Schlagfertigkeit: Redner-Pannenhilfe
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Schlagfertigkeit: Redner-Pannenhilfe - 4 häufige Redner-Pannen - und wie Sie sie meistern
Immer wieder kann es passieren, dass trotz optimaler Vorbereitung auf eine Rede Situationen eintreten, mit denen Sie nicht gerechnet haben.
Dass dieses Risiko eintritt, können Sie selber minimieren, indem Sie beispielsweise das Manuskript nicht erst in letzter Minute ausdrucken und dann feststellen müssen, dass der Computer streikt. Doch manchmal lässt sich ein Notfall nicht verhindern. Aber auch dann haben Sie noch Möglichkeiten, die Situation zu retten.
Notfall 1: Die Vorredner haben Ihnen die Argumente genommen
Sie reden als Letzter und einer (oder gar alle Redner) vor Ihnen haben inhaltlich bereits genau dasselbe gesagt, das Sie sich vorgenommen haben, zu sagen. Auf keinen Fall sollten Sie jetzt eine erneute Wiederholung bringen.
Bestenfalls können Sie das kommentieren nach dem Motto: „Ich bin froh darüber, dass meine Vorredner die Dinge ähnlich sehen wie ich. Das bestärkt mich darin, Ihnen noch einmal die drei wichtigsten Punkte vor Augen zu führen ...“
Manchmal hilft auch der Satz Karl Valentins, der einmal gesagt hat: „Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von allen.“
Oft ist die Rednerliste ohnehin zu lang. Die Zuhörer sind dann dankbar, wenn Sie auf die Rede verzichten. Aber Sie sollten das nicht unkommentiert tun. Schön ist in diesem Zusammenhang auch ein Bonmot aus dem bayerischen Raum:
„Eine gute Veranstaltung erkennt man an der Kürze der Grußworte und an der Länge der Bockwürste.“
Wenn Sie dann betonen, dass es jedenfalls nicht an Ihnen liegen solle, die Veranstaltung unnötig in die Länge zu ziehen, haben Sie sich ins Herz der Zuhörer geredet.
Notfall 2: Sie finden Ihr Manuskript nicht
Oft hat man zwar noch die Möglichkeit, es über E-Mail oder per Fax ins Konferenzzentrum zu ordern, aber manchmal ist es einfach zu spät dafür. Sie sollten jetzt während der Reden der anderen sich auf einem Zettel die Hauptstichwörter notieren, die Ihnen aus dem Manuskript in den Sinn kommen, und dann zum Rednerpult gehen und frei reden. Unvorbereitet sind Sie nicht!
Bisweilen sind auf diese Weise hervorragende Reden gehalten worden. Auf keinen Fall sollten Sie öffentlich sagen, dass Sie ohne Manuskript dastehen oder „eigentlich“ etwas anderes sagen wollten.
Notfall 3: Sie sind verhindert, krank oder verspätet
Bei Verspätung können Sie noch die Tagungsleitung anrufen und darum bitten, dass die Rednerliste umgestellt wird und Sie zum Schluss sprechen. Deshalb sollten Sie immer die nötigen Telefonnummern griffbereit haben.
Bei Krankheit müssen Sie absagen. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Manuskript einer anderen Person als Rede- Manuskript zur Verfügung stellen. Sie wissen nicht, wer daraus wie vorträgt und es ggf. verunstaltet. Deshalb lieber frühzeitig Bescheid sagen, dass Sie nicht antreten können. Dann wird für Vertretung gesorgt.
Notfall 4: Sie müssen unvorbereitet reden
Sie werden gebeten zu reden, ohne damit gerechnet zu haben oder vorbereitet zu sein. Dieser Fall kommt immer wieder vor. Dabei geht es in der Regel aber nicht um einen Fachvortrag, sondern um ein Grußwort von einigen Sätzen oder wenigen Minuten.
Der erste Fehler, den Sie jetzt machen können, ist abzulehnen. Nehmen Sie die Herausforderung an. Rufen Sie sich noch einmal die Koordinaten der Veranstaltung ins Gedächtnis. Hilfreiche Fragen für die schnelle Sammlung von Redematerial:
- Was ist der Anlass des Treffens?
- Was verbindet die Zuhörer, was trennt sie?
- Was hat Ihnen auf der Veranstaltung selber bisher gut gefallen?
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