Was Sie mit Ihrer Rede alles erreichen können
Das Nobel-Komitee in Oslo zeichnet Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis aus – und verursacht damit eine heftige Diskussion.
In einem sind sich die kontroversen Stimmen jedoch einig: Die Auszeichnung erhielt der amerikanische Präsident nicht für seine Taten, sondern für seine Worte.
Angela Merkel lobt Obamas Diplomatie
Gratulation zum Friedensnobelpreis
am 9. September 2009
Das Nobel-Komitee in Oslo zeichnet Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis aus – und verursacht damit eine heftige Diskussion.
In einem sind sich die kontroversen Stimmen jedoch einig: Die Auszeichnung erhielt der amerikanische Präsident nicht für seine Taten, sondern für seine Worte.
Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist über Barack Obama der Ansicht: „Es ist ihm in kurzer Zeit gelungen, weltweit einen neuen Ton zu setzen – Gesprächsbereitschaft zu schaffen.“
Beim Wort genommen
Schon vor Beginn seiner Amtszeit wurde Barack Obama als brillanter Redner gelobt. Leidenschaft wurde seinen Reden immer wieder bestätigt und durchgehend ein hohes rhetorisches Niveau.
„Kriegt da jetzt einer etwa den Friedensnobelpreis, weil er so schöne Reden zu wichtigen Themen halten kann?“, fragt sich die Stern-Autorin Katja Gloger und kommt zu dem Schluss, der Preis ist verdient. Er entbindet Obama allerdings nicht davon, seinen Worten nun die entsprechenden Taten folgen zu lassen; sprich: „Sein Heilsversprechen muss er dennoch einlösen.“ (stern.de, 9. September 2009)
Mit Worten bewegen
Das Fazit der BaslerZeitung (9. September 2009): „Ein Rückblick zeigt: Es sind Obamas Worte, die Hoffnung schüren. (...) Das Nobelkomitee ehrt mit der Vergabe des Friedenspreises an Barack Obama nicht grandiose Taten. Sondern grossartige Reden. Die Auszeichnung ist ein Tribut an die Macht der Worte. Offiziell heisst es aus Oslo, Obama vertrete die Vision einer atomwaffenfreien Welt, gehe auf die islamische Welt zu und räume den internationalen Organisationen mehr Gewicht ein. Inoffiziell bedeutet das: Selten hat ein Mann nur mit seinen Worten derart bewegt wie Barack Obama.“
Worte, die zum Ziel führen
Nutzen auch Sie bei Ihrer nächsten Rede die Macht der Worte, um Ihre Ziele zu erreichen.
- Bewegen Sie mit Ihren Worten.
- Sprühen Sie vor Leidenschaft.
- Lassen Sie Ihre Überzeugung aus jedem Satz sprechen.
- Schlagen Sie einen neuen Ton an, mit dem Sie sich die Aufmerksamkeit Ihres Publikums sichern.
- Setzen Sie auf Wir-Gefühl und Diplomatie.
- Erzeugen Sie Gesprächsbereitschaft.
- Schüren Sie Hoffnungen.
- Teilen Sie mit Ihren Zuhörern Visionen.
- Schaffen Sie eine positive Aufbruchstimmung.
- Und fordern Sie zum gemeinsamen Handeln auf.
Glaubwürdige Worte
Je mehr Sie selbst in Ihrer Rede aufgehen, desto mitreißender wirken Sie auf Ihr Publikum.
Aber Achtung:
- Machen Sie sich und anderen nichts vor!
- Bleiben Sie glaubwürdig!
- Übertreiben Sie nicht ins Uferlose!
- Verstellen Sie sich nicht, sondern wählen Sie den Ton, der zu Ihnen passt.
- Und vor allem: Machen Sie keine Versprechungen, die Sie nicht halten können.
Ein Mann, ein Wort ...
Denn: Nicht nur Nobelpreisträger wie Barack Obama werden in die Verantwortung genommen. Sondern auch Sie, als Rednerin oder Redner – ganz egal vor welchem Publikum Sie sprechen.
Alexandra Sievers
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