Anekdote zum Thema Amerika
In Europa sind wir gewohnt, die Unruhe des Geistes und die maßlose Gier nach Reichtum als große soziale Gefahr anzusehen. Doch diese Dinge verbürgen Amerika eine lange und friedliche Zukunft. Glückliches Land, wo der Gesellschaft die Laster des Menschen fast ebenso nutzen wie seine Tugenden.
Alexis de Tocqueville (1805-59), frz. Historiker, Staatstheoretiker u. Politiker 1835 lt. "Capital" 4/96
Anekdoten zum Thema Anfang
Zur Zeit der großen "Selfmademen" zeigte der Milliardär Isaac Merrit Singer einem Reporter seine Betriebe und sagte dazu, er sei einst mit einem einzigen Dollar in der Tasche in Boston eingetroffen. "Und was taten Sie mit diesem einzigen Dollar?" fragte der Journalist. "Ich bezahlte ein Telegramm, in welchem ich meinen Vater bat, mir Geld zu schicken."
Einen Moment zuvor habe ich noch überlegt, ob es wohl an der richtigen Zeit sei, aufzustehen und meine Rede zu halten. Ich fühlte mich an eine alte Kino-Szene erinnert. Darin ging es um ein Bankett, auf dem der Lord Mayor von London (Bürgermeister) der Ehrengast war. Das Dessert und der Brandy waren gereicht, da schlich sich der Majordomus hinüber und flüsterte seiner Lordschaft ins Ohr: "Es ist Zeit für Sie, mit Ihrer Rede zu beginnen, Sir... Oder ziehen Sie es vor, daß die Anwesenden fortfahren, sich zu vergnügen?"
Ein fein gekleideter junger Mann hechtete über den Bahnsteig, um den Zug noch zu erreichen. Pech! "Puh", sagte er, noch ganz außer Atem, zu einem älteren Mann, "ich muß lernen, schneller zu laufen!" - Die lakonische Antwort: "Ich glaube Sie müssen nicht lernen, schneller zu laufen; Sie müssen lernen, früher zu starten!"
(Womit beginnen?) Ich fühle mich ein wenig wie der Sohn des arabischen Scheichs, der Geburtstag hatte. Sein Vater wußte nicht, was er ihm schenken sollte. Denn der Prinz hatte schon alles. Da kam ihm eine Idee: Ich schenke ihm einen Harem. Nachdem er das Geschenk überreicht hatte, ließ der Scheich seinen Sohn allein. Einige Zeit später bemerkte er, wie der junge Mann nachdenklich vor seiner Haremstür stand. "Was ist los, mein Junge?" fragte der Scheich. "Weißt du nicht, was du mit dem Geschenk anfangen sollst?" - "Das ist es nicht, Vater", erwiderte der Sohn, "ich weiß bloß nicht, wo ich anfangen soll." (Mein heutiges Thema ist so breit - hat so viele Verzweigungen -, daß auch ich beinahe nicht weiß, wo ich beginnen soll.)
Sylvia Simmons, amerik. Redenschreiberin u. Publizistin in "How to be the Life of the Podium", American Management Association", New York, 1991/93 Übersetzung von FF
Anekdote zum Thema Anlageberater
Ein Anlageberater muss so vorsichtig sein wie ein wie indischer Elefant. Wenn so ein Elefant zu einer Brücke kommt, prüft er ihre Tragfähigkeit zunächst einmal mit seinem Rüssel. Dann stellt er beide Vorderbeine auf die Brücke; trägt sie ihn, dann läßt er sich mit seinem vollen Gewicht auf ihr nieder. Und nachdem er all das getan hat, schickt er sicherheitshalber einen anderen Elefanten zuerst über die Brücke!
Herbert Bayard Swope (1882-1958), amerik. Schriftsteller
Anekdoten zum Thema Anrede
An der Berliner Universität lehrte der Pathologe und Anatom Otto Lubarsch, der in jedem Semester seine Vorlesung mit der Feststellung einleitete: "Meine Herren, ich heiße Lubarsch. Die dazu passenden Witze sind alle bereits gemacht worden. Ich danke Ihnen, meine Herren."
Auch über meinem Namen sind alle Witze schon gemacht. Ich will Ihnen aber gern erläutern, wovon er sich ableitet ...
Der frühere Kultusminister von Nordrhein-Westfalen, Paul Mikat (CDU), wurde 1965 in den Orden der Ritter wider den tierischen Ernst aufgenommen. Sein vielfach bewiesener Humor, so die Jury, zeige sich unter anderem darin, dass er - statt Namen und Titel aufzuführen - Festversammlungen mit der Anrede "Meine lieben Titel ..." zu eröffnen pflege.
Meine lieben Titel, gestatten Sie mir, mich heute in diese Tradition zu stellen. Die pauschale Anrede hat angesichts so vieler Honoratioren den Charme, viel Zeit zu sparen ... / „Meine lieben Titel“ erscheint mir heute nicht mehr ganz zeitgemäß. Liebe Goethe-Freunde/liebe Freundinnen und Freunde der Universität Heidelberg/ TU Aachen (je nach Anlass) erscheint mir schlichter und treffender ...
Der Kölner Erzbischof Kardinal Frings hatte dem Papst seinen Papagei Yoko geschenkt. Tag für Tag kam nun Seine Heiligkeit an den Käfig, und Yoko krächzte: "Morgen, Eminenz! Morgen, Eminenz!" Nach 6 Wochen war's dem heiligen Vater zuviel. Er beschloss, durch seinen prachtvollsten Aufzug Yoko davon zu überzeugen, dass einem Papst mehr gebühre als die Anrede "Eminenz". Die Türen öffneten sich, und die ganze Farbenpracht des päpstlichen Hofstaates erschien. Vom Tragsessel über der Schweizer Garde schaute Seine Heiligkeit in vollem Ornat erwartungsvoll auf Yoko, den Papagei. Der erstarrte, blinzelte dreimal, um dann begeistert flatternd zu schreien: "Kölle Alaaf! Kölle Alaaf!"
Die Geschichte belegt die Crux der richtigen Anrede, wenn - wie heute auch - hohe Kirchenvertreter anwesend sind ... / Wenn selbst ein so gebildetes Tier wie der Papagei eines Kardinals Schwierigkeiten mit der korrekten Anrede hat, wie soll da ein einfacher Mann wie ich die Klippen meistern?
Anekdote zum Thema Anrufbeantworter
Hier ist der automatische Anrufbeantworter von Torsten Schumacher. Ich bin für niemanden zu sprechen. Weder für dich, Fred, von dem ich übrigens immer noch fünfhundert Mark bekomme, noch für dich, liebste Mona; irgend jemand wird dich schon zum Essen einladen. Und am allerwenigsten bin ich für Sie zu sprechen, Herr Dr. Müller. Sie können sich ihre Steuerbescheide, ihre Mahnungen und den ganzen Krempel an die Backe kleben. - Drei Wochen ohne euch, das habe ich verdient.
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Februar
04
Heute vor
30 Jahren
Norbert Schramm erringt als erster Deutscher den Titel eines Eiskunstlauf-Europameisters. Bekanntheit erlangt er durch außergewöhnliche Choreografien, bizarre Pirouetten in Abwandlung der klassischen Waagepirouette, schnelle Schrittkombinationen und wilde Sprünge wie den Russischen Spreizsprung sowie ausgefallene Kostüme. [weiterlesen] »
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