Anekdote zum Thema Abenteuer
Mein erster Eindruck war, als ich diesen Ausdruck hörte: "Was für ein Widerspruch!" Dann erinnerte ich mich an die altbewährten psychologischen Assoziationstests und schnappte mir einen der jungen Leute aus meiner Firma. "Ich nenne jetzt einen Begriff", sage ich, "und Sie sagen mir das erste Wort, das Ihnen dabei in den Sinn kommt: 'Soft adventure.'" - "Dolly Parton", sagte er. (über den Begriff "soft adventure" / sanftes Abenteuer)
Dolly Parton (*1946), amerik. Filmschauspielerin spielte u.a. an der Seite von Burt Reynolds in "Das schönste Freudenhaus in Texas", 1981
Anekdoten zum Thema Abschied
Professor Virchow wohnte der Abschiedsvorstellung der großen Sängerin Adelina Patti bei, die sich nicht von der Bühne trennen konnte. Mit siebzig Jahren war ihr Stimmvermögen erheblich eingeschränkt, doch sie verstand es immer noch, ihr Publikum zu begeistern. Nach der Vorstellungwurde Virchow gefragt, was er von dem Gesang der Künstlerin halte. "Ich fand ihn wunderbar", erwiderte er, "es war das schönste Asthma, das ich je gehört habe."
"Die schönsten Anekdoten", Roland W. Fink-Henseler (Hg.), 1991
1969, kurz vor Ende seiner Regierungszeit, gaben Mitglieder des amerikanischen Kongresses ein Essen zu Ehren von Lyndon B. Johnson. Der Präsident erhob sich, ließ seine Blicke über die anwesenden Senatoren und Abgeordneten schweifen und erklärte, er sei sehr glücklich über diese Einladung. "Ich habe mir gedacht", schloß er seinen Toast, "daß es von Vorteil für einen baldigen Privatmann sein könnte, wenn er ein paar einflußreiche Leute kennt."
Je eher ich mein Zutun für ganz überflüssig halte, desto lieber wird es mir sein. Ich verlange sehnlichst nach dem Prädikat "abkömmlich". Ich habe nur den einzigen Wunsch, mich so ersetzt zu sehen, daß ich jeden Tag unvermißt zurücktreten kann, und so sollte jeder dieselbe Sorge haben. Hängt das innige Zusammengehen und der Betrieb von einem Menschenleben ab, so ist das Ganze in Gefahr.
Alfred Krupp (1812-87), dt. Industrieller, Sohn des Unternehmensgründers Friedrich Krupp
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Ausschließlich in seiner Heimatstadt Köln war Karl-Heinz Lang für die Bank tätig, bei der er vor fast fünf Jahrzehnten als Stift angefangen hatte. Als er jetzt in den Ruhestand verabschiedet wurde, erklärte der Bankdirektor: "Auslandserfahrung habe ich von 1961 bis 1962 gemacht - als ich die Filiale in (Köln-)Mülheim leitete."
"FAZ Magazin", 29.10.93
Der italienische Journalist Renato Giuntini hatte den großen Pianisten Artur Rubinstein interviewt. "Zum Abschied schenkte er mir eine Kiste seiner Lieblingszigarren. 'Ich werde sie mein Leben lang aufheben!' sagte ich. 'Tun Sie das nicht,' meinte er. 'Sie müssen sie rauchen, lieber Freund. Die Zigarren sind köstlich wie das Leben. Das Leben bewahrt man sich nicht auf. Man genießt es in vollen Zügen.'"
Auf dem Hühnerhof war der Hahn erkrankt. Niemand konnte mehr damit rechnen, er werde auch am nächsten Morgen noch krähen. Abschied war angesagt. Die Hennen machten sich Sorgen - sie waren felsenfest überzeugt, die Sonne gehe nur auf, weil der Meister sie rufe. Der nächste Morgen aber belehrte sie eines Besseren: Die Sonne ging auf wie jeden Tag; nichts hatte ihren Gang beeinflußt.
Aus Persien lt. "Grenzüberschreitungen 1990", Verlag Norman Rentrop
Der alte Herr v. O. hatte eine brillante Methode erfunden, um Gäste, die zu lange dablieben, aus dem Hause zu befördern. Wenn es spät und immer später wurde, und doch keiner Miene zum Aufbruch machte, pflegte der alte Herr v. O. sich gegenüber seiner Kandelaber-Uhr zu setzen und ihr schalkhaft mit dem Finger zu drohen: "O du böse, böse Uhr!" sagte er leise, "vertreibst mir meine liebsten Gäste!"
"Das ABC des Lachens", Sigismund von Radecki, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg
Anekdote zum Thema Abschiedsgeschenk
Es war eine kurze Romanze. Sie fiel mir auf, als wir das Waisenhaus in Vama besichtigten. Sie war sehr bleich, hob immer wieder eines von den kleinen Kindern aus seinem Bettchen, drückte es liebevoll und versuchte, mit ihm zu scherzen. Als sich unsere Blicke zum erstenmal trafen, hat sie mein Lächeln schüchtern erwidert, als ich ihr beim zweitenmal zublinzelte, ging ein Strahlen über ihr Gesicht. Und sie wich kaum noch von meiner Seite.
Dann kam der Abschied. Und als Abschiedsgeschenk hielt sie mir - einen Apfel entgegen. Sie war vielleicht elf oder zwölf. Ich hob abwehrend die Hand, drehte mich zur Seite und stammelte: "Danke, danke, ich kann doch nicht deinen Apfel essen!" Im selben Augenblick bereute ich schon meine Reaktion. Viktoria hielt meinen Ärmel fest und ließ im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr locker, bis ich mich wieder ihr zuwandte. Ich fürchtete mich vor dem enttäuschten Ausdruck in ihrem Gesicht. Hatte ich sie tief verletzt? Dann schaute ich sie an. Und es war ganz anders, als ich befürchtet hatte.
Sie streckte wieder das dünne Ärmchen aus mit dem kleinen, unansehnlichen Apfel, nickte mir zu und zeigte "unser Blinzeln". Dankbar ergriff ich den Apfel, und sie sagte,... sie sagte "Papa". - Es heißt, Gott segnet den fröhlichen Geber. Ich sage: einen froheren sah ich nie.
Horst Theis, dt. Reitsportler, Vors. Reitverein Taufkirchen a.d. Vils über eine Hilfsaktion für ein Waisenhaus in Rumänien, 1992
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Februar
07
Heute vor
200 Jahren
Charles Dickens, eigentlich Charles John Huffam Dickens, englischer Schriftsteller, erblickt in Landport (England) das Licht der Welt. Zu seinen Hauptwerken gehören „Oliver Twist“ (1838), „David Copperfield“ (1849/1851) und „Eine Weihnachtsgeschichte“ (1843). [weiterlesen] »
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