkopf-Witze“ (nur verständlich für „Schafkopf“-Spieler):
Bei Siemens wurde ein neuer Mitarbeiter zum Aktenabstempeln gesucht und da bei manchen Formularen bis zu zehn Stempel notwendig sind, war die wesentlichste Qualifikation, dass der Bewerber bis 10 zählen können muss. Der erste Bewerber kommt herein, setzt sich, wird vom Personalleiter gefragt, ob er bis zehn zählen könne. Darauf dieser: „Selbstverständlich: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0!“ – „Schön und gut, aber können Sie das nicht auch andersherum, so richtig von 1 bis 10?“ „Nein, denn ich war vorher bei der NASA, da haben wir immer so gezählt, und jetzt will ich nicht mehr umlernen.“
„Nicht geeignet! Auf Wiedersehen. Der Nächste bitte!“ Der zweite Bewerber auf die Frage, ob er denn bis zehn zählen könne: „Na klar – 1, 3, 5, 7, 9, 10, 8, 6, 4, 2!“ – „Ja, aber können Sie denn nicht von 1 bis 10 zählen so wie jeder andere auch?“ – „Nein, denn ich war vorher Briefträger, da haben wir das immer so gemacht, die ungeraden Hausnummern in die eine Richtung, die geraden Hausnummern auf dem Rückweg ...“ „Danke, Wiedersehen. Der Nächste!“
Personalleiter: „Können Sie bis zehn zählen?“ Der dritte Kandidat: „Sicher – 7, 8, 9, König, 10.“ – „Wo haben Sie denn vorher gearbeitet?“ – „Na, im Wirtschaftsministerium.“
„Im Wirtschaftsministerium? Also das überrascht mich wirklich. Sagen Sie – Was bedeutet König, und können Sie auch noch weiter zählen ?“ – „Na klar: As, Unter, Ober!“
Es gibt auf der Welt über dreißig Millionen Gesetze, um die Zehn Gebote durchzuführen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph, 1952 Friedensnobelpreis
Wenn die Zehn Gebote der Zustimmung der VereintenNationen bedürften, wäre man höchstens beim dritten angelangt.
Unbekannt
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Februar
07
Heute vor
200 Jahren
Charles Dickens, eigentlich Charles John Huffam Dickens, englischer Schriftsteller, erblickt in Landport (England) das Licht der Welt. Zu seinen Hauptwerken gehören „Oliver Twist“ (1838), „David Copperfield“ (1849/1851) und „Eine Weihnachtsgeschichte“ (1843). [weiterlesen] »
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