Anekdoten: Fesseln Sie Ihre Zuhörer mit Geschichten
Anekdoten von A bis Z
Solange es die Redekunst gibt - in unserem Kulturbereich also seit über 2000 Jahren -, haben bedeutende Redner immer wieder versucht mit Anekdoten, kurzen Erzählungen und kleinen Geschichten einen geschickten Einstieg in ihr Thema zu finden.
Nichts fesselt die Aufmerksamkeit der Zuhörer mehr, als wenn der Redner zu Beginn eine spannende oder humorvolle Anekdote zum besten gibt. Medienkundige und fernsehverwöhnte Kinder hören mucksmäuschenstill zu, wenn Sie ihnen eine exotische Geschichte erzählen. Und auch bei einem fachkundigen Publikum ist Ihnen Aufmerksamkeit gewiss, wenn Sie Ihre Rede oder Ihren Vortrag mit einer lustigen Anekdote beginnen.
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Anekdoten: Die beliebtesten Anekdoten für Ihre Rede
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Anekdoten: Im Spiegel der Geschichte
Der Begriff „Anekdote“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet hier soviel wie „etwas, was nicht herausgegeben worden ist“.
Es handelt sich ursprünglich um eine mündlich überlieferte Einzelheit zur Kennzeichnung einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.
Anekdoten: Lebendigkeit in Ihrer Rede
Es gibt zahlreiche Beispiele, die beweisen, dass Persönlichkeiten aus Geschichte oder Kunst erst durch eine treffende, für ihr Leben typische Anekdote der Nachwelt auf Dauer erhalten geblieben sind. Wer würde sich wohl – außer in Künstlerkreisen – morgen noch an die einstmals weltweit bejubelte australische Opern- und Konzertsängerin Nellie Melba (1861 - 1931) erinnern, wenn ein Koch sie nicht durch seinen berühmt gewordenen „Pfirsich à la Melba“ unsterblich gemacht hätte?
In der Zeit des französischen Schriftstellers und Philosophen Voltaire (1694 - 1778) wurden aus der Anekdote kleine Geschichten und sehr geistreiche Histörchen, die ein Ereignis oder eine Person äußerst treffend charakterisierten. Voltaire brachte die Anekdote wie kein anderer in Frankreich zur Meisterschaft.
Anekdoten: Was diese für uns heute bedeuten
Die moderne Anekdote hält eine zum Beispiel für den Zeitgeist oder eine bestimmte Schicht der Gesellschaft typische Begebenheit oder einen charakteristischen Ausspruch fest, was nicht unbedingt historisch verbürgt sein muss.
Manche Anekdote ist im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zuweilen bis zur Oberflächlichkeit verwässert worden – oft durch Weitererzählen im Freundeskreis oder am Stammtisch.
Nicht von ungefähr haben Historiker deswegen die Anekdote oft abgelehnt, gelegentlich mit dem Hinweis, dass man dieselbe Anekdote im Laufe der Jahrhunderte auf unterschiedliche Personen geprägt habe. Historisch indes könne sich alles nur einmal im Leben so zugetragen haben wie in der Anekdote beschrieben.
Anekdoten: Alleinvertretungsanspruch ausgeschlossen
Duplizitäten sind nicht auszuschließen, wenn auch wenig wahrscheinlich. Wichtig bei allem ist, daß eine Anekdote Eigenschaften glossiert, wie sie für die betreffende Person oder das Ereignis möglich sein könnten, wenn die Anekdote überdies vielleicht auch eine logische und gesunde Kritik darstellt.
Dazu ein Beispiel: „Jeder Bauer in Frankreich soll am Sonntag sein Huhn im Topf haben“ – diesen Ausspruch schreibt man landläufig Heinrich IV. zu. Er hat dies wahrscheinlich nie in seinem Leben gesagt. Erst viele Jahrzehnte nach seinem Tod haben ihm die Leute diesen Satz in den Mund gelegt, aber durchaus sehr treffend, als dadurch die große Popularität dieses Königs der Franzosen in und für Frankreich deutlich wird.
In der Blütezeit der Anekdote musste derjenige, der sie weitererzählte, durchaus die Kunst des freien Vortrags beherrschen. Der als besonders geistreich eingestufte Wiener Spötter Saphir (1795 - 1858) äußerte sich hierzu so:
„Eine Anekdote gut erzählen, dazu gehört Talent; aber eine Anekdote schlecht erzählen, dazu gehört Unverschämtheit.“
Anekdoten: Zur Form der Anekdote
Kennzeichnend für eine Anekdote ist die in der Regel knappe Form der Darstellung mit einer meist scharfen, oft witzigen und deswegen „erträglichen“ Pointierung.
Stark verbreitet sind Anekdoten besonders durch die neuere Publizistik. So werden heute vielfach Anekdoten von und über politische Ereignisse bzw. Politiker gesammelt. Es gibt mehr oder weniger dicke Bücher darüber, meist mit vielen humorvollen Cartoons gespickt.
Auf eine Quellenangabe haben wir verzichtet, weil die Anekdote ja gerade eine Ausnahme unter allen bekannten Literaturgattungen bildet. Bei der Anekdote kann es nach allem keinen geistigen Diebstahl geben.
Anekdoten: Kaum eine Gruppe von Menschen, über die nichts Anekdotenhaftes überliefert ist
Es gibt eine kaum noch zu überblickende Vielzahl von Anekdoten über Kaiser und Könige, Feldherren und Staatsmänner, Ärzte und Juristen, Philosophen und Wissenschaftler. Auch die weitgefächerte Gattung der Künstler lieferte seit jeher den Stoff, aus dem Anekdoten wurden. Über viele Jahrhunderte gaben schöne Frauen nicht selten Anlass, allerlei Geschichten niederzuschreiben und weiterzuerzählen.
Auch Sie können, ohne sich dessen bewusst zu werden, vielleicht bald als Anekdotenerzähler gelten, dann, wenn Sie „Ihre Geschichte“ unter die Leute bringen, das, was Sie selbst in einer bestimmten Situation mit einer oder durch eine bestimmte Person erlebt haben.
Anekdoten: Auf die rechte Mischung kommt es an
Wie sagte doch der französische Dichter Victor Hugo (1802 - 1885) so treffend: „Geschichte und Geschichtsschreiber vermischen alles gern, aber die Anekdotenschreiber müssen sich in alles einmischen.“ Viel Spaß bei den folgenden Geschichten, die Sie schon bald in Ihren Reden für sich einsetzen sollten.
Anekdoten: Unser Tipp
Wenn Sie einmal gar nicht wissen, wie Sie Ihre Rede beginnen könnten, wenn Ihnen auch keine eigene authentische Geschichte einfällt: Versuchen Sie es doch mit einer Anekdote!
Anekdoten: Rund um das Thema "Rede"
Hier finden Sie die passenden Anekdoten für Ihre individuelle Rede:
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Mai
26
Heute vor
7 Jahren
Verleihung des Internationalen Karlspreises in Aachen. Ältester und bekanntester Preis, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben. [weiterlesen] »
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