Darauf kommt es bei Weihnachtsreden an
Kommunikation/Rhetorik/Weihnachten
Nicht mit Zahlen Stimmung töten - Rede mit Privatem würzen und Wir-Gefühl erzeugen
Bonn – Eine mit Zahlen und Fakten gespickte Rede bei der Weihnachtsfeier bläst binnen weniger Minuten alle stimmungsvollen Kerzenlichter aus. „Es gibt kaum eine betriebliche Rede, bei der Chefs derart schwerwiegend daneben greifen und den passenden Ton verfehlen können, wie bei der Weihnachtsansprache an die Belegschaft“, warnt Katharina Harnischmacher vom Online-Redenportal „redenwelt.de“. Als Stimmungtöter gelten insbesondere zu lange Reden, die pure Aufzählung von Geschäftsdaten, Selbstlob und Emotionslosigkeit, die kein Wir-Gefühl aufkommen lassen.
Wichtig sei, dass der Redner einen Draht zu seinen Zuhörern findet und authentisch wirkt. „Ein Buchhaltertyp sollte nicht versuchen, besonders witzig zu sein.“ Gerade bei Weihnachtsreden komme es besonders auf das an, was Studien herausfanden: Wichtig ist das Wie, weniger das Was. „Der nüchterne Informationsgehalt ist nachrangig. Das Einfühlungsvermögen in die Mitarbeiter als Gruppe von Menschen mit Schwächen und Stärken ist wichtig, schweißt in der festlichen Stimmung zusammen.“
Privates ohne Anbiederung
„Ein kurzer, prägnanter Rückblick ohne große Zahlenspielereien würdigt deren Leistung und motiviert zusammen mit einem positiven Ausblick für das nächste Jahr." Der Schwerpunkt sollte jedoch auf dem Mitmenschlichen liegen. „Private Ereignisse aus dem Mitarbeiterkreis einfließen zu lassen, ist einer Weihnachtsrede durchaus angemessen, sei es eine Hochzeit oder ein Baby.“ Nötig sei dafür jedoch eine gute Portion Feingefühl. „Wer glaubt, sich bei seinen Mitarbeitern anbiedern zu können, hat schon verloren. Verloren ist dann auch das Wir-Gefühl, das eine gelungene Weihnachtsfeier vermitteln soll“, warnt Katharina Harnischmacher.
Kluge Chefs schlagen in ihrer Weihnachtsansprache nach Ansicht von „redenwelt.de“ eine Brücke zwischen den Anforderungen des Arbeitsalltags und dem persönlichen Empfinden ihrer Mitarbeiter. „Dabei darf er ruhig auch einmal aus dem Nähkästchen seiner eigenen Empfindungen plaudern.“ Es falle ihm kein Stein aus der Krone, wenn er zugibt, dass er sich manchmal das Weihnachten seiner Kindheit zurückwünscht, es kurz beschreibt und fragt, ob es nicht jedem so geht. „Jeder Zuhörer wird sich angesprochen fühlen. Ganz nebenbei ist weihnachtlicher Gesprächsstoff beim anschließenden Festessen geliefert.“
Zehn Minuten und nicht länger
Zweierlei sollte aber klar sein: Keine Weihnachtsrede länger als zehn Minuten. Und:
Unternehmer, Manager und Vorgesetzte sollten erkennen, dass Weihnachten nahezu die einzige Möglichkeit ist, die Hierarchien des Unternehmens ungezwungen aufzubrechen und ganz natürliche Mitmenschlichkeit zu pflegen.
Entsprechende Vorschläge für Weihnachtsreden aber auch für Neujahrsworte stellt Deutschlands größtes Online-Reden-Portal aktuell auf „www.redenwelt.de“ gratis zur Verfügung.
9.11.2010
redenwelt.de
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