Anekdoten zum Thema Karriere
Der Beste zu sein: das wurde den Kindern des alten Joe Kennedy eingetrichtert. Es gibt eine Geschichte über den jungen Robert Kennedy. Robert ging eines Tages zu seinem Vater und sagte: "Daddy, ich möchte Priester werden!" - Joe Kennedy dachte eine Weile nach und nickte dann zustimmend: "Okay, Bob! Es wäre ganz schön, einen Papst in der Familie zu haben!"
1902 gab ein arbeitsloser, 23jähriger Physiklehrer unter der Rubrik "Vermischtes" im "Berner Stadtanzeiger" eine Annonce auf, in der er Privatstunden anbot - "Probestunden gratis". Drei Jahre später veröffentlichte er seine ersten Abhandlungen zur speziellen Relativitätstheorie und war bald einer der berühmtesten Wissenschaftler seiner Zeit - sein Name: Albert Einstein.
Anekdote zum Thema Klarheit
Die Köpfe, welche die Gabe lichtvoller Klarheit haben, erlangen Beifall; die verworrenen werden bisweilen verehrt, weil keiner sie versteht. Zuzeiten ist es passend, dunkel zu sein, um nicht gemein zu werden: allein wie sollen die Hörer den begreifen, der mit dem, was er sagt, eigentlich selbst keinen Begriff verknüpft?
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Redner in "Handorakel und Kunst der Weltklugheit", Reclam, Stuttgart, 1954, Sentenz 216
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Anekdote zum Thema Kleinigkeiten
Im Nachlass Konrad Adenauers findet sich mit Datum vom 25.5.1950 ein Brief an Professor Hans Schwippert, der das Palais Schaumburg umbauen sollte, den damaligen Amtssitz des Bundeskanzlers. Adenauer schreibt: "Ich weiß nicht, ob es Ihnen schon aufgefallen ist, dass sowohl der Schreibtisch wie auch diese Sessel alles andere als stabil sind. Diese Sessel mit den Öhrchen werden schon, wenn sie einige Male gebraucht sind, Schmutzflecke der Hände tragen, die sie anfassen."
Gerd Burcerius, Verleger der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" und als früherer CDU-Abgeordneter Weggefährte Adenauers, hat diesen Brief am 31. Januar 1986 in seiner Zeitung wie folgt kommentiert:
"Tag und Nacht, meinten wir damals, denke Adenauer an die Wiedervereinigung, an die Verteidigung der Bundesrepublik vor den Sowjets und an die Befreiung von den Fesseln der Besatzung. Er tat es wohl auch. Aber die 'Öhrschen' wurden darüber nicht vergessen; und er hatte recht. Zehn Jahre später habe ich als Kaufmann bitter gelernt, dass ein Unternehmen (und der Staat ist gewiss eines) nur leiten kann, wer die Kleinigkeiten sieht und für wichtig hält."
Anekdoten zum Thema Kommunikation
Führung durch Personen ist im wesentlichen Kommunikation. Wenn Kommunikation unterstützt wird durch elektronische Medien, dann ist das eine Hilfe. Wenn sie aber ersetzt wird durch elektronische Medien, dann liegt dort eine Gefahr, denn menschliche Kommunikation ist nicht nur Übermittlung von Sachaussagen, sondern sie transportiert zwischenmenschliche Bindung. Lutz von Rosenstiel (*1938), dt. Wirtschafts-Psychologe, Prof. am Institut f. Organisations-Psychologie, München
Von Umberto Eco wird berichtet, dass er im Kreis von Gästen, Verwandten und Freunden gern zum Lexikon greift, einen Begriff herausfischt und dazu einlädt, dieses Wort zu definieren. Dabei kommen so witzige, geistreiche Definitionen zustande, daß die Besuche in der Regel sehr kurzweilig verlaufen.
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Anekdote zum Thema Kompliment
Nachdem Fontenelle bei einem Empfang, im vorgerückten Alter von 97 Jahren, einer wunderschönen Dame galante Komplimente gemacht, und sich danach anderen Gästen gewidmet hatte, geht er, ohne sie anzuschauen, zu Tisch. "Was soll ich von Ihren Komplimenten halten", fragt später die Dame erstaunt, "wenn Sie an mir vorbeigehen, ohne mich eines Blickes zu würdigen?" "Madame", entgegnet Fontanelle, "hätte ich Sie angeschaut, hätte ich nicht vorbeigehen können."
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Hans-Heinrich Schuppert
Anekdote zum Thema Komponist
Bei einem Aufenthalt in New York nahm Strawinsky ein Taxi. Zu seiner großen Überraschung las er auf dem Schildchen des Wageneigentümers seinen eigenen Namen. "Sind Sie irgendwie mit dem Komponisten verwandt?" fragte er den Chauffeur. "Gibt's denn einen Komponisten, der Strawinsky heißt? Das ist mir ja das Allerneueste! Strawinsky heißt mein Chef. Ich selber habe nichts mit Musik zu tun. Ich heiße Puccini."
"Anekdoten, Anekdoten", C.A. Koch's Verlag Nachf., Berlin, Darmstadt, Wien
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Anekdoten zum Thema Kongress
Es ist ja nicht immer leicht, in einem größeren Kreis jeden einzelnen richtig anzusprechen. Das musste schon Ende der sechziger Jahre George Brown, der frühere britische Außenminister, am eigenen Leib erfahren. Brown war damals mit seiner Delegation auf einem internationalen Kongress in Wien. Nach einer gemeinsamen Mahlzeit spielte das Orchester. George Brown, in beschwingter Stimmung, wandte sich an das entzückende Wesen zu seiner Rechten und bat um ein Tänzchen.
Das entzückende Geschöpf erwiderte höflich, aber bestimmt: "Mein Herr, es gibt drei Gründe, warum ich nicht mit Ihnen tanzen werde. Der erste Grund: Dies ist ein Bankett - und kein Ball! Der zweite Grund: Wenn überhaupt, tanze ich nur auf die österreichische Nationalhymne - und die wird gerade nicht gespielt. Der dritte Grund aber, mein Herr, ist der eigentlich entscheidende: Sie sind einer Verwechslung erlegen. Ich bin nicht die, für die Sie mich halten. Ich bin der Erzbischof von Wien!"
Wenn ich mich so umschaue, sehe ich viele bekannte und erwartungsvolle Gesichter. Das erinnert mich an die Geschichte von dem alten Kongreßhasen, der von einem Reporter gefragt wird: "Sie sagten, Ihrer Meinung nach seien Kongresse mit Sicherheit Zeitverschwendung. Aber Sie sind doch schon wieder auf einem Kongreß. Ist das kein Widerspruch?" -"Wieso?" sagt der Interviewte. "Wenn ich nicht hinginge, wie könnte ich dann sicher sein?"
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Anekdote zum Thema Konkurrenz
Es gibt eine alte Geschichte über eine Straße in Wien, in der sich vier Bäckereien befanden. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, stellte die erste ein Schild neben den Eingang, auf dem sie das feinste Gebäck in ganz Wien offerierte. Die zweite Bäckerei antwortete mit einem Schild: die feinsten Backwaren in ganz Österreich. Die dritte konterte mit dem Angebot: die besten Backwaren der Welt. Das alles beeindruckte den vierten Bäcker keineswegs. Er postierte vor seinem Ladem ein Schild, das bescheiden verkündete: "Hier erhalten Sie die feinsten Backwaren in dieser Straße."
Anekdote zum Thema Konservativer
Meine Damen und Herren, der Herr Vorsitzende hat mich gebeten, mit Ihnen heute abend über ... zu sprechen. Er wird sich dabei etwas gedacht haben, zu diesem Thema ausgerechnet mich, einen Konservativen, eingeladen zu haben. Aber was heißt schon konservativ? Wer kann denn genau sagen, was das eigentlich ist - ein Konservativer?
Nun, wer hätte es besser gekonnt als Harold Macmillan, der frühere, inzwischen leider verstorbene britische Premierminister? "Stellen Sie sich vor", erläutert er einmal bei einer Tischrede seinen Gästen, "stellen Sie sich vor, eine Schweineherde lagert auf einem Hügel am Rande eines Sees. Da zieht ein Gewitter auf mit Blitz und Donner, worauf die Schweine in Panik geraten, kopflos den Hügel herunterrennen und ertrinken. Bis auf eines. Ein Schwein ist nämlich liegengeblieben. Das überlebte. Sehen Sie: Das war ein Konservativer!"
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Mai
23
Heute vor
85 Jahren
Dieter Hildebrandt, deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor, erblickt in Bunzlau das Licht der Welt. Bekannt wird er als Mitbegründer der Münchner Lach- und Schießgesellschaft und durch die Fernsehsendungen „Notizen aus der Provinz“ und „Scheibenwischer“, die zu langjährigen Fernseherfolgen werden. [weiterlesen] »
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