Rede-Schluss optimieren
- Kategorie/n: Rede-Vorbereitung und Rede-Aufbau
7 Variationen für Ihren gelungenen Rede-Schluss
1. Zusammenfassung Eine kurze Zusammenfassung ist ein guter Abschluss Ihrer Rede. Sie vermitteln den Zuhörern das Gefühl, dass Ihr Vortrag strukturiert war, dass Sie alles Wichtige gesagt haben und ihnen nur noch die entscheidenden Punkte ins Gedächtnis rufen wollen. Nicht mehr als drei Punkte, sonst verliert die Zusammenfassung an Klarheit. „Die drei Kernpunkte unseres Konzepts: kontextbezogen, lösungsorientiert, ressourcenorientiert.“
2. Ausblick Den Blick am Ende Ihrer Rede positiv nach vorn und auf die Zukunft richten. „Wenn wir uns in vier Wochen treffen, haben wir schon 30 Prozent der Aufgaben gelöst.“
3. Nutzanwendung Die Zuhörer erfahren, welche Konsequenzen das Gesagte für sie haben wird. „Mit diesem Wissen können Sie Folgendes anfangen ...“
4. Rede-Anfang aufgreifen Den Bogen vom Anfang bis zum Schluss Ihrer Rede spannen. „Am Anfang stand die Frage, wie viele Fortbildungstage jeder Mitarbeiter durchschnittlich hat. Jetzt wissen wir, dass wir unsere Fort- und Weiterbildung ausbauen müssen ...“
5. Vorteilsversprechen „Zehn neue Ideen für effektivere Mitarbeiterbesprechungen hatten wir Ihnen versprochen. Zehn neue Ideen haben Sie gehört. Wenn Sie nur drei davon umsetzen, hat es sich für Sie gelohnt.“
6. Aufforderung/Appell Gerade als Abschluss einer Argumentationsrede, bei der Sie für ein bestimmtes Projekt eingetreten sind, eignet sich ein Appell „Stimmen Sie ...“ – „Machen wir ...“ besonders gut. Damit können Sie den durch Ihre Rede aufgebauten Emotionen eine letzte Steigerung geben.
7. Erfolgsgefühl vermitteln Den Mitarbeitern sollten Sie für ihre Leistungen Dank aussprechen. Dies hat als letzter Satz in Ihrer Rede besonderes Gewicht. „Vielen Dank für Ihren großen Einsatz, Ihre außergewöhnliche Leistung und Ihr großartiges Ergebnis!“
Wählen Sie generell einen emotionalen Abschluss. Die Zuhörer reagieren schneller und andauernder auf der emotionalen Ebene als auf der rein rationalen. Der Schluss Ihrer Rede sollte mit etwas Gemeinsamem enden; deshalb ist die „Wir“- besser als die „Sie“-Formulierung.
Das sollten Sie am Schluss Ihrer Rede vermeiden:
- sich beim Publikum fürs Zuhören zu bedanken. Denn: Sie haben die Leistung erbracht. Das nachgeschobene Dankeschön nimmt dem eigentlichen Schlusssatz die Wirkung.
- nach Komplimenten zu fischen. „Ich hoffe, mein Vortrag war nicht ganz uninteressant“. Denn: Es wirkt wie ein Buhlen um Anerkennung und macht einen schlechten Eindruck. Ihre Rede muss für sich stehen können.
- „Ich“-Formulierungen. Denn es geht um die Zuhörer – deshalb besser eine „Wir“-Rede.
- eine mehrfache Ankündigung des Schlusses, der dann doch nicht eintritt. Denn das strapaziert die Nerven der Zuhörer.
- pathetisch zu werden. Damit können Sie erst recht Widerstand erzeugen.
- neue Gedanken zu bringen. Denn Sie haben sonst keinen wirklichen Abschluss.
- mit einem negativen, tristen Aspekt aufzuhören. Denn selbst wenn Sie sich in Ihrem Vortrag mit einem noch so problematischen Thema auseinandergesetzt haben, muss der Abschluss eine Perspektive eröffnen, die Zuhörer versöhnlich stimmen und ein positives Echo erzeugen.
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