Exklusiv: 7 Rede-Bausteine für Ihren gelungenen Rede-Schluss, die Sie sofort einsetzen können
- Kategorie/n: Rede-Vorbereitung und Rede-Aufbau
1. Wenn Sie um Zustimmung für eine Idee oder ein Projekt werben
... Ralph Waldo Emerson hat einmal gesagt: „Ich hatte ein beinahe nicht zu tolerierendes Bewusstsein dafür, dass jeder Morgen mit einem unbegrenzten Versprechen begann. Jedes Buch konnte gelesen werden, jede Idee gedacht, jede Handlung getan. Alles, wozu jemals ein menschliches Wesen in der Lage war, ist jedem von uns jederzeit in dem Moment möglich, wo die Uhr sechs in der Frühe schlägt. An einem Tag, nicht unterschieden von dem, der heute Morgen angebrochen ist, hat Shakespeare sich hingesetzt, um seinen Hamlet zu beginnen.“ Mit dem gleichen Recht können wir sagen, dass jeder Abend eine Bilanz bringt, ein Bedauern wegen der Wege, die wir nicht eingeschlagen haben, der Anfänge, die wir nicht gesehen haben und der Handlungen, die wir nicht unternommen haben. Ich denke, es ist klar, was ich damit sagen will: Die Chancen sind dazu da, dass wir sie ergreifen. In diesem Sinne bitte ich um Ihre Zustimmung für ...
2. Ein allgemeiner Schluss-Baustein
„Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke“, mahnte die österreichische Lyrikerin Ingeborg Bachmann (1926-73; 1964 Georg-Büchner-Preis). Und deshalb möchte ich meine Stärke nun unter Beweis stellen und meine Rede beenden!
3. Wenn Sie als Gastredner eine Festrede halten
... Sie haben mich zu Ihrem Jubiläum als Festredner eingeladen. Ich habe mich dieser Aufgabe gestellt. Aber ich habe auch eine Mahnung im Kopf, die Mahnung, die da lautet: „Ein Festredner sollte sich nicht festreden.“
Lassen Sie mich also schließen mit einem herzlichen Glückwunsch. Sie haben eine stolze Vergangenheit. Ich wünsche Ihnen eine ebenso stolze Zukunft.
4. Humorvoller Rede-Abschluss, allgemein
... Meine Damen und Herren, wie Sie wissen, sollte eine Rede stets mit einem Höhepunkt enden, mit einem spektakulären Finale. Das erinnert mich an den Pfarrer, der sich für den Höhepunkt seiner Pfingstpredigt etwas Besonderes ausgedacht hatte. Am Ende seiner Predigt wollte er den Heiligen Geist anflehen, auf die Gemeinde herabzukommen. In diesem Moment sollte ein kleiner Junge eine Taube auf der Orgelempore freilassen. Es kam, wie es kommen musste: Mit bewegter Stimme rief der Pfarrer: „Komm, Heiliger Geist, auf uns nieder!“ Aber nichts geschah. Erneut streckte Hochwürden seine Hände himmelwärts: „Heiliger Geist, komm auf uns nieder!“ Wieder nichts. Da, in die Stille, rief der Junge von der Empore: „Herr Pfarrer, die dicke Katze von nebenan hat den Heiligen Geist gefressen. Soll ich die Katze runterwerfen?“
Meine Damen und Herren, eingedenk dessen, dass solche Pannen immer und überall möglich sind, habe ich kein spektakuläres Finale vorbereitet. Ich sage Ihnen vielmehr schlicht: vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
5. Wissen Sie, was ein Optimist ist? Ein Optimist ist ein Zuhörer, der die Schuhe anzieht, wenn der Redner sagt: „Lassen Sie mich jetzt zum Schluss kommen.“ Damit die Optimisten endlich mal Recht bekommen, war dies für heute mein vorletzter Satz. Hier mein letzter: danke für Ihre Aufmerksamkeit!
6. Ich weiß, es wäre noch viel zu sagen, aber es muss ja nicht alles auf einmal gesagt werden. Ich erinnere mich, einmal einen Redner gehört zu haben, der so langatmig sprach, dass das Thema die meisten Zuhörer am Schluss nur noch wenig interessierte. Einer von ihnen hielt es nicht mehr auf seinem Platz. Er verdrückte sich leise. Draußen vor dem Vortragssaal traf er auf einen Leidensgenossen, der schon früher gegangen war. „Ist er fertig?“, fragte der den Hinzugekommenen. „Ja“, sagte er, „schon lange, aber er hört einfach nicht auf.“ Ich bin jetzt fertig, meine Damen und Herren. Und ich höre jetzt auf.
7. Wenn Sie eine Rede im Freien halten
Ich komme jetzt zum Schluss. Denn für eine Rede gilt: je kürzer, desto besser! Jedem, der sich nicht daran hält, steht das Schicksal des neunten US-Präsidenten William Henry Harrison warnend vor Augen. Seine Antrittsrede war 9.000 Worte lang. Er hielt sie traditionsgemäß im Freien: vor dem amerikanischen Capitol. Es war Anfang März 1841, und es blies ein eisiger Nordwestwind. Das Ergebnis – Husten, Lungenentzündung, Exitus. Einen Monat nach seiner Rede war der Präsident mausetot.
Ich habe für mich daraus den Schluss gezogen: Halte keine langen Reden – schon gar nicht im Freien! Danke, dass Sie gekommen sind. Die Ausstellung ist eröffnet!
ähnliche Beiträge
- 5 x Redeschluss, der immer wirkt: „Für alle Fälle“
- Redeschluss (1): Mit Körpersprache wirkt Ihr Rede-Schluss perfekt
- Redeschluss (2): So verankern Sie Ihre Schluss-Sätze in den Köpfen
- So bleibt Ihr Rede-Schluss (und damit Ihre Rede) beim Publikum in allerbester Erinnerung!
Diesen Tipp bewerten:
Fahren Sie hierzu bitte mit der Maus über die Sterne und wählen Sie per Klick Ihre Bewertung aus.
GRATIS Tipps für Ihre perfekte Rede
Nutzen Sie die Chance: Fordern Sie jetzt den kostenlosen Rhetorik-Ticker per E-Mail an und sichern Sie sich zusätzlich Ihren exklusiven Gratisratgeber „Perfekt Reden wie die Profis“.
Im Rhetorik-Ticker erhalten Sie die neusten Erkenntnisse und kurze, sofort umsetzbare Tipps zum Thema Rhetorik.
Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein und klicken Sie dann auf „Rhetorik-Tipps Gratis"
Schriftgröße 

Seite drucken Seite empfehlen
Februar
08
Heute vor
92 Jahren
Geburtstag von Lana Turner († 29. 6. [weiterlesen] »
Haben Sie Fragen, Anregungen, oder möchten uns Ihre Meinung mitteilen?
Senden Sie uns eine E-Mail. Wir antworten Ihnen so schnell wie möglich oder
rufen Sie an - ganz nach Wunsch!
Rhetorik-Newsletter
Rhetorik-Tipps und Zitate für Ihre Reden, Vorträge und Präsentationen kostenlos per E-Mail direkt auf Ihren Schreibtisch:






